Die Hochschule Fulda hat am Wochenende das umfassend sanierte Gebäude 43 auf ihrem Campus feierlich eingeweiht. Nach einer rund dreieinhalbjährigen Bauzeit präsentiert sich das denkmalgeschützte Gebäude aus der Zeit um 1900 modernisiert und an die Anforderungen des Fachbereichs Angewandte Informatik angepasst. Träger der Investition ist das Land Hessen, das die Gesamtkosten in Höhe von rund 7,3 Millionen Euro übernahm.
Historische Substanz trifft zeitgemäße Nutzung
Das ehemalige Kasernengebäude wurde laut Hochschule kernsaniert: Es erhielt eine energetische Optimierung, barrierefreie Zugänge und neue Räume für Lehrveranstaltungen, studentisches Arbeiten sowie Verwaltungs- und Dekanatsbüros. Damit sollen Studierende und Lehrende künftig in verbesserten Rahmenbedingungen forschen, lernen und arbeiten können. Die Sanierung zielt zugleich darauf ab, historische Bausubstanz zu erhalten und mit heutigen Nutzungsanforderungen zu verknüpfen.
Fördermittel und Zuschüsse
Die Finanzierung der Baumaßnahme erfolgte vollständig durch das Land Hessen. Maßgeblich trugen zwei Programme zur Finanzierung bei:
- HEUREKA (Hochschulbauprogramm): 5,5 Millionen Euro
- COME-Hochschulen (Landesprogramm für energetische Sanierung): 1,8 Millionen Euro
In der Baumaßnahme spiegelt sich damit sowohl ein bildungspolitisches als auch ein energie- und klimapolitisches Engagement des Landes wider.
| Position | Betrag |
|---|---|
| HEUREKA | 5,5 Mio. € |
| COME-Hochschulen | 1,8 Mio. € |
| Gesamtkosten | 7,3 Mio. € |
Würdigung durch Hochschul- und Landesvertreter
Bei der Einweihung würdigten Vertreter aus Hochschule, Landespolitik und weiteren lokalen Gremien die gelungene Verbindung von Denkmalpflege und nachhaltiger Modernisierung. Der Hochschulpräsident betonte die sorgfältige Sanierung der historischen Bausubstanz und dankte den Beteiligten für ihre Arbeit. Er unterstrich, dass das Ergebnis die Anforderungen an ein modernes Hochschulgebäude erfülle.
„Das Ergebnis sei hocherfreulich und er sei den vielen beteiligten Akteurinnen und Akteuren außerordentlich dankbar.“
Finanzminister und Wissenschaftsvertreter hoben die Bedeutung des Projekts für die Landesziele hervor: Die energetische Modernisierung trage zum Klimaschutz bei und zeige, wie Denkmalpflege und Zukunftsfähigkeit zusammenwirken können.
Auswirkungen für Lehre, Studium und Stadt
Mit der Fertigstellung des Gebäudes verbessert sich die räumliche Infrastruktur für den Fachbereich Angewandte Informatik unmittelbar. Neben zeitgemäßen Lehr- und Arbeitsräumen wird das Gebäude künftig das Dekanat beherbergen. Für Studierende bedeutet das modernere Lernumgebungen, für Lehrende bessere Bedingungen zur Durchführung von Lehrveranstaltungen und Forschungsprojekten.
Auf kommunaler Ebene stärkt die Sanierung den Campuscharakter der Hochschule und kann positive Effekte auf die Stadt Fulda haben: eine attraktivere Hochschullandschaft fördert Austausch mit regionaler Wirtschaft, erleichtert Kooperationen und kann zur Standortbindung von Studierenden beitragen.
Ausblick
Das Projekt steht exemplarisch für die Herausforderungen und Chancen bei der Ertüchtigung historischer Gebäude für moderne Nutzungen. Die Hochschule Fulda hat mit der Sanierung einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Hochschulstandorte und zur langfristigen Qualität von Studium und Forschung geleistet. Wie sich die neuen Räume im Alltag von Lehre und Forschung bewähren, wird sich in den kommenden Semestern zeigen.