Die Bahnstrecke zwischen Cottbus und Lübbenau wird ab dem 13. Dezember für umfangreiche Bauarbeiten komplett gesperrt. Die Maßnahme ist Teil des zweigleisigen Ausbaus eines heute eingleisigen Abschnitts der Görlitzer Bahn. Laut Deutscher Bahn dauern die Arbeiten voraussichtlich ein Jahr; das zweite Gleis auf einer Länge von 29 Kilometern soll Ende 2027 in Betrieb gehen.
Was geplant ist
Der Verkehrsverbund Berlin‑Brandenburg (VBB) und die Deutsche Bahn haben angekündigt, dass Fahrgäste während der Sperrung weiterhin mit öffentlichen Verkehrsmitteln mobil bleiben sollen. Dazu gehört die planmäßige Verlängerung einer Regionalzugverbindung sowie ein umfassendes Buskonzept für die betroffenen Orte entlang der Strecke.
- Vollsperrung: Beginn am 13. Dezember für rund ein Jahr.
- Verlängerung RE20: Die Linie RE20 wird von Lübbenau über Calau bis nach Cottbus verlängert, sodass Linienverkehre zwischen Cottbus und Berlin erhalten bleiben.
- Ersatzverkehr: Ein flächendeckender Ersatzverkehr mit Bussen soll die Orte entlang des gesperrten Abschnitts bedienen.
- Ziel Inbetriebnahme: Ende 2027 nach rund einem Jahr Bauzeit.
Hintergrund der Baumaßnahme
Der betroffene Abschnitt der Görlitzer Bahn ist derzeit eingleisig. Historisch wurde das zweite Gleis nach dem Zweiten Weltkrieg als Reparationsleistung demontiert. Mit dem Wiederaufbau des zweiten Gleises sollen Kapazität und Zuverlässigkeit auf der Strecke verbessert werden. Die Bahn betont, dass eine umfangreiche Planung für den Ersatzverkehr erstellt worden sei, um Einschränkungen für Pendler und Reisende so gering wie möglich zu halten.
„Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln mobil bleiben“, schrieb ein Sprecher des Verkehrsverbundes Berlin‑Brandenburg.
Konkrete Auswirkungen für Cottbus
Für Fahrgäste in und um Cottbus bedeutet die Sperrung einerseits Veränderungen im täglichen Pendelverkehr, andererseits aber auch einen direkten Nutzen nach Abschluss der Bauarbeiten: Die zweigleisige Strecke soll künftig mehr Zugangebote und eine höhere Pünktlichkeit ermöglichen. Während der Bauzeit sind folgende Punkte für Cottbus relevant:
- Die Verlängerung der RE20 sichert die Verbindung zwischen Cottbus und Berlin auch während der Sperrung.
- Regionalbusse sollen die kleineren Stationen und Gemeinden zwischen Cottbus und Lübbenau anschließen.
- Die Deutsche Bahn kündigt an, in der kommenden Woche detailliertere Informationen zur Ausgestaltung des Nahverkehrs bereitzustellen.
| Datum | Ereignis |
|---|---|
| 13. Dezember | Beginn der vollständigen Streckensperrung |
| ca. 1 Jahr Bauzeit | Ausbau auf zwei Gleise über 29 km |
| Ende 2027 | Geplante Inbetriebnahme des zweiten Gleises |
Offene Fragen und Erwartungen
Mehrere Details bleiben vorerst offen: Die Deutsche Bahn will in den kommenden Tagen die genaue Ausgestaltung des Ersatzverkehrs vorstellen. Von Bedeutung sind etwa Taktfolgen der Ersatzbusse, Fahrzeitverlängerungen, Anschlüsse an andere Verbindungen sowie barrierefreie Umsteigemöglichkeiten. Für Pendler sind zudem Informationen zu Übergangsregelungen, Fahrpreisen und möglichen Erstattungen bei längeren Fahrzeiten wichtig.
Für die Region ist der Ausbau langfristig von Bedeutung. Zwei Gleise erlauben eine dichtere Zugfolge und mehr Verlässlichkeit im Nah- und Fernverkehr. Kurzfristig müssen Reisende und Kommunen jedoch mit Umstellungen im Alltag rechnen. Die Verkehrsbetriebe und die Bahn haben angegeben, die Erreichbarkeit während der Bauarbeiten sicherzustellen; konkrete Betriebspläne stehen noch aus.
Die Sperrung betrifft nicht nur Pendler zwischen Cottbus und Lübbenau, sondern auch Anschlüsse nach Berlin sowie Verkehrsbeziehungen innerhalb der Lausitz. Lokale Behörden, Verkehrsunternehmen und die Bahn werden in den kommenden Tagen und Wochen die noch offenen Fragen beantworten, damit Bewohner und Berufspendler ihre Fahrten entsprechend planen können.