Die Schweizerische Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh) hält den sogenannten Niedrigwasser-Fahrplan bis zum Ende der Saison aufrecht. Grund ist ein aussergewöhnlich tiefer Wasserstand im Rhein: Die durchgehende Schifffahrt zwischen Schaffhausen und Stein am Rhein ist weiterhin nicht möglich.
Unterbruch zwischen Diessenhofen und Stein am Rhein bleibt bestehen
Seit Ende Juni ist die Strecke zwischen Diessenhofen und Stein am Rhein wegen des tiefen Wasserstands im Rhein unterbrochen. Die URh begründet die Verlängerung des eingeschränkten Angebots damit, dass für eine Wiederaufnahme der durchgehenden Schifffahrt «deutlich mehr Wasser im Rhein erforderlich» sei. Nach aktueller Einschätzung sind länger anhaltende und ausgedehnte Niederschläge im Einzugsgebiet notwendig; eine entsprechende Wetter- und Abflussentwicklung sei derzeit nicht absehbar.
«Wir können unseren Gästen nun klar sagen, welches Angebot sie bis Saisonende erwarten dürfen»,
heisst es in einer Mitteilung der URh, in der Geschäftsführer Remo Rey zudem hofft, mit der verlässlichen Planung zusätzliche Buchungen und Einnahmen zu erzielen.
Regionalangebot und Anpassungen im Detail
Die URh weist darauf hin, dass auf dem Rhein zwischen Schaffhausen und Diessenhofen weiterhin täglich 1,5-stündige Rundfahrten angeboten werden. Zwischen Stein am Rhein und Kreuzlingen beziehungsweise Konstanz gilt der reguläre Fahrplan; alle Landestellen auf diesem Abschnitt bleiben bedient.
- Zwischen Schaffhausen und Diessenhofen: tägliche Rundfahrten im 1,5-Stunden-Format
- Zwischen Diessenhofen und Stein am Rhein: keine durchgehende Schifffahrt (Streckenunterbruch)
- Stein am Rhein bis Kreuzlingen/Konstanz: regulärer Fahrplan, Landestellen bedient
- Abendrundfahrt «Fiirobig-Fahrt» ab Schaffhausen: neu jeden Donnerstag bis und mit 1. Oktober 2026, Abfahrt 17:18 Uhr
Mit dem Entscheid, den Niedrigwasser-Fahrplan bis Saisonende beizubehalten, will die URh laut ihrer Mitteilung Klarheit für Gäste, Reiseveranstalter und touristische Partner schaffen. Gleichzeitig ermögliche er eine bessere Planung beim Einsatz von Personal und Schiffen.
Praktische Folgen für Gäste und Veranstalter
Für touristische Anbieter und Reiseveranstalter bedeutet der verlängerte Niedrigwasser-Fahrplan verlässliche Rahmenbedingungen für die verbleibende Saison. Wer eine Mehrtagestour oder kombinierte Angebote (z. B. Schiff plus Bus) verkauft, kann nun seine Programme anpassen, ohne kurzfristige Änderungen befürchten zu müssen.
Gäste, die Tagesausflüge zwischen Schaffhausen und Stein am Rhein planen, müssen mit Einschränkungen rechnen. Reisende sollten sich vorab über die aktuellen Abfahrtszeiten informieren und bei Bedarf alternative Verbindungen in Betracht ziehen. Die URh empfiehlt, Buchungen frühzeitig vorzunehmen, insbesondere für die neu ausgeweiteten Abendfahrten.
Tabelle: Übersicht Fahrplanstatus
| Strecke | Aktueller Status |
|---|---|
| Schaffhausen – Diessenhofen | Rundfahrten (1,5 Stunden) täglich |
| Diessenhofen – Stein am Rhein | Unterbrochen (kein Durchgangsverkehr) |
| Stein am Rhein – Kreuzlingen / Konstanz | Regulärer Fahrplan, Landestellen bedient |
Hintergrund: Abhängigkeit von Wasserstand und Wetter
Die Schifffahrt auf dem Rhein ist stark vom Wasserstand abhängig. Für die Passage bestimmter Flussabschnitte sind Mindesttiefgänge nötig; bei sehr niedrigem Pegel drohen Anlauf- oder Manövrierprobleme. Die URh nennt als Voraussetzung für eine Normalisierung des Angebots «länger anhaltende und ausgedehnte Niederschläge» im gesamten Einzugsgebiet.
Solche hydrologischen Entwicklungen lassen sich kurzfristig nur schwer vorhersagen. Deshalb hat die URh eine konservative Planung gewählt, um Betrieb, Personalressourcen und vertragliche Zusagen gegenüber Partnern verlässlich koordinieren zu können.
Für Gäste im Raum Schaffhausen bleibt die Empfehlung, vor Antritt einer Schiffsfahrt die Website oder die Kundenhotline der URh zu konsultieren. Dort sind die aktuellen Abfahrtszeiten, Angebote und mögliche Sonderfahrten abrufbar.