Der Born to run in Olten, sechste Etappe der Jura Top Tour 2026, bot am Freitagabend bei hohen Temperaturen sowohl erwartbare wie auch überraschende Resultate. Bei den Frauen sicherte sich Céline Aebi aus Reihen der LV Langenthal zum vierten Mal den Sieg in Olten und verbesserte den bestehenden Streckenrekord deutlich. Bei den Männern feierte Nicola Wyss aus Oberbuchsiten seinen ersten Tagessieg bei diesem Anlass.
Klare Favoritinnenleistung und neuer Rekord
Céline Aebi bestätigte ihre Dominanz beim Born to run. Wie schon in den Vorjahren setzte sie sich deutlich vom Feld ab und lief eine Zeit, die den bisherigen Streckenrekord um über eine Minute unterbot. Aebi sprach nach dem Rennen von einem guten Lauf trotz der sommerlichen Hitze.
«Trotz der Hitze lief es mir sehr gut», sagte die Athletin der LV Langenthal im Ziel.
Der erneute Erfolg unterstreicht Aebis Vertrautheit mit der anspruchsvollen Strecke in Olten: Dies war ihr vierter Sieg bei der bisher fünf Mal ausgetragenen Veranstaltung, ein klares Signal ihrer Konstanz in der regionalen Berglauf-Szene.
Debüt-Sieg und Familientrümpfe bei den Männern
Bei den Männern setzte sich Nicola Wyss durch. Er gewann sein Rennen nach einem mutigen Solovorstoss früh im Lauf. Wyss beschrieb, dass er nach dem ersten Kilometer bereits in Führung lag und diese Position verteidigen konnte. Der Erfolg markiert seinen ersten Tagessieg am Born to run, nachdem er in der Vergangenheit bei der Veranstaltung bereits teilgenommen hatte.
«Nach dem ersten Kilometer war ich bereits allein in Front und so konnte ich bei meiner dritten Teilnahme am Born zum ersten Mal gewinnen», sagte Wyss nach dem Rennen.
Hinter ihm klassierte sich sein Onkel Michael Wyss aus Olten, der 16 Jahre älter ist als Nicola, auf dem zweiten Platz. Komplettiert wurde das Podium durch den Seeländer Christian Fischer aus Aarberg.
Lokale Präsenz im Spitzenfeld
Der Anlass zeigte auch die Stärke der heimischen Läuferinnen und Läufer: Neben Nicola und Michael Wyss liefen drei weitere Athleten aus Olten in die Top 10. Sandro Hagmann wurde Sechster, Klaas Puls Siebter und Livio Furrer Neunter. Damit unterstreicht Olten seine Bedeutung als Ausrichter und als Standort für leistungsstarke Läuferinnen und Läufer.
- Event: Born to run, Olten – 6. Etappe Jura Top Tour 2026
- Besondere Leistung: Céline Aebi verbessert Streckenrekord um über 1 Minute
- Männlicher Sieger: Nicola Wyss – erster Tagessieg am Born to run
- Weitere Top-10-Platzierte aus Olten: Sandro Hagmann (6.), Klaas Puls (7.), Livio Furrer (9.)
Ausblick auf die verbleibenden Etappen
Die Jura Top Tour 2026 geht mit zwei Bergläufen in die Schlussphase: Ende August folgt der Weissensteinlauf, im September schliesst der Wisenberglauf die Serie ab. Für einige Athletinnen und Athleten bedeutet das eine Entscheidung über das Saisonprogramm: Nicola Wyss zum Beispiel nannte nach dem Erfolg in Olten seine Ungewissheit, ob er beim Weissensteinlauf am 30. August starten werde. Als nächstes grösseres Ziel hat er bereits die Teilnahme am Luzern Marathon Ende Oktober ins Auge gefasst.
Übersicht Podest Born to run 2026
| Kategorie | 1. Platz | 2. Platz | 3. Platz |
|---|---|---|---|
| Frauen | Céline Aebi (LV Langenthal) | Shoshana Huber | Rosmarie Zaugg |
| Männer | Nicola Wyss (Oberbuchsiten) | Michael Wyss (Olten) | Christian Fischer (Aarberg) |
Die Resultate zeigen eine Mischung aus etablierten Läuferinnen, die Streckenkenntnis in Siege ummünzen, und jungen Athleten, die sich in die Spitze vorarbeiten. Die Jura Top Tour bleibt damit eine Plattform, auf der regionale Athletinnen und Athleten ihre Form testen und nationale wie internationale Verpflichtungen abstimmen können.
Für die lokalen Vereine und das Publikum in Olten ist der Anlass ein jährlicher Höhepunkt: Er verbindet hochstehende sportliche Leistungen mit einer breiten Teilnehmerschaft und fördert das Laufinteresse in der Region. Die verbleibenden Etappen werden zeigen, wer sich in der Gesamtwertung durchsetzen kann und welche Läuferinnen und Läufer die Saisonhöhepunkte noch anpeilen.