Der Aargauer Sozialpreis 2026 geht in die nächste Runde: 43 Projekte aus dem ganzen Kanton haben sich um die Auszeichnung beworben. Träger des Preises sind benevol Aargau und die drei Aargauer Landeskirchen; die Gesamtsumme beträgt 13'000 Franken. Die Organisatoren stellen die angemeldeten Initiativen auf der Website des Sozialpreises mit Kurzporträts vor und rufen die Bevölkerung zur Teilnahme am öffentlichen Online-Voting auf.
Breite des freiwilligen Engagements im Kanton
Die Bandbreite der eingereichten Projekte reicht von Initiativen, die Lebensmittel vor dem Wegwerfen retten, über Angebote, bei denen Seniorinnen und Senioren ihre Lebenserfahrung in Schulklassen einbringen, bis hin zu Projekten, die Menschen mit Fluchterfahrung als Sprachbegleitende ausbilden oder Bücher direkt bis vor die Haustür liefern. Diese Vielfalt zeige, «wie breit freiwilliges soziales Engagement im Aargau aufgestellt ist», schreiben die Aargauer Landeskirchen und benevol Aargau in einer gemeinsamen Mitteilung.
Mit 43 Eingaben liegt die Anzahl nur knapp unter dem Rekordjahr 2024, als 47 Bewerbungen eingingen. Das deutet auf ein anhaltend grosses Interesse hin, sich freiwillig und unentgeltlich für andere Menschen im Kanton einzusetzen.
Wie der Sozialpreis funktioniert
Der Aargauer Sozialpreis wird alle zwei Jahre vergeben. Er zeichnet Menschen, Gruppen und Organisationen aus, welche sich für Bereiche wie Integration, Bildung, Begegnung oder Solidarität engagieren. Ein zentrales Anliegen der Auszeichnung ist neben der Anerkennung auch, «gute soziale Projekte bekannter zu machen und andere zum freiwilligen Engagement zu motivieren», heisst es in der Mitteilung.
Die Vergabe erfolgt nicht ausschliesslich durch eine Fachjury: Das Publikum bestimmt mit. Das Online-Voting ist öffentlich und läuft bis zum 7. September 2026. Jede Person kann einem bevorzugten Projekt eine Stimme geben. Das Publikumsvoting macht einen Drittel der Gesamtbewertung aus; die übrigen zwei Drittel werden durch eine Fachjury beurteilt. Zur Jury gehören Vertreterinnen und Vertreter der Landeskirchen und von benevol Aargau sowie Persönlichkeiten aus Politik, Verwaltung und Medien.
«Die diesjährigen Bewerbungen zeigen, wie breit freiwilliges soziales Engagement im Aargau aufgestellt ist.»
Mitmachen: So stimmen Sie ab
Die Organisatoren haben auf der Website des Aargauer Sozialpreises alle Projekte mit einem Kurzporträt veröffentlicht. Dort finden Interessierte auch das Formular zum öffentlichen Online-Voting. Bei der letzten Austragung vor zwei Jahren gaben mehr als 3'000 Personen ihre Stimme ab; dieses Publikumsvotum macht einen bedeutenden Teil der Entscheidung aus.
- Wahlberechtigt: alle Personen (öffentliches Online-Voting)
- Frist: bis 7. September 2026
- Gewichtung: Publikumsvoting 1/3, Fachjury 2/3
- Preissumme: 13'000 Franken
Lokale Wirkung und Symbolkraft
Der Preis bietet den Projekten nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern vor allem Sichtbarkeit. Für lokale Initiativen kann eine Nominierung oder Auszeichnung die Reichweite erhöhen, neue Freiwillige ansprechen und die Kooperation mit Gemeinden oder Institutionen erleichtern. Gerade kleinere Projekte profitieren oft mehr von der öffentlichen Wahrnehmung als von der Geldsumme allein.
Die Beispiele aus den Bewerbungen zeigen konkrete Handlungsfelder: Lebensmittelrettung trägt zur Ressourcenschonung bei; Vorlese- oder Bringdienste stärken die Nachbarschaft; Angebote, in denen ältere Menschen Wissen weitergeben, fördern generationenübergreifende Begegnungen; Sprachbegleitung unterstützt Integration. Solche Aktivitäten wirken unmittelbar in Gemeinden und tragen zur sozialen Vernetzung im Kanton bei.
Ausblick
Nach Abschluss des Online-Votings wird die Fachjury die eingegangenen Bewertungen mit ihren Kriterien zusammenziehen und die Gewinnerprojekte bestimmen. Die Bekanntgabe der Preisträger erfolgt anschliessend – einen konkreten Termin nennt die Mitteilung nicht. Für die Bewerberinnen und Bewerber bietet die Teilnahme bereits einen Gewinn: Die Kurzporträts auf der Projektseite erhöhen die Sichtbarkeit und können neue Unterstützerinnen und Unterstützer anziehen.
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Anzahl Bewerbungen 2026 | 43 |
| Bewerbungen 2024 | 47 |
| Gesamtsumme Preise | 13'000 Fr. |
| Publikumsvoting endet | 7. September 2026 |
Für die Aargauer Gemeinden und zivilgesellschaftlichen Akteure bleibt der Sozialpreis ein Instrument, um Engagement sichtbar zu machen und Bewusstsein für lokale Bedürfnisse zu schaffen. Wer ein Projekt unterstützen oder sich freiwillig engagieren möchte, findet über die Projektporträts auf der Website konkrete Anlaufstellen.