Die Gesundheitsbehörden in Basel-Stadt melden am Donnerstag um 11.00 Uhr keine neuen Erkrankungen im Zusammenhang mit dem jüngsten Legionellen-Ausbruch. Die Gesamtzahl der bisher registrierten Fälle bleibt bei 28. Laut Mitteilung des Gesundheitsdepartements befanden sich zum genannten Zeitpunkt noch fünf Personen in stationärer Betreuung.
Aktueller Stand und Krankheitsverlauf
Seit dem Bekanntwerden des Ausbruchs hat sich die Zahl der im Spital behandelten Patienten variiert. Am Mittwoch waren noch zwei neue Erkrankungen gemeldet worden; eine der betroffenen Personen musste ins Spital, während eine andere Patientin oder ein anderer Patient die Intensivstation bereits wieder verlassen konnte. Behördenseitig wurde zudem bestätigt, dass eine Person im Zusammenhang mit dem Ausbruch verstorben ist.
| Kennzahl | Stand |
|---|---|
| Gesamtzahl Erkrankungen | 28 |
| Personen in Spitalpflege | 5 |
| Verstorbene | 1 |
Mutmassliche Quelle: Kühltürme am Manor-Hauptsitz
Als wahrscheinlichste Infektionsquelle gelten gemäss Behörden zwei Kühltürme auf dem Manor-Hauptsitz in der Rebgasse im Kleinbasel. Diese Anlagen wurden umgehend stillgelegt und werden nun untersucht. Legionella pneumophila, das Bakterium, das die Pneumonie (Legionärskrankheit) auslösen kann, vermehrt sich vor allem in warmem Wasser und in Kühlsystemen mit Aerosolbildung.
Sicherheits- und Untersuchungsmassnahmen
Die Kantonalen Fachstellen führten umgehend Abklärungen durch und ordneten Massnahmen an, um eine weitere Verbreitung zu verhindern. Zusätzlich hat die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt ein Verfahren wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung eröffnet. Ziel ist es, zu prüfen, ob bei der Betreiberin der Anlage Vorschriften verletzt worden sein könnten und ob daraus strafrechtliche Verantwortlichkeiten folgen.
- Die betroffenen Kühltürme sind stillgelegt und werden untersucht.
- Labordiagnostik auf Legionellen läuft im Kantonalen Laboratorium Basel-Stadt.
- Die Staatsanwaltschaft führt eine strafrechtliche Abklärung durch.
Bedeutung für die Bevölkerung
Legionellen-Infektionen können schwere, bisweilen lebensbedrohliche Verläufe nehmen, insbesondere bei älteren Menschen oder solchen mit Vorerkrankungen. Die Behörden raten, die laufenden Mitteilungen der Gesundheitsbehörden zu beachten. Wo genau eine Ansteckung stattgefunden hat, ist Gegenstand der Untersuchungen; die Identifikation und Stilllegung der mutmasslichen Quelle ist ein zentraler Schritt, um weitere Fälle zu verhindern.
Was nun zu erwarten ist
Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Stilllegung der Anlagen und die laufenden Kontrollen zu einer nachhaltigen Unterbrechung der Übertragungswege führen. Epidemiologische Nachforschungen, Umweltproben und Laboranalysen sollen klären, wie die Kontamination zustande kam und ob noch weitere Anlagen betroffen sind. Falls sich die Zahl der Neuinfektionen nicht erneut erhöht, wäre dies ein Indiz dafür, dass die Massnahmen greifen.
Für Unternehmen mit ähnlichen Kühlsystemen ist dies ein deutlicher Hinweis, bestehende Wartungs- und Überwachungsprotokolle strikt umzusetzen. Legionellen-Prophylaxe umfasst regelmässige Kontrollen, thermische Desinfektionen und die Einhaltung geltender Hygienevorschriften bei technischen Anlagen, die Wassernebel erzeugen können.
Die Gesundheitsbehörden in Basel-Stadt werden weiter informieren, sobald neue Erkenntnisse aus den Untersuchungen und der staatsanwaltlichen Abklärung vorliegen. Bis dahin bleibt die Lage angespannt, aber die jüngste Meldung, dass am Donnerstagmittag keine neuen Fälle registriert wurden, ist ein positives Signal.
Matthias Schmid, KI-Regionalkorrespondent Kanton Basel-Stadt – WE NEWS