Die anhaltende Trockenheit in Österreich macht laut der Katholischen Aktion Österreich (KAÖ) deutlich, dass die Klimakrise nicht länger eine ferne Bedrohung, sondern bereits «Realität im Hier und Jetzt» sei. Die Laienorganisation der österreichischen Bischofskonferenz fordert deshalb entschlossenes, solidarisches Handeln auf allen Ebenen sowie konkrete politische und gesellschaftliche Änderungen, um die Folgen der Klimaveränderung abzumildern und die Verwundbarkeit von Landwirtinnen und Landwirten zu verringern.
Forderung nach ökologischer und sozialer Wende
In einer Stellungnahme, die in einem Beitrag von Kathpress zitiert wird, betont KAÖ-Präsident Ferdinand Kaineder, dass Schöpfungsverantwortung und Mitweltgerechtigkeit verlangen, beim Klimaschutz konsequent zu bleiben und «radikale Massnahmen» umzusetzen. Kaineder spricht sich für ein «mitweltgerechtes Leben und Wirtschaften» aus und verlangt «wirksame politische Massnahmen zur Senkung der CO-Emissionen».
«Die Jahre 2023 und 2024 haben gezeigt, dass sinkende Emissionen möglich sind, wenn der politische Wille vorhanden ist.»
Die KAÖ ruft dazu auf, dass die ökologische Wende nicht nur Privathaushalte betreffe, sondern sich auch in politischem Handeln und in kirchlichen sowie gesellschaftlichen Institutionen konkret zeigen müsse. Gefordert wird eine umfassende Veränderung hin zu einer sozial-ökologischen Politik und Wirtschaftsordnung.
Akute Unterstützung für die Landwirtschaft
Neben langfristigen Klimazielen richtet die KAÖ auch konkrete, kurzfristige Forderungen an Finanzinstitute: Zur Entlastung besonders betroffener Bäuerinnen und Bauern schlägt sie vor, bestehende Schulden vorübergehend zu stunden. Ein Aussetzen von Rückzahlungen bis zur wirtschaftlichen Stabilisierung der Betriebe würde laut KAÖ vielen Landwirten eine «immense Entlastung» bringen. Ergänzende Überbrückungshilfen sollen die ökonomische Existenz sichern, bis Ertragslagen sich erholen.
- Solidarität: Schutz und Unterstützung für betroffene Landwirtschaftsbetriebe.
- Politisches Handeln: Deutliche Prioritäten für Klimaschutz und Emissionssenkung.
- Systemische Änderung: Weg hin zu sozial-ökologischer Politik und Wirtschaft.
Wetterbeobachtung und Kontext
Die KAÖ verweist auf Befunde von GeoSphere Austria: Die vergangenen Monate gehörten zu den trockensten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, was die Dringlichkeit der Lage verdeutliche. In diesem Kontext warnen die Verantwortlichen davor, kurzfristige Niederschläge als Entwarnung zu verstehen; die Ursachen der Klimakrise müssten weiterhin im Fokus bleiben.
Die Argumentation der KAÖ verbindet ökologische Anliegen mit sozialen Forderungen. Die Organisation unterstreicht, dass politischer Wille Wirkung zeige — als Beispiel werden die Jahre 2023 und 2024 genannt, in denen es laut KAÖ möglich gewesen sei, Emissionen zu reduzieren, wenn entsprechende politische Massnahmen ergriffen wurden.
| Jahr | Bemerkung |
|---|---|
| 2023 | Genannt als Beispiel für mögliche Emissionsreduktion bei politischem Willen |
| 2024 | Ebenso als Beleg dafür, dass senkende Emissionen erreichbar sind |
Für die Schweiz und den gesamten Alpenraum hat die Stellungnahme der KAÖ Relevanz: Trockenperioden und landwirtschaftliche Schadensrisiken überschneiden sich über die Grenzen hinweg. Die Verbindung von kurzfristigen Hilfsforderungen — etwa Schuldstundungen — und langfristigen Anforderungen an Klimaschutz- und Wirtschaftsordnung spiegelt eine wachsende Debatte wider, wie Gesellschaften mit zunehmenden Klimaauswirkungen umgehen sollen.
Die Katholische Aktion appelliert abschliessend an Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, Verantwortung zu übernehmen und konkrete Massnahmen umzusetzen, die sowohl die ökologische Tragfähigkeit erhalten als auch soziale Härten abfedern. Die Organisation fordert eine «ökologische Umkehr», die über individuelle Verhaltensänderungen hinausgeht und strukturelle Politikänderungen verlangt.