Baustopp nach Entdeckung von Schadstoffen
Am Bahnübergang Kolkwitz-Nord, der die Bahnstrecke zwischen Cottbus und Lübbenau tangiert, sind die Arbeiten seit Ende Juni 2026 ruhend gestellt. Das Umweltamt Spree-Neiße hat einen Baustopp angeordnet, nachdem im Baufeld eine Kontamination von Boden und Grundwasser festgestellt wurde. Die zuständigen Stellen haben Untersuchungen veranlasst; ein Termin für die Wiederaufnahme der Arbeiten steht derzeit nicht fest.
Hintergrund der Arbeiten
Die laufenden Maßnahmen dienten der Erneuerung eines Schutzrohres der Trinkwasserleitung unter dem Bahndamm durch den Cottbuser Wasserbetrieb LWG. Diese Vorarbeiten stehen im Zusammenhang mit dem geplanten zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke zwischen Cottbus und Lübbenau. Ursprünglich war die Sperrung des Bahnübergangs für den Fahrzeugverkehr bis Ende August angekündigt.
Auswirkungen vor Ort
- Der Bahnübergang bleibt für Auto- und Lkw-Verkehr gesperrt.
- Geh- und Radweg sind weiterhin passierbar.
- Die LWG hat die Bauarbeiten am Trinkwasser-Bahndüker vorerst unterbrochen.
„Im Zuge der Bauarbeiten wurde eine Kontamination von Boden und Grundwasser festgestellt.“
Die Formulierung stammt von einer Sprecherin des Wasserbetriebs und wurde gegenüber Medien veröffentlicht. Weitergehende Angaben zur Art und zum Ausmaß der Verunreinigung liegen bislang nicht vor; auch die Ursache ist noch ungeklärt. Solange die Laborergebnisse und die Bewertung durch das Umweltamt fehlen, sind Maßnahmen und Zeitplan ungewiss.
Konsequenzen für Pendler und Anwohner
Für Pendler und Lieferverkehr bedeutet die anhaltende Sperrung eine Verlängerung von Umwegen. Konkrete Umleitungsrouten wurden kommunal bereits etabliert, können aber insbesondere für schwere Fahrzeuge längere Fahrzeiten bedeuten. Anwohnerinnen und Anwohner sind verunsichert, weil Fragen zur Qualität des Grund- und Trinkwassers offenbleiben. Die LWG als Wasserversorger hat die Arbeiten am Schutzrohr ausgesetzt, um Erstuntersuchungen zu ermöglichen.
Offene Fragen und nächster Schritte
Mindestens folgende Punkte sind in den kommenden Tagen und Wochen zu klären:
- Art und Konzentration der gefundenen Schadstoffe;
- Ausmaß und räumliche Begrenzung der Kontamination im Baufeld;
- Empfohlene Schutz- und Sanierungsmaßnahmen, falls erforderlich;
- Konkreter Zeitplan für die Wiederaufnahme der Bauarbeiten und damit für die Aufhebung der Sperrung.
| Fakt | Status / Angabe |
|---|---|
| Beginn der Arbeiten | Ende Juni 2026 |
| Ursprünglich geplantes Ende der Sperrung | Ende August 2026 |
| Aktueller Status | Baustopp durch Umweltamt; Untersuchungen laufen |
| Verkehr | Auto/Lkw gesperrt; Geh- und Radweg offen |
Die Stadt Cottbus sowie das zuständige Umweltamt und die LWG stehen in engem Austausch, wie mitgeteilt wurde. Sobald die Untersuchungsergebnisse vorliegen und das Umweltamt Konsequenzen festlegt, werden weitere Entscheidungen über die Fortsetzung der Bauarbeiten getroffen. Bis dahin ist vor allem mit längeren Verkehrswegen und anhaltender Unsicherheit bezüglich möglicher Folgen für Boden- und Trinkwasser zu rechnen.
Für betroffene Pendler und Anlieger empfiehlt es sich, aktuelle Hinweise von Stadtverwaltung, Landkreis und dem Wasserbetrieb LWG aufmerksam zu verfolgen, da sich die Lage kurzfristig ändern kann.