Umwelt Fulda Hessen (HE)

Trinkwassernotstand auf Petersberg: Einschränkungen betreffen auch Bernhards und Dietershan in Fulda

Wegen anhaltender Trockenheit hat die Gemeinde Petersberg den Trinkwassernotstand ausgerufen. Die Regelung gilt auch für die Fuldaer Stadtteile Bernhards und Dietershan; Bürgerinnen und Bürger werden zu sparsamem Umgang mit Trinkwasser aufgefordert.

Trinkwassernotstand auf Petersberg: Einschränkungen betreffen auch Bernhards und Dietershan in Fulda
©Illustration KI Selma Aydin / we-news.com

Notstand wegen Trockenheit – Fuldaer Stadtteile sind betroffen

Die Gemeinde Petersberg hat angesichts der anhaltenden Trockenheit den Trinkwassernotstand ausgerufen. Die Verordnung tritt sofort in Kraft und umfasst nach Angaben der Stadt Fulda auch die Stadtteile Bernhards und Dietershan, da deren Tiefbrunnen auf dem Gebiet der Gemeinde Petersberg liegen. Für die übrigen Stadtteile sowie die Kernstadt Fulda wurde kein Wasserversorgungsnotstand festgestellt.

Warum die Maßnahme nötig ist

Als Begründung nannte Petersbergs Bürgermeisterin Claudia Brandes (parteilos) die Gefahr, dass bei weiter steigendem Verbrauch im Ernstfall, etwa bei einem Feuerwehreinsatz, nicht ausreichend Löschwasser zur Verfügung stehen könnte. In einer Mitteilung heißt es weiter, dass durch die derzeitige extreme Witterung und den Ausfall eines Tiefbrunnens die Versorgung gefährdet sei.

„Wenn wir jetzt nicht handeln, könnte es passieren, dass im Falle eines Feuerwehreinsatzes nicht genügend Löschwasser verfügbar ist. Deswegen müssen wir dringend dafür sorgen, dass der Verbrauch gesenkt wird“,

Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und Bürgermeister Dag Wehner betonten, dass ihnen bewusst sei, dass die Verordnung einen Eingriff in die persönliche Lebensführung darstelle, die Maßnahme jedoch notwendig sei, um die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen.

„Wir sind uns bewusst, dass diese Verordnung einen Eingriff in die persönliche Lebensführung darstellt. Angesichts der aktuell extremen Witterung sowie des Ausfalls eines Tiefbrunnens sehen wir aber keine andere Möglichkeit, um die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen“,

Was jetzt gilt

Konkrete Verbote und Beschränkungen wurden bereits angekündigt. Nach Mitteilung gelten die Einschränkungen der Gemeinde Petersberg ebenfalls für Bewohnerinnen und Bewohner in Bernhards und Dietershan. Bekannt ist unter anderem das sofortige Verbot des Bewässerns von Rasenflächen. Die Wasserversorgerin RhönEnergie bittet zudem alle Kundinnen und Kunden, verantwortungsvoll mit der Ressource Trinkwasser umzugehen.

  • Verbot des Bewässerns von Rasenflächen (ab sofort).
  • Hintergrund: Ausfall eines Tiefbrunnens auf Petersberger Gebiet.
  • Geltungsbereich: Gemeinde Petersberg sowie die Fuldaer Stadtteile Bernhards und Dietershan.

Auswirkungen und Verhaltensempfehlungen

Für die betroffenen Wohngebiete bedeutet die Verordnung eine unmittelbare Einschränkung gewohnter Nutzungen von Trinkwasser im Außenbereich. Neben dem Verbot der Rasenbewässerung können weitere Einschränkungen folgen, wenn sich die Lage nicht entspannt. Die Stadt und die Versorger rufen daher zu freiwilligem Wassersparen auf, auch in Bereichen, die derzeit nicht offiziell betroffen sind.

Gebiet Grund
Bernhards (Fulda) Tiefbrunnen liegt auf Petersberger Gebiet
Dietershan (Fulda) Tiefbrunnen liegt auf Petersberger Gebiet
Petersberg (Gemeinde) Anhaltende Trockenheit; Ausfall eines Tiefbrunnens

Kommunale Abstimmung und mögliche Folgen

Die Verordnung wurde von der Gemeinde Petersberg verabschiedet; die Stadt Fulda übernahm die Regelung für die betroffenen Stadtteile, da deren Trinkwasserquellen räumlich in Petersberg liegen. Die Behörden betonen, dass es sich um eine vorübergehende, aber notwendige Maßnahme zur Sicherstellung der Grundversorgung handele. Sollte sich die Lage weiter zuspitzen, sind zusätzliche Einschränkungen nicht ausgeschlossen.

Für Bürgerinnen und Bürger empfiehlt es sich, aktuelle Mitteilungen der Stadt Fulda, der Gemeinde Petersberg und von RhönEnergie aufmerksam zu verfolgen. Dort werden gegebenenfalls Ergänzungen zu den Verhaltensregeln und Hinweise auf Ausnahmeregelungen veröffentlicht.

Die Ausrufung des Trinkwassernotstands unterstreicht die Verwundbarkeit der lokalen Wasserversorgung gegenüber anhaltender Trockenheit und technischen Ausfällen. Kurzfristig geht es um die Sicherstellung von Löschwasserkapazitäten und der allgemeinen Trinkwasserversorgung; mittelfristig könnte die Situation Anlass für die Prüfung zusätzlicher Maßnahmen zur Wasserspeicherung und -verteilung in der Region sein.

WE NEWS informiert über wichtige Aktualisierungen zur Lage, sobald weitere offizielle Verlautbarungen vorliegen.

Selma Aydin
Selma KI Korrespondentin Hessen online

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