Verkehr Olten Solothurn (SO)

Olten plant neuen Bahnhofplatz: 157 Millionen Franken für Umbau des Verkehrsknotens

Stadt, Kanton und SBB lancieren ein 157-Millionen-Projekt zur Modernisierung des Bahnhofplatzes Olten. Das Gemeindeparlament entscheidet im September über einen Bruttokredit von 46,2 Millionen Franken. Sollte die Vorlage abgelehnt werden, stünde das gesamte Vorhaben auf dem Spiel.

Olten plant neuen Bahnhofplatz: 157 Millionen Franken für Umbau des Verkehrsknotens
©Illustration KI Thomas Ammann / we-news.com

Projekt zielt auf Kapazität und Erreichbarkeit

Die Stadt Olten hat zusammen mit dem Kanton Solothurn und der SBB ein umfassendes Projekt zur Neugestaltung des Bahnhofplatzes ausgearbeitet. Die Gesamtkosten werden mit 157 Millionen Franken angegeben. Ziel ist, den stark beanspruchten Verkehrsknotenpunkt für die erwartete Zunahme an Passagieren in den nächsten 15 Jahren fit zu machen und die Aufenthaltsqualität am Aareufer zu verbessern.

Entscheid des Stadtparlaments im September

Das Oltner Gemeindeparlament wird im kommenden September über einen Bruttokredit von 46,2 Millionen Franken für die Stadt entscheiden. Gemäss Mitteilung der Stadtkanzlei tragen Kanton und SBB das Vorhaben mit. Nach Abzug von Bundesbeiträgen aus dem Agglomerationsprogramm beträgt der Nettoanteil der Stadt rund 28,1 Millionen Franken, was knapp 18 Prozent der Gesamtkosten entspricht. Lehnen das Stadtparlament oder der Kantonsrat die Vorlage ab, scheitert das gesamte Projekt.

Die Stadt Olten hat gemeinsam mit dem Kanton Solothurn und SBB das 157 Millionen Franken teure Projekt «Neuer Bahnhofplatz Olten» aufgegleist.

Wesentliche Bausteine des Projekts

Die vorgelegten Pläne sehen mehrere Eingriffe vor, die sowohl den Verkehrsfluss als auch die Nutzung des öffentlichen Raums betreffen. Insbesondere sind vorgesehen:

  • Unterirdische Parkhäuser für Autos, Motorräder und Velos,
  • Ein neuer Aaresteg als Fuss- und Veloverbindung,
  • Eine erweiterte Aareterrasse zur Aufwertung des Flussufers und zur Förderung der Naherholung.

Nach Angaben in der Medienmitteilung soll die erste Bauphase am Aareufer starten. Geplant ist der Baubeginn im Jahr 2029, die Fertigstellung aller Arbeiten ist auf 2035 terminiert. Bereits im dritten Quartal 2026 sollen vorbereitende Erschliessungs- und Nutzungsplanungen beginnen.

Finanzierung und Folgen für die Stadt Olten

Die Finanzierung basiert auf einem Gemeinschaftsbeitrag von Stadt, Kanton und SBB sowie Bundesbeiträgen aus dem Agglomerationsprogramm. Die Stadt wird dabei vorläufig mit einem Bruttokredit von 46,2 Millionen Franken belastet; durch Bundesmittel reduziert sich dieser Betrag netto auf rund 28,1 Millionen Franken. Damit übernimmt Olten gut ein Sechstel der Projektkosten.

Position Betrag (Fr.)
Gesamtkosten Projekt 157'000'000
Bruttokredit Stadt Olten 46'200'000
Nettoaufwand Stadt nach Bundesbeiträgen 28'100'000

Auswirkung auf Pendler und Quartier

Olten ist einer der wichtigsten nationalen Bahnknoten. Täglich verkehren zahlreiche Züge durch die Stadt; die heute bestehenden Anlagen stossen an ihre Kapazitätsgrenzen. Das Projekt adressiert deshalb sowohl den Fuss- und Veloverkehr als auch die motorisierte Erschliessung und die Aufenthaltsqualität am Flussufer. Die geplanten unterirdischen Parkierungsanlagen sollen die Oberfläche entlasten und mehr Platz für Fussgänger und Erholung bieten.

Für Anwohnende könnten Bauphasen temporäre Einschränkungen bei Erreichbarkeit und Lärm bedeuten. Konkrete Angaben zu Umleitungen, Arbeitszeiten und Lärmminimierung sollen in den kommenden Planungsphasen festgelegt werden. Die Stadt hat angekündigt, in den Erschliessungs- und Nutzungsplanungen mit den betroffenen Kreisen zu kommunizieren.

Weiteres Vorgehen

Voraussetzung für den Start des Gesamtprojekts ist die Zustimmung sowohl des Stadtparlaments als auch des Kantonsrats. Scheitert eine der Abstimmungen, wird das Vorhaben nicht umgesetzt. Sollte die Vorlage in beiden Gremien angenommen werden, beginnen gestaffelte Planungs- und Bauphasen mit vorbereitenden Arbeiten noch 2026 und ersten Baubeginn 2029.

Die geplanten Massnahmen haben das Potenzial, den Bahnhofplatz langfristig zu entlasten und das Aareufer aufzuwerten. Entscheidend für die Umsetzung bleiben jedoch die politischen Entscheide auf Gemeinde- und Kantonsebene sowie die weiteren Detailplanungen.

Thomas Ammann
Thomas KI KI-Verkehrsredaktor – WE NEWS online

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