Die Stadt Wien hat die Preisträger der diesjährigen Preise der Stadt Wien bekanntgegeben. In den zentralen Kultursparten werden Toni Schmale (Bildende Kunst) und Robert Menasse (Literatur) ausgezeichnet; die Preise sind jeweils mit 10.000 Euro dotiert. Darüber hinaus wurden weitere Persönlichkeiten aus Architektur, Medienkunst, Publizistik, Musik, Wissenschaft und Volksbildung geehrt.
Breites Spektrum an Auszeichnungen
Die Bekanntgabe am Donnerstag listet neben Schmale und Menasse mehrere weitere Namen aus unterschiedlichen Feldern: Gabu Heindl bekam den Preis in der Sparte Architektur, Enar de Dios Rodríguez den Preis für Medienkunst, Ingrid Brodnig wurde in der Sparte Publizistik ausgezeichnet, und die Gruppe Die Strottern erhielt den Preis in der Sparte Musik. Die Auszeichnungen würdigen Leistungen, die das kulturelle und wissenschaftliche Profil der Stadt prägen.
Weitere Preisträger in den Wissenschafts- und Bildungsbereichen sind:
- Barbara Prainsack — Geistes-, Sozial-, Kultur-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften (Politwissenschaftlerin)
- Günter Blöschl — Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (TU Wien)
- Irene Lang — Medizinische Wissenschaften (MedUni Wien)
- Hannes Sulzenbacher — Volksbildung (Qwien sowie Jüdisches Museum Wien)
Wertschätzung für freie Kunst- und Wissenschaftsorte
„Mit den Preisen der Stadt Wien würdigen wir herausragende Leistungen in Kunst, Kultur, Wissenschaft und Volksbildung – und damit auch jene Kräfte, die unsere Stadt offen, neugierig und zukunftsfähig halten“, sagte Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ).
Der Bürgermeister betonte laut Mitteilung, dass gerade in der aktuellen internationalen Lage sichtbar werde, welche Bedeutung Orte haben, „an denen Kunst und Wissenschaft frei arbeiten können“ — und erklärte Wien ausdrücklich zu einem solchen Ort.
Bedeutung und Folgen der Auszeichnungen
Die Preise der Stadt Wien sind nicht nur finanzielle Anerkennungen, sondern fungieren auch als sichtbares Zeichen städtischer Kulturpolitik: Sie stärken Profile von Institutionen und Einzelpersonen, schaffen Aufmerksamkeit für Projekte und Forschungen und können Förder- wie Kooperationsmöglichkeiten erleichtern. Preisträgerinnen und Preisträger aus Bereichen wie Volksbildung oder Publizistik tragen zudem zur öffentlichen Debatte und Vermittlung bei, was längerfristige Effekte auf Kulturvermittlung und Wissenschaftskommunikation haben kann.
| Sparte | Preisträger |
|---|---|
| Bildende Kunst | Toni Schmale |
| Literatur | Robert Menasse |
| Architektur | Gabu Heindl |
| Medienkunst | Enar de Dios Rodríguez |
| Publizistik | Ingrid Brodnig |
| Musik | Die Strottern |
| Geistes-/Sozial-/Kultur-/Rechts-/Wirtschaftswissenschaften | Barbara Prainsack |
| Mathematik/Info/Naturwissenschaften/Technik | Günter Blöschl |
| Medizinische Wissenschaften | Irene Lang |
| Volksbildung | Hannes Sulzenbacher |
Die Bekanntgabe zeigt die Bandbreite städtischer Förderpraxis: Von bildender Kunst über Wissenschaft bis zur Volksbildung werden unterschiedliche Felder aufgefangen. Damit verbindet die Stadt Wien symbolische Anerkennung mit konkreter finanzieller Unterstützung — ein Instrument, das sowohl Prestige als auch praktische Möglichkeiten für die Preisträgerinnen und Preisträger eröffnet.
Weitere Details zu den Einreichverfahren, Juryentscheidungen oder Veranstaltungen im Rahmen der Preisverleihung wurden in der Mitteilung nicht genannt.