Radweg freigegeben — Breite, Baumschutz und Kosten
Der stadteinwärts führende Radweg an der Nedlitzer Straße in Potsdam ist wieder für den Radverkehr freigegeben worden. Die Strecke zwischen Esplanade und Kiepenheuerallee wurde auf einer Länge von 670 Metern erneuert und dauerhaft auf eine nutzbare Breite von 2,50 Metern ausgebaut, teilte die Landeshauptstadt mit.
Im Zuge der Bauarbeiten beseitigten die Arbeiter unter anderem Wurzelaufbrüche und Kantenabbrüche, die bislang die Sicherheit und den Fahrkomfort beeinträchtigten. Um den vorhandenen Baumbestand zu schützen und gleichzeitig die Befahrbarkeit des Weges zu sichern, wurden auf der Strecke sieben Wurzelbrücken installiert.
Finanzierung und Umfang der Arbeiten
Die Stadt nennt die Gesamtkosten der Baumaßnahme mit rund 209.200 Euro. Nach Angaben der Verwaltung wurden 75 Prozent der förderfähigen Kosten durch Finanzhilfen des Bundes aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ für Investitionen in den Radverkehr übernommen. Den verbleibenden Anteil trug der städtische Haushalt.
| Parameter | Angabe |
|---|---|
| Länge des Radwegs | 670 m |
| Ausbau-Breite | 2,50 m |
| Installierte Wurzelbrücken | 7 |
| Gesamtkosten | ≈ 209.200 € |
| Förderquote Bund | 75 % |
Parallelarbeiten an Fahrbahn und Gleis
Zeitgleich wurden im Bereich Am Schragen zwischen Kiepenheuerallee und Pappelallee Fahrbahn-Binder- und Deckschichten erneuert. Die Verkehrsbetriebe Potsdam GmbH nutzte die Sperrungen, um die Gleisquerung instand zu setzen: Auf einer Länge von 40 Metern wurden vier Schienenabschnitte erneuert. Außerdem wurden angrenzende Fahrbahnbereiche neu hergestellt.
- Fertigstellung des stadteinwärts führenden Radwegs: wieder befahrbar
- Baumschutz durch sieben Wurzelbrücken
- Gleis- und Fahrbahninstandsetzung im Abschnitt Am Schragen
Auswirkungen für den Alltag und Perspektiven
Mit der Freigabe des ausgebauten Radwegs verbessert sich die Durchgängigkeit einer wichtigen Nord-Süd-Verbindung für den Radverkehr innerhalb Potsdams. Eine durchgehend breitere und ausgebesserte Oberfläche erhöht die Sicherheit, insbesondere für Pendelnde, die täglich zwischen Innenstadt und Wohngebieten in Richtung Norden fahren. Die Integration von Wurzelbrücken zeigt zudem, dass bei Sanierungen zunehmend auf den Schutz des Straßenbaumsystems geachtet wird, was langfristig Baumerhalt und Wegestabilität verbindet.
Die Nutzung von Bundesmitteln aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ steht exemplarisch für die Förderpraxis bei Radverkehrsprojekten: Kommunen können damit Teile der Baukosten abdecken, wenn Kriterien der Förderprogramme erfüllt sind. Für Potsdam bedeutet das, dass städtische Mittel gezielt für ergänzende Maßnahmen eingesetzt werden können.
Nach Angaben der Stadt sind mit der Freigabe die Arbeiten in dem genannten Bereich abgeschlossen. Für Anwohnerinnen und Anwohner sowie Verkehrsteilnehmende dürfte die verbesserte Infrastruktur in den kommenden Monaten spürbar zur Entlastung von Engstellen und zur Erhöhung des Komforts beitragen.