Der Kantonale Stab Bevölkerungsschutz (KSBS) mahnt die Bevölkerung im Kanton Freiburg zur Vorsicht: Trotz der für das kommende Wochenende angekündigten Niederschläge durch MeteoSchweiz entspannt sich die Lage nach Einschätzung des KSBS nicht merklich. Die anhaltende Trockenheit erfordert laut den Behörden mehrere Regentage, bevor von einer Normalisierung gesprochen werden kann. Deshalb bleibt das allgemeine Feuerverbot weiterhin in Kraft und muss ausnahmslos eingehalten werden.
KSBS beobachtet Lage laufend
In einer Sitzung des KSBS wurde festgehalten, dass die prognostizierten Niederschläge an Sonntag und eventuell Montag nicht ausreichen, um die aktuelle Trockenheit zu beseitigen. Der Stab beurteilt die Situation fortlaufend und behält sich Änderungen an den Schutzmassnahmen vor. Bis auf Weiteres gelte die Einschränkung für alle offenen Feuer im Freien.
Was derzeit verboten ist
Der Staatsratsbeschluss vom 27. Juli 2026 legt die Details fest; zur Erinnerung nennt der KSBS die wichtigsten Verbote und Vorsichtsmassnahmen:
- Jegliche Art von offenem Feuer im Freien ist untersagt.
- Grillieren – privat oder bei Festen – ist in dafür vorgesehenen Installationen (Gasgrill, Feuerschalen, Cheminée etc.) verboten, wenn diese weniger als 50 Meter von einem Waldrand entfernt sind.
- Bei Wind sollte grundsätzlich vollständig auf das Grillieren verzichtet werden.
Zur präzisen Rechtslage verweist der KSBS auf den erwähnten Staatsratsbeschluss, der die genauen Bestimmungen und Ausnahmen regelt.
Praktische Hinweise für Bevölkerung und Veranstalter
Die Forderung des KSBS richtet sich an alle: Private Haushalte, Veranstalter, Landwirte, Jäger und Erholungssuchende. Die Behörde empfiehlt, besonders achtsam zu sein bei:
- Rauchentwicklung in der Nähe von Wäldern oder trockenem Unterholz;
- Rückständen von Lagerfeuern oder Feuerschalen, die Glut enthalten könnten;
- Abstellen von Motorfahrzeugen auf trockenen Wiesen, da Abgaskrümmer Glutnester entzünden können.
Wer eine Veranstaltung plant, muss die geltenden Auflagen beachten und gegebenenfalls alternative Lösungen wie elektrisch betriebene Grills oder verlegte Standorte in grösserer Entfernung zum Waldrand in Betracht ziehen.
Warum die Lage so sensibel bleibt
Die derzeitige Trockenheit ist so ausgeprägt, dass bereits mehrere Niederschlagstage nötig wären, um das Risiko von Wald- und Flurbränden zuverlässig zu reduzieren. Kleine Funken können bei solchen Bedingungen schnell zu grossen Bränden führen. Der KSBS betont, dass selbst scheinbar harmlose Aktivitäten unter diesen Umständen erhebliches Gefährdungspotenzial bergen.
| Faktor | Auswirkung |
|---|---|
| Anhaltende Trockenheit | Erhöht Brandgefahr, Funken entzünden rasch |
| Wenig Niederschläge | Keine sofortige Entspannung der Lage |
| Wind | Verbreitung von Glut und Flammen wird gefördert |
Kontrollen und Sanktionen
Der KSBS weist darauf hin, dass die Einhaltung des Feuerverbots überwacht wird. Verstösse können polizeilich geahndet werden und zivil- sowie strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, insbesondere wenn durch fahrlässiges Verhalten Schäden entstehen. Genauere Angaben zu Sanktionen sind im Staatsratsbeschluss geregelt.
Wie weiter?
Die Behörden bitten die Bevölkerung um aktive Mithilfe: Verdächtige Rauch- oder Feuerzeichen sollen umgehend der Kantonspolizei gemeldet werden. Der KSBS betont, dass die Lage laufend neu beurteilt wird und Anpassungen der Massnahmen erfolgen können, sobald die meteorologische Entwicklung und die tatsächliche Bodenfeuchte dies erlauben.
Für aktuelle Informationen empfiehlt es sich, die Mitteilungen des Kantonalen Stabs Bevölkerungsschutz sowie die offiziellen Kanäle des Kantons Freiburg regelmässig zu konsultieren.
Wichtig: Bis auf weiteres gilt es, Abstand vom offenen Feuer zu halten und die Schutzmassnahmen ernst zu nehmen, um eine Eskalation der Situation zu verhindern.