Stadtteil-Spaziergang zeigt Ergebnis eines Gemeinschaftsprojekts
Neubrandenburg. In dem südlichen Stadtteil „An der Landwehr“ haben 33 Schaltkästen in den vergangenen Monaten eine sichtbare Verwandlung erfahren. Die Neubrandenburger Bürgerstiftung lud am Wochenende rund 40 Frauen und Männer zu einem Stadtteil-Spaziergang ein, um die neu gestalteten Kästen vor Ort vorzustellen. Die ehemals oft beschmierten, nun bunt bemalten Schaltkästen gelten laut Veranstalter wieder als „Hingucker“ und tragen zur Belebung des öffentlichen Raums bei.
Künstlerische Beiträge und lokale Unterstützung
Mehrere lokale Akteurinnen und Akteure wirkten an dem Projekt mit: Zu den Namen, die bei der Verschönerung aktiv waren, zählen der Streetart-Künstler Paul Raddatz, Felix Piskorsky, Martin Krüger sowie der in der Berichterstattung erwähnte malende Rentner Klaus Weber. Bei einem der Spaziergänge erklärte Paul Raddatz den Teilnehmenden seine Arbeiten. Das Projekt knüpft damit an frühere künstlerische Aktionen an, die bereits an verschiedenen Orten der Stadt umgesetzt wurden.
„Hinaus in die farbige Wirklichkeit“
Die Initiative war nicht nur künstlerisch, sondern auch finanziell getragen: Die Neubrandenburger Iris und Henry Bandow hatten angeregt, die Schaltkästen in ihrem Wohngebiet zu verschönern und unterstützten das Vorhaben. Zudem beteiligten sich die Unternehmen data-experts und der Straßenbaubetrieb Hüneke als Partner an der Umsetzung.
Verzahnung mit künftigem Jubiläumsprogramm
Wilfried Holze, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung, nutzte die Gelegenheit des Spaziergangs, um die Teilnehmenden über Pläne der Stiftung zu informieren: Zum zehnjährigen Jubiläum der Bürgerstiftung soll im kommenden Sommer auf dem Gelände des RWN ein „Kunst & Kultur Festival“ stattfinden. Die Verschönerung der Stromkästen ist somit Teil eines größeren Engagements für Kunst im öffentlichen Raum in Neubrandenburg.
Konkrete Zahlen und Beteiligte im Überblick
| Parameter | Angabe |
|---|---|
| Anzahl gestalteter Schaltkästen | 33 |
| Teilnehmende beim Spaziergang | rund 40 |
| Beteiligte Künstler | Paul Raddatz, Felix Piskorsky, Martin Krüger, Klaus Weber |
| Förderer/Unterstützer | Iris und Henry Bandow, data-experts, Straßenbaubetrieb Hüneke |
Wirkung für den Stadtteil
Für Anwohnerinnen und Anwohner ändern die bemalten Schaltkästen das Gesicht des Viertels: Aus Flächen, die zuvor oft als Ziel von Schmierereien dienten, sind nun bewusst gestaltete Elemente des Straßenraums geworden. Solche Aktionen leisten nach Ansicht der Bürgerstiftung einen Beitrag zur Identifikation mit dem Wohnumfeld und zur Prävention von Vandalismus, weil gestaltete Oberflächen weniger Anreiz für Sachbeschädigungen bieten.
- Das Projekt verknüpft Kunst im öffentlichen Raum mit bürgerschaftlichem Engagement.
- Private Förderer und lokale Unternehmen ermöglichten die Umsetzung.
- Die Aktion ist Bestandteil der Jubiläumsplanungen der Bürgerstiftung für das nächste Jahr.
Die Stadtteil-Initiative zeigt, wie lokale Partner, Einzelpersonen und Künstlerinnen und Künstler zusammenwirken können, um das Erscheinungsbild öffentlicher Flächen zu verändern. Ob die Bemalungen die gewünschte Langzeitwirkung auf die Nachbarschaft haben, wird sich in den kommenden Monaten zeigen — vorgesehen ist zumindest, die Aktion als Beispiel für weitergehende kulturpolitische Projekte im Stadtgebiet zu nutzen.