Neuer Nachwuchs für die Verwaltung: Laufbahn beginnt mit Studium und Praxiseinsätzen
Gießen. Das Regierungspräsidium Gießen hat am Standort jungen Nachwuchskräften den Start in den gehobenen Verwaltungsdienst eröffnet: 15 Personen wurden zu Inspektoranwärtern ernannt, erhielten die Ernennungsurkunden und wurden als Beamte auf Widerruf vereidigt. Die Begrüßung und die Amtsgeschäfte übernahm Abteilungsleiterin Sonja Heckrodt in Vertretung der Behördenleitung.
Die Anwärterinnen und Anwärter beginnen nun eine dreijährige Kombination aus akademischer Ausbildung und praktischer Verwurzelung in den Strukturen des Regierungspräsidiums. Kernstück ist der Studiengang „Bachelor of Arts – Public Administration“, der an der Hessischen Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit an den Standorten Gießen, Kassel und Mühlheim angeboten wird.
Studium, Praktika, Aufgabenfelder
Parallel zum Hochschulstudium werden die Anwärterinnen und Anwärter fünf Praktika in verschiedenen Fachdezernaten des Regierungspräsidiums absolvieren. Ziel ist es, die Bandbreite der Verwaltungsaufgaben kennenzulernen und praxiserprobte Kompetenzen zu entwickeln.
- Dauer des Studiengangs: drei Jahre
- Anzahl der Praktika: fünf
- Fächerbreite: Einführungen in mehr als 1.000 Aufgabenfelder des Hauses
Im Rahmen eines mehrtägigen Einführungsprogramms bekamen die neuen Anwärter bereits einen Überblick über die internen Abläufe und die sieben Abteilungen des Regierungspräsidiums. Dabei reichte die Themenpalette laut Behörde von „A wie Arbeitsschutz“ bis „Z wie Zuwanderung“ – ein Hinweis auf die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten im späteren Berufsalltag.
„Das ist ein besonderer Meilenstein in Ihrem Berufsleben. Sie haben im Auswahlverfahren bewiesen, dass Sie das Potenzial, die Ausdauer und den Geist mitbringen, den wir hier brauchen“,
so Heckrodt in ihrer Ansprache, verbunden mit guten Wünschen für die kommenden Jahre.
Wer startet die Laufbahn?
Die 15 Anwärterinnen und Anwärter, deren Namen vom Regierungspräsidium bekanntgegeben wurden, sind:
| Vorname | Name |
|---|---|
| Lennart | Abel |
| Arian | Aka |
| Chiara | Dewald |
| Chanel | Dick |
| Leonie | Graul |
| Sören Alexander | Hannes |
| Alina | Korobko |
| Deniz Inan | Külhan |
| Leonie | Lokwenz |
| Jonathan | Mrohs |
| Theresa Margarethe Radomila | Nippgen |
| Lucie | Reucker |
| Lara | von Schmieden |
| Aaron Marcel | Weiß |
| Laura Theresa | Zientek |
Die namentliche Bekanntgabe unterstreicht die lokale Verbundenheit: Viele der Anwärter werden während und nach ihrer Ausbildung innerhalb der regionalen Verwaltungsstrukturen tätig sein und so direkt zu Angeboten und Dienstleistungen in Hessen beitragen.
Auswirkungen auf die Region
Mit dem Studien- und Praxisplan sollen die Anwärter für eine Vielzahl von Aufgaben vorbereitet werden, die das Regierungspräsidium in Gießen und darüber hinaus betreffen. Die Ausbildung legt damit die Grundlage für künftige Personalstärke in Bereichen, die für Bürgerinnen und Bürger spürbar sind – von Arbeitsschutz und Infrastrukturaufgaben bis hin zu Fragen der Zuwanderung.
Für die Region bedeutet die Einstellung junger Verwaltungsfachkräfte gleichzeitig eine Investition in die Zukunft: Sie sichert personelle Kapazitäten in öffentlichen Dienststellen und fördert den Wissenstransfer zwischen Hochschule und Verwaltung.
Das Regierungspräsidium plant, die Nachwuchskräfte während der drei Jahre eng zu begleiten und ihnen Einblicke in die operative Arbeit der sieben Abteilungen zu geben. Damit sollen sie befähigt werden, komplexe Verwaltungsaufgaben eigenständig zu übernehmen, sobald der Studiengang und die Praktika abgeschlossen sind.