Am Mittwoch, dem 12. August 2026, ist in Österreich eine partielle Sonnenfinsternis zu beobachten. Meteorologische Modelle und Stellungnahmen von Fachstellen deuten darauf hin, dass das Wetter landesweit günstige Beobachtungsbedingungen liefern dürfte. Der Mond wird die Sonne regional bis zu 89 Prozent bedecken; der Zeitpunkt des Ereignisses fällt mit dem Sonnenuntergang zusammen.
Wann und wie stark die Bedeckung ausfällt
Die regionalen Zeitpunkte variieren leicht: In der Bundeshauptstadt beginnt die partielle Bedeckung ab etwa 19:22 Uhr, das Maximum wird dort circa um 20:14 Uhr erreicht. In Bregenz startet das Schauspiel rund zwei Minuten später, das lokale Maximum liegt bei etwa 20:17 Uhr. Insgesamt handelt es sich um eine deutliche, aber keine totale Finsternis; im Vergleich zu Orten im hohen Norden, die eine totale Verdunkelung erleben, fehlen hier etwa elf Prozent bis zur Totalität.
| Ort | Beginn (lokal) | Maximale Bedeckung | Max.-Zeit |
|---|---|---|---|
| Wien | 19:22 Uhr | bis zu 89 % | 20:14 Uhr |
| Bregenz | 19:24 Uhr | bis zu 89 % | 20:17 Uhr |
Wetterausblick: Sichtbedingungen
Die aktuell vorliegenden Prognosen der GeoSphere Austria sehen für den Mittwochabend überwiegend wolkenfreie und sternklare Verhältnisse im ganzen Bundesgebiet. Das Hochdruckeinflussfeld, das derzeit für ruhiges Sommerwetter sorgt, sollte die Bewölkungsneigung gering halten. Lokal sind über dem Bergland einzelne Quellwolken möglich, dort kann die Sicht eingeschränkt sein.
- Bundesweit: überwiegend klar, gute Sicht auf das Ereignis
- Bergland / Alpensüdseite: vereinzelt Quellwolken, örtlich Schauer- oder Gewitterneigung möglich
- Empfehlung: Schutzbrille verwenden, niemals ungeschützt in die Sonne schauen
„Es ist wohl das spektakulärste Ereignis dieser Art seit der totalen Sonnenfinsternis am 11. August 1999“, so die GeoSphere Austria.
Sicherheitshinweis: Schutz für Augen
Unabhängig von der Wetterlage gilt die Warnung der Fachleute: Niemals direkt ohne geeigneten Augenschutz in die Sonne blicken. Für die Beobachtung werden zertifizierte Sonnenfinsternisbrillen empfohlen. Auch beim Fotografieren ist Vorsicht geboten: Ohne Filter kann die Kamera ebenso Schaden nehmen wie das Auge.
Astrophysikerinnen und Astrophysiker beschreiben das Ereignis als einen düsteren Sonnenuntergang, weil der Mond während des Untergangs einen großen Teil der Sonnenscheibe verdeckt. Das Phänomen ist astronomisch nur bei Neumond möglich, wenn der Mond zwischen Erde und Sonne steht. Wegen der leichten Neigung der Mondbahn kommt es allerdings nicht bei jedem Neumond zu einer Finsternis; durchschnittlich treten solche Ereignisse etwa zweimal pro Jahr auf, oft aber nur partiell sichtbar.
Für Beobachterinnen und Beobachter bedeutet das: Bei klarer Sicht bietet sich am Mittwochabend in großen Teilen Österreichs eine seltene Gelegenheit, eine ausgeprägte partielle Sonnenfinsternis am Horizont zu verfolgen. Besonders in tiefer gelegenen Regionen mit freier Sicht zum Westen ist das Schauspiel gut zu beobachten, sofern die lokale Bewölkung nicht störend wirkt.
Wettermodelle werden kurzfristig laufend aktualisiert. Für jene, die speziell für Beobachtungsorte genaue Hinweise wünschen, empfiehlt es sich, bis zum Nachmittag lokale Prognosen zu verfolgen und mögliche Wolkenfelder sowie lokale Schauertendenzen zu beachten.
Als Ressortleiterin Wetter übersetze ich die Modellprognosen in praktische Hinweise: Planen Sie, rechtzeitig einen freien Blick nach Westen einzurichten, prüfen Sie die lokalen Wolkenkarten und sorgen Sie für geprüften Augenschutz. Bei bewölktem Himmel sind alternative Standorte in niederen Lagen oder im Umland zu erwägen, um die besten Chancen auf freien Himmel zu nutzen.