Auf der Schwägalp, am Fuss des Säntis, entschied ein reines Berner Finale das traditionelle Bergfest: Fabian Staudenmann gewann den Schlussgang gegen seinen Kantonskollegen Lars Zaugg und sicherte sich damit den Festsieg der 26. Ausgabe des Schwägalp-Schwingets.
Grosses Duell, unerwartetes Finale
Über weite Strecken der Veranstaltung rückte das angekündigte Kräftemessen zwischen Ostschweiz und Bern in den Vordergrund. Besonders als Favorit galt der St. Galler Werner Schlegel. Dennoch kam es anders: Zaugg und Staudenmann trafen im Schlussgang aufeinander – ein Berner Duell am Fuss des Säntis. Auf der VIP-Tribüne herrschte trotz der regionalen Rivalität die Erwartung eines Ostschweizer-gegen-Berner-Kampfes; sportlich entschieden jedoch die Gäste aus Bern das Fest für sich.
«das Duell der beiden Giganten»,
Mit diesem Bild beschrieb Lars Zaugg die Ausgangslage vor dem Anlass. Letztlich war es Staudenmann, der die Entscheidung zu seinen Gunsten traf.
Zahlen, Rahmen und Verlauf
Das Schwägalp-Schwinget zog laut Berichten rund 13'300 Zuschauerinnen und Zuschauer an. Zu Beginn des Tages sorgte die kühle Bergluft für Jacken statt Sommerkleidung, später dominierten Sonnenbrillen und Feststimmung. Insgesamt traten 90 Schwinger zum Wettkampf an, sie kämpften um die Nachfolge von Samuel Giger, der verletzungsbedingt nicht antreten konnte und forfait gab.
Als bester Einheimischer klassierte sich der ehemalige Schwingerkönig Armon Orlik auf dem 4. Rang. Die Begegnung zwischen Staudenmann und Schlegel – zwei der als «Giganten» bezeichneten Athleten – war eines der frühen Highlights: die beiden trafen bereits im ersten Gang aufeinander.
Auswirkungen für die Schwingersaison
Der Sieg auf der Schwägalp gibt Staudenmann im Hinblick auf die kommenden Feste Rückenwind. Für die Berner ist das Resultat ein positives Zeichen in einem Duell, das regional oft mit grosser Bedeutung aufgeladen wird. Zaugg zeigte sich konkurrenzfähig und erreichte mit dem Schlussgangplatz eine starke Platzierung, die seine Form dokumentiert.
- Festsieger: Fabian Staudenmann
- Finalist: Lars Zaugg
- Bestplatzierter Einheimischer: Armon Orlik (4. Rang)
- Teilnehmende Schwinger: 90
- Publikum: ca. 13'300
Kurzer Überblick der Topplätze
| Platz | Name |
|---|---|
| 1. | Fabian Staudenmann |
| 2. | Lars Zaugg |
| 4. | Armon Orlik |
Die Schwägalp-Veranstaltung gehört zu den klassischen Bergfesten im Schwingerkalender und wird jeweils von Publikum aus mehreren Kantonen besucht. Dass mit Staudenmann und Zaugg zwei Berner im Schlussgang standen, unterstreicht die Stärke der Berner Schwingerszene in dieser Saison.
Für die Zuschauerinnen und Zuschauer bot der Anlass neben sportlichen Höhepunkten das für Bergfeste typische Wechselspiel aus kühler Morgenluft und warmem Nachmittag, ergänzt durch regionale Festwirtschaft und Shuttle-Verkehr zur Arena. Die Abwesenheit von Samuel Giger aufgrund einer Verletzung blieb ein Thema – seine Startniederlage durch Forfait verschob die Favoritenrolle und eröffnete Raum für neue Sieger.
In der Gesamtbewertung des Wettkampfs bleibt der Triumph von Staudenmann ein markantes Zeichen: Ein Berner hat den Fuss des Säntis erobert, das traditionelle Bergfest endet damit mit einem Ausrufezeichen aus dem Kanton Bern.