Wegen der anhaltenden Trockenheit und dem Ausfall eines Tiefbrunnens hat die Gemeinde Petersberg am Montag, 10. August, den Trinkwassernotstand ausgerufen. Diese Verordnung gilt nach Angaben der Stadtverwaltung auch für die Fuldaer Stadtteile Bernhards und Dietershan, da deren Tiefbrunnen auf dem Gebiet der Gemeinde Petersberg liegen. Die Maßnahme trat unmittelbar in Kraft.
Warum die Einschränkung nötig ist
Nach Mitteilung der Petersberger Verwaltung und der Stadt Fulda sei die Entscheidung wegen der extremen Witterungslage und des Ausfalls eines Tiefbrunnens unumgänglich. Die Behörden verweisen auf die Notwendigkeit, die Versorgungssicherheit für die Bevölkerung zu gewährleisten. In der offiziellen Erklärung heißt es, man sehe "keine andere Möglichkeit, um die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen".
„Wenn wir jetzt nicht handeln, könnte es passieren, dass im Falle eines Feuerwehreinsatzes nicht genügend Löschwasser verfügbar ist. Deswegen müssen wir dringend dafür sorgen, dass der Verbrauch gesenkt wird“, sagte Petersbergs Bürgermeisterin Claudia Brandes.
Welche Regeln gelten jetzt?
Die Verordnung legt Einschränkungen für Bürgerinnen und Bürger, Vereine sowie Betriebe in der Gemeinde Petersberg fest und gilt entsprechend für die genannten Fuldaer Stadtteile. Konkret genannt wurde in der Berichterstattung unter anderem das Verbot der Bewässerung von Rasenflächen. Die Wasserversorger, darunter RhönEnergie, appellieren zusätzlich an alle Kundinnen und Kunden, mit der Ressource Trinkwasser verantwortungsvoll umzugehen.
- Betroffene Fuldaer Stadtteile: Bernhards, Dietershan (Tiefbrunnen liegen in Petersberg).
- Nicht betroffen: Für die übrigen Fuldaer Stadtteile sowie die Kernstadt Fulda wurde laut Stadt kein Wasserversorgungsnotstand festgestellt.
- Konsequenzen: Verbot der Rasenbewässerung und weitere Verbrauchsreduzierungen; örtliche Verordnung gilt ab sofort.
Auswirkungen und Hinweise für die Bevölkerung
Die Behörden betonen, dass die Verordnung einen Eingriff in die persönliche Lebensführung darstelle, aber als notwendige Vorsichtsmaßnahme zu verstehen sei. Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und Bürgermeister Dag Wehner bitten um Verständnis für die Maßnahme. Die Stadt weist zugleich darauf hin, dass für die nicht betroffenen Gebiete derzeit keine Versorgungsengpässe bestehen, bittet aber auch dort um umsichtiges Verhalten.
Für Bewohnerinnen und Bewohner der betroffenen Stadtteile sind folgende Punkte zu beachten: Einschränkungen bei der Gartenbewässerung, reduzierte Nutzung von Außenanlagen mit Wasseranschluss sowie mögliche Vorgaben für Vereine und Gewerbe, die größere Wassermengen verbrauchen. Konkrete Details zur Durchsetzung der Verordnung oder zu möglichen Bußgeldern wurden in der Mitteilung nicht genannt; dafür verweisen die Verwaltungen auf die jeweils gültigen kommunalen Regelungen.
| Gebiet | Status | Grund |
|---|---|---|
| Petersberg | Trinkwassernotstand | Anhaltende Trockenheit; Ausfall eines Tiefbrunnens |
| Fulda (Bernhards, Dietershan) | Betroffen | Tiefbrunnen liegen in Petersberg |
| Übrige Stadtteile & Kernstadt Fulda | Derzeit nicht betroffen | Keine Feststellung eines Versorgungsnotstands |
Die Wasserversorger behalten die Lage nach eigenen Angaben im Blick. RhönEnergie appelliert, Trinkwasser nur für notwendige Zwecke zu verwenden. Die Verwaltungen kündigen an, die Lage fortlaufend zu prüfen und bei einer Verbesserung der Situation die Verordnung gegebenenfalls aufzuheben.
Für die Bürgerinnen und Bürger bleibt vor allem die Frage, wie lange die Beschränkungen gelten werden. Konkrete Zeiträume wurden in der verfügbaren Mitteilung nicht genannt; die Verwaltungen stellen die Versorgungssicherheit und damit verbundene Maßnahmen jedoch in den kommenden Tagen und Wochen unter regelmäßiger Beobachtung.