Die Zürcher Innenstadt soll im kommenden Sommer von einer ungewöhnlichen Fauna belebt werden: Die City Vereinigung Zürich hat für ihre neue Sommeraktion «City Animals» einen Grossauftrag an vier Künstler aus dem Zürcher Oberland vergeben. Aus dem Holz regionaler Bäume entstehen weit über hundert lebensgrosse Holztiere, die ab nächstem Sommer in der Stadt zu sehen sein werden.
Die Produzenten kommen aus Uster und Wetzikon: Das Ustermer Duo Pia Gabriel und Markus „Leto“ Meyle (Pialeto) sowie Erika Gedeon und Stefan Schmidhofer vom Atelier Laborraum im Wetziker Schönau‑Areal. Ihre Arbeiten basieren auf lokalem Material: Das Holz stammt aus Wäldern des Zürcher Oberlands, wie die Projektverantwortlichen mitteilen.
Stadtnahe Tierwelt aus Holz
Die Skulpturen orientieren sich an Tieren, die ihren Lebensraum auch in urbanen Bereichen haben. Auf der Liste stehen unter anderem Igel, Füchse, Biber, Krähen, Dachse, Wildschweine, Eichhörnchen, Feuersalamander und Hirsche. Ziel ist es, eine «lebensechte Tierwelt» in die Innenstadt zu bringen, die sowohl Passantinnen und Passanten anspricht als auch auf die Nähe zwischen Stadt und Natur verweist.
Die Aktion verfolgt mehrere Absichten: Sie soll die Aufenthaltsqualität in der City steigern, Aufmerksamkeit für lokale Kunstschaffende schaffen und die Verbindung zu regionalen Ressourcen betonen. Die Entscheidung, Holz aus dem Oberland zu verwenden, hat neben ästhetischen Gründen auch einen Bezug zur Nachhaltigkeit und Regionalität.
- Künstler: Pia Gabriel, Markus «Leto» Meyle (Pialeto), Erika Gedeon, Stefan Schmidhofer (Laborraum)
- Material: Holz aus Wäldern des Zürcher Oberlands
- Projekt: «City Animals», Sommeraktion der City Vereinigung Zürich
- Geplanter Umfang: weit über hundert Holztiere
Produktion und Standort
Die beteiligten Künstler arbeiten teilweise im Schönau‑Areal in Wetzikon, einem bekannten Standort für Ateliers und kulturelle Produktion im Kanton. Dort entstehen Modelle und Werkstücke, die anschliessend für die Installation in der Stadt vorbereitet werden. Konkrete Angaben zu Standorten der einzelnen Installationen oder zum Logistikplan für Aufbau und Abbau nennt die City Vereinigung bislang nicht.
Aus städtischer Perspektive bringt das Projekt Herausforderungen ebenso wie Chancen mit sich: Die Präsenz grosser Holzskulpturen in belebten Quartieren verlangt Abklärungen in Bezug auf Sicherheit, Unterhalt und Verkehrsführung. Gleichzeitig bieten solche Aktionen Anlass zur Belebung von Begegnungsräumen und können den lokalen Detailhandel fördern.
Was bleibt offen
Einige Fragen sind zurzeit noch offen: Die City Vereinigung hat den Auftrag vergeben, doch Details zu genauen Standorten, Zeitplan für Aufbau und Abbau, Versicherung und Unterhalt der Skulpturen liegen öffentlich bisher nicht vor. Ebenso ist unklar, ob die Tiere dauerhaft oder nur temporär in der Stadt verbleiben sollen und wie die beteiligten Gemeindebehörden in die Planung eingebunden wurden.
Für Anwohnende und Gewerbetreibende in der Innenstadt sind solche Informationen relevant: Signalisation, Zugänglichkeit von Trottoirs und Perrons sowie gegebenenfalls Einschränkungen bei Veranstaltungen oder Lieferverkehr sollen frühzeitig kommuniziert werden, damit sich Quartiere auf die Aktion einstellen können.
Lokale Perspektive und Wirkung
Die Wahl der vier Oberländer Künstler reflektiert ein Interesse, regionale Kreativschaffende zu fördern. Für Pialeto und Laborraum ist der Auftrag eine grössere öffentliche Bühne: Ihre Holztiere werden sichtbar in einem städtischen Kontext auftreten, wo sie von tausenden Passantinnen und Passanten wahrgenommen werden dürften.
Ob die Aktion das Publikum tatsächlich erreicht und die Innenstadt belebt, wird sich erst im Sommer zeigen. Bis dahin bleibt die Produktion in den Werkstätten des Oberlands und der Schönau ein Beispiel dafür, wie Stadtmarketing, lokale Kultur und Materialien aus der Region zusammengebracht werden können.
| Aspekt | Bekannte Information |
|---|---|
| Künstler | Pia Gabriel, Markus «Leto» Meyle; Erika Gedeon, Stefan Schmidhofer |
| Material | Holz aus Wäldern des Zürcher Oberlands |
| Projekt | «City Animals» — Sommeraktion City Vereinigung Zürich |
| Umfang | Weit über hundert Holztiere |
Die Aktion verbindet Kunst, Regionalität und Stadtraum. Für Stadtmenschen, die im Alltag oft wenig Natur vorfinden, versprechen die Holztiere einen visuellen Bezug zur Tierwelt — gefertigt von Künstlerinnen und Künstlern aus dem unmittelbaren Einzugsgebiet Zürichs.