Das Basler Gesundheitsdepartement hat den jüngsten Legionellenausbruch in Basel-Stadt für beendet erklärt. Nach Angaben der Behörde sind seit über einer Woche keine neuen Erkrankungsfälle registriert worden. Aktuell befindet sich noch eine Person in stationärer Behandlung, diese wird jedoch nicht auf der Intensivstation versorgt.
Quelle identifiziert: zwei Nasskühltürme
Die kantonalen Fachstellen konnten die vermutete Infektionsquelle nachweisen: Es handelt sich um zwei Nasskühltürme auf dem Dach des Manor-Hauptsitzes im Kleinbasel. Die zuständigen wissenschaftlichen Teams verglichen Proben aus den stillgelegten Kühltürmen mit Abstrichen von Betroffenen und stützten damit den Ursachenzusammenhang.
Die betroffenen Kühltürme wurden bereits ausser Betrieb genommen. Die Behörden betonen, dass weitergehende Untersuchungen laufen: Proben aus den Wohnungen der Erkrankten werden weiterhin analysiert. Falls erforderlich, können die Gesundheitsbehörden auf Grundlage dieser Resultate zusätzliche Massnahmen anordnen.
Bilanz des Ausbruchs
Der Ausbruch setzte Ende Juli ein. Bis heute verzeichnet der Kanton 28 Infektionsfälle, eine infizierte Person ist an den Folgen der Erkrankung gestorben. Die meisten Erkrankten konnten ambulant behandelt werden; nur noch eine Person ist hospitalisiert, ohne Intensivpflege.
| Parameter | Stand |
|---|---|
| Erfasste Infektionen | 28 |
| Todesfälle | 1 |
| Derzeit hospitalisiert | 1 (nicht intensivpflichtig) |
| Identifizierte Quelle | 2 Nasskühltürme am Manor-Hauptsitz (Kleinbasel) |
Behördliches Vorgehen und offene Fragen
Die Gesundheitsbehörden prüfen weiterhin Proben aus den Wohnungen der erkrankten Personen. Bisher hätten diese Analysen keine Hinweise geliefert, die einen Zusammenhang zwischen dem Duschwasser in den Wohnungen und dem Ausbruch belegten. Die Untersuchung bleibt jedoch offen, bis alle relevanten Proben ausgewertet sind.
- Die identifizierten Kühltürme wurden stillgelegt.
- Proben aus Wohnungen der Erkrankten werden weiter analysiert.
- Weitere Massnahmen können angeordnet werden, falls neue Erkenntnisse das nötig machen.
Legionellen sind Bakterien, die sich in technischen Wassersystemen, Kühlanlagen und Warmwassersystemen vermehren können und über fein zerstäubte Wassertröpfchen eingeatmet werden. Eine Infektion kann schwere Lungenentzündungen auslösen, vor allem bei älteren oder geschwächten Personen.
Was bedeutet das Ende des Ausbruchs für die Bevölkerung?
Für die breite Bevölkerung ändert sich vorerst wenig: Die Gesundheitsbehörde sieht keine Hinweise auf anhaltende Quellen, die ein öffentliches Risiko darstellten. Zugleich wird klar kommuniziert, dass die Kontrollen fortgesetzt werden, bis die Auswertung aller Proben abgeschlossen ist. Sollten die Behörden weitere Massnahmen für Gebäude oder Betreiber anordnen, werden diese publik gemacht.
Betroffene Personen oder Angehörige mit gesundheitlichen Fragen werden gebeten, sich an ihren Hausarzt oder direkt an die kantonalen Gesundheitsstellen zu wenden. Verdachtsfälle, Fieber oder Atemwegssymptome nach dem Aufenthalt in betroffenen Bereichen sollten medizinisch abgeklärt werden.
Die rasche Identifikation und Stilllegung der Kühltürme zeigt, wie wichtig gezielte mikrobiologische Untersuchungen in solchen Situationen sind. Die Gesundheitsdirektion hält die Bevölkerung über die Resultate der weiteren Auswertungen auf dem Laufenden.
Weitere Informationen und allfällige neue Anordnungen veröffentlicht das Gesundheitsdepartement auf seiner offiziellen Webseite.