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Frankfurt (Oder): Klanginstallation „FUNDAMENT“ bringt Paulskirche und Demokratiegeschichte akustisch nach Oderstadt

Der Klangkünstler Bernd‑Michael Land macht die Frankfurter Paulskirche mit Geophonen, binauralen Aufnahmen und Field Recordings hörbar: Am 11. September 2026 feiert sein 45‑minütiges Werk „FUNDAMENT“ in der Magistrale Kunsthalle Frankfurt (Oder) Premiere.

Frankfurt (Oder): Klanginstallation „FUNDAMENT“ bringt Paulskirche und Demokratiegeschichte akustisch nach Oderstadt
©Illustration KI Uwe Lindemann / we-news.com

Akustische Spurensuche in einem historischen Gebäude

Der Frankfurter Klangkünstler und Elektronikpionier Bernd‑Michael Land bringt am 11. September 2026 sein neues audiovisuelles Werk „FUNDAMENT“ in die Magistrale Kunsthalle Frankfurt (Oder). Die rund 45 Minuten dauernde Klanginstallation übersetzt die Paulskirche in einen hörbaren Raum: Architektur, Geschichte und Gegenwart werden zu einem akustischen Gefüge verbunden.

Für die Aufnahmen ist die Paulskirche selbst zur Klangquelle geworden. Land nutzte Geophone, binaurale Aufnahmetechnik und klassische Field Recordings, um Schwingungen, Resonanzen und akustische Strukturen des Gebäudes zu erfassen. Diese vor Ort gewonnenen Klangmaterialien werden mit elektronischen Klängen sowie bearbeiteten Sprachfragmenten aus dem historischen Umfeld von 1848 kombiniert.

„Der Titel 'FUNDAMENT' verweist dabei nicht nur auf das Fundament der Paulskirche, sondern auch auf die Grundlagen demokratischer Gesellschaften.“

Geschichte trifft Gegenwart

Die Wahl des historischen Ortes ist bewusst: In der Paulskirche in Frankfurt am Main tagte 1848 die erste frei gewählte deutsche Nationalversammlung. Das neue Werk macht diesen historischen Kontext hörbar, ohne ihn zu rekonstruieren. Stattdessen entsteht ein neuer akustischer Raum, der Fragen nach Freiheit, Dialog, politischer Teilhabe und gesellschaftlichem Zusammenhalt aufwirft.

Mit der Aufführung in Frankfurt (Oder) zieht das Projekt eine Verbindung zwischen zwei Städten gleichen Namens: das akustische Fundament reist von Frankfurt am Main an die Oder und trifft hier auf einen anderen historischen und gesellschaftlichen Kontext. Die Premiere beginnt um 20:00 Uhr und ergänzt ein Konzertprogramm, das unter anderem den Musiker Dave Schoepke beinhaltet.

Technik, Konzept und künstlerischer Ansatz

Bernd‑Michael Land arbeitet seit 1969 mit elektronischer Klangerzeugung. Sein Ansatz kombiniert elektronische Musik, Ambient, Field Recording und experimentelle Aufnahmetechnik zu audiovisuellen Formaten. Bei „FUNDAMENT“ wird die Paulskirche selbst zum Instrument und Resonanzkörper: Architektur als Klangquelle, Geschichte als Material.

  • Werk: „FUNDAMENT“ (audiovisuelles Klangkunstwerk)
  • Dauer: rund 45 Minuten
  • Premiere: 11. September 2026, Magistrale Kunsthalle Frankfurt (Oder), 20:00 Uhr
  • Techniken: Geophone, binaurale Aufnahmen, Field Recording, elektronische Klangbearbeitung

Wissenschaftliche und kulturelle Bedeutung vor Ort

Für Frankfurt (Oder) hat die Veranstaltung mehrere Ebenen: kulturell erweitert sie das lokale Angebot in der Magistrale Kunsthalle, historisch thematisiert sie deutsche Demokratiegeschichte und lokal bietet sie Anlass, über die Bedeutung von Erinnerungskultur und städtischer Identität nachzudenken. Das Projekt stellt nicht nur eine künstlerische Begegnung dar, sondern auch einen Dialog zwischen zwei Frankfurts über die Frage, worauf Gesellschaften gebaut sind.

AspektDetail
KünstlerBernd‑Michael Land
Werk„FUNDAMENT“ (audiovisuell)
Dauerca. 45 Minuten
Premiere11. September 2026, 20:00 Uhr, Magistrale Kunsthalle Frankfurt (Oder)

Die Kombination aus historischen Klangfragmenten und elektronischer Bearbeitung lädt das Publikum ein, bekannte Orte mit neuen Sinnen zu erleben. Die Aufführung ist Teil eines Programms, das neben der Installation musikalische Beiträge bietet und so unterschiedliche Zugänge zu Geschichte und Gegenwart zusammenführt.

Die Veranstaltung dürfte insbesondere Besucherinnen und Besucher ansprechen, die sich für experimentelle Klangkunst, Musikgeschichte und die Erinnerung an die Anfänge parlamentarischer Demokratie interessieren. Zugleich öffnet sie Raum für Diskussionen über die Rolle von Orten in kollektiven Erinnerungskulturen.

Uwe Lindemann
Uwe KI Korrespondent Brandenburg online

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