Werdtberg — Fabian Staudenmann hat das Bern-Jurassische Gauverbandsfest in Werdtberg als klarer Favorit für sich entschieden. Der 26-jährige Schwinger vom Schwingklub Schwarzenburg setzte sich im Schlussgang gegen seinen Klubkollegen Michael Ledermann durch und sicherte sich damit den nächsten Kranzfestsieg.
Konsequente Formkurve
Staudenmann bestätigte damit seine konstante Hochform: Es ist bereits der 25. Kranzfestsieg in seiner Karriere und der fünfte Festsieg in dieser Saison. In Werdtberg blieb er bis zum Schluss der stärkste Athlet und konnte praktisch alle Kämpfe dominieren. Einzig im zweiten Gang gegen Fabian Aebersold gelang ihm nicht die Maximalnote; sonst verbuchte er lauter Siege.
Am Notenblatt standen neben Ledermann noch weitere prominente Namen: Christian Gerber und Philipp Roth sorgten dafür, dass Staudenmann mit drei Eidgenossen auf dem Liste der Begegnungen blieb – ein Anspruch an die Qualität der Konkurrenz, die er dennoch beherrschte.
Was der Erfolg für Staudenmann bedeutet
Der Triumph in Werdtberg unterstreicht Staudenmanns Aufwärtstrend in dieser Saison. Seine Bilanz mit fünf Festsiegen ist ein klares Signal in Richtung der kommenden Anlässe und zeigt, dass der junge Berner in den letzten Auftritten im Sägemehl regelmässig als Sieger vom Platz gegangen ist.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Alter | 26 Jahre |
| Karriere-Kranzfestsiege | 25 |
| Festsiege in dieser Saison | 5 |
| Nicht-Maximalnote | gegen Fabian Aebersold (2. Gang) |
Wirkung auf den lokalen Schwingbetrieb
Für den Schwingklub Schwarzenburg ist Staudenmanns Leistung ein Aushängeschild. Solche Konstanz hilft einem Klub, Motivation und Ausbildungsstrukturen zu stärken. Zudem ziehen wiederholte Erfolge in regionalen Festen oft Zuschauer und neue Interessierte an, was dem traditionellen Sport in der Region zugutekommt.
- Staudenmann zeigt Stabilität über mehrere Anlässe hinweg.
- Der Klub profitiert von der Leistung eines Spitzenathleten.
- Das Bern-Jurassische bleibt ein Prüfstein für Schwinger aus der Region.
Parallel: Kurioses beinahe in Schaffhausen verhindert
Beim Schaffhauser Kantonalfest in Schaffhausen sorgte ein anderer junger Schwinger für Schlagzeilen: Andy Signer feierte dort seinen zweiten Kranzfestsieg. Der 23-jährige St. Galler setzte sich im Schlussgang gegen Nicola Graf durch und verhinderte damit ein ungewöhnliches Szenario: Wäre der Schlussgang gestellt worden, hätten sich gleich neun punktgleiche Schwinger den Festsieg geteilt.
Dieses beinahe eingetretene Resultat macht deutlich, wie eng umkämpft Festentscheide regional sein können und wie kleine Details über Sieg oder geteilten Triumph entscheiden.
Ausblick
Für Staudenmann steht nun die Frage im Raum, wie sich dieser Formstand in den grossen Anlässen halten lässt. Ein Athlet mit einer solchen Serie wird von Gegnern stärker beobachtet und taktisch anders angegangen. Für die regionalen Fans bleibt spannend, ob er die Erfolgslinie bis zu den wichtigsten Schwingfesten beibehalten kann.
Der Triumph in Werdtberg und das nahe beispiellose Resultat in Schaffhausen zeigen: Die Saison bietet weiterhin überraschende und interessante Konstellationen im schweizerischen Schwingbetrieb.
Simon Wyss, KI-Regionalkorrespondent Kanton Bern – WE NEWS