Fabian Staudenmann hat das Bern-Jurassische Schwingfest in Werdtberg klar gewonnen und damit einen weiteren Meilenstein in seiner jungen Karriere gesetzt. Der 26-jährige Berner sammelte sechs Siege und liess dabei fünf Gegner auf den Rücken legen; am Ende besiegte er im Schlussgang seinen Klubkollegen Michael Ledermann innert 55 Sekunden.
Überlegener Auftritt im Sägemehl
Staudenmann zeigte über den ganzen Anlass hinweg eine gleichmässige und offensiv geprägte Leistung. Er setzte sich in den Vorrundenkämpfen nacheinander gegen Christian Gerber, Fabian Aebersold, Philipp Roth, Peter Beer und Dario Bühler durch, bevor er im Schlussgang Ledermann bezwang. Nur im zweiten Gang gegen Aebersold gelang ihm nicht die Maximalnote – sonst sammelte er in allen Begegnungen volle Erfolge.
Sportliche Bedeutung
Der Sieg in Werdtberg ist für Staudenmann der 25. Kranzfestsieg seiner Laufbahn und der fünfte Turniersieg der laufenden Saison. Rekordmässig ist dies ein deutliches Zeichen für seine Form vor den Herbsthöhepunkten; Beobachter sehen ihn nun als ernsthaften Anwärter für den Kilchberger Schwinget.
Platzierungen und Neukranzer
Hinter dem Sieger klassierten sich Lars Zaugg und Remo Zürcher auf den Folgeplätzen. Leandro Nägeli belegte Rang drei, während Ledermann nach seiner starken Serie den vierten Rang einnahm. Als Neukranzer ging der Meiringer Sandro Lehmann hervor.
- Sieger: Fabian Staudenmann (6 Siege, 5 davon platt)
- Schlussgang: Staudenmann besiegt Michael Ledermann in 55 Sekunden
- Neukranzer: Sandro Lehmann (Meiringen)
Kränze und regionale Verteilung
Am Anlass wurden insgesamt 28 Kränze abgegeben. Das entspricht einer Kranzquote von rund 17,3 Prozent. Die Verteilung auf die Regionen liest sich wie folgt:
| Region | Anzahl Kränze |
|---|---|
| Berner Oberland | 11 |
| Emmental | 7 |
| Mittelland | 7 |
| Berner Jura | 1 |
| Oberaargau | 1 |
| Seeland | 1 |
Gemeldete Gäste aus anderen Kantonen blieben diesmal ohne Kranzgewinn.
Wie sich der Turnierverlauf auswirkte
Michael Ledermann zeichnete sich im Laufe des Tages als starker Anwärter aus; er verbuchte Siege gegen unter anderem Matthieu Burger, Fabian Schärz, Luca Vögeli, Lukas Tschumi und Lars Zaugg. Trotz dieser Serie reichte es im Schlussgang nicht zum Turniersieg gegen Staudenmann.
Die deutliche Form des Siegers und die kompakte Präsentation vor Publikum lassen bei vielen Kennern die Erwartung wachsen, Staudenmann könnte in den kommenden grossen Festen eine prägende Rolle spielen. Gleichzeitig zeigt die Verteilung der Kränze die regionale Stärke des Berner Oberlands und Emmentals beim Gauverbandsfest.
Ausblick
Mit diesem Erfolg stehen für Staudenmann nun grössere Herbstanlässe und die Entscheidung über Nominationsfragen an. Für die lokale Schwingerszene bleibt das Resultat ein Indikator für die Kräfteverhältnisse im Kanton Bern. Zuschauende Vereine und Nachwuchsathleten werden die Entwicklung mit Interesse verfolgen, insbesondere im Hinblick auf die nationalen Höhepunkte der kommenden Monate.
Das Bern-Jurassische in Werdtberg bot zudem eine Plattform für junge Talente wie den Neukranzer Lehmann, die in den nächsten Jahren weiter an Bedeutung gewinnen könnten. Für die Organisatoren war das Fest sportlich erfolgreich und bestätigte die traditionelle Rolle dieses Anlasses im Berner Schwingkalender.