Zwischen Müllheim und Neuenburg sind zwei stationäre Geschwindigkeitsmessanlagen in Betrieb genommen worden. Der Gemeindeverwaltungsverband (GVV) Müllheim‑Badenweiler begründet den Schritt mit der hohen Unfallhäufigkeit an der Richtberg‑Kreuzung an der Kreisstrasse K 4946. Die Anlagen überwachen das Tempolimit von 50 km/h in beiden Fahrtrichtungen.
Gründe für die Massnahme
Laut Mitteilung des GVV zählt die Richtberg‑Kreuzung zu den Knotenpunkten mit den meisten schweren Unfällen im Verbandsgebiet. Dort treffen Abbiege‑ und Querungsbeziehungen aufeinander, was das Unfallrisiko erhöht. Mit den festen Messsäulen will die Gemeindeverwaltung die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung stärker durchsetzen und dadurch zu mehr Verkehrssicherheit beitragen.
„Die Stelle zählt im GVV‑Gebiet zu den Kreuzungen mit den meisten schweren Unfällen. Mit der stationären Kontrolle stärken wir die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden – und unterstützen die konsequente Einhaltung von Tempo 50“, sagte Martin Löffler, Bürgermeister von Müllheim und GVV‑Vorsitzender.
Umfang, Kosten und Verfahren
Die beiden Messanlagen erfassen den Verkehr in beiden Richtungen. Gemäss Mitteilung sind Kauf, Montage und Start der Anlagen mit rund 250'000 Euro veranschlagt. Verstösse gegen das Tempolimit werden wie üblich von der zuständigen Bußgeldstelle bearbeitet; die Messungen erfolgen im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben.
| Ort | Strasse | Limite | Anzahl Messanlagen | Budget |
|---|---|---|---|---|
| Müllheim/Neuenburg | K 4946 (Richtberg‑Kreuzung) | 50 km/h | 2 | 250'000 Euro |
Erwartete Wirkung und Kritikpunkte
Der GVV erwartet, dass die neuen, fest installierten Messstellen zu einer spürbaren Reduktion gefährlicher Geschwindigkeitsüberschreitungen beitragen. Stationäre Anlagen wirken nachweislich präventiv, weil sie das Tempoverhalten dauerhaft beeinflussen können. Insbesondere an Kreuzungen mit starkem Quer‑ und Abbiegeverkehr sei eine solche Massnahme sinnvoll.
Gleichzeitig haben fixe Blitzer in anderen Regionen oft Diskussionen ausgelöst — etwa über Fragen der Verhältnismässigkeit, der Standorteignung oder die Verwendung der Erlöse aus Bussen. In der Mitteilung des GVV werden solche Debatten nicht thematisiert; festgehalten wird, dass die Messungen nach den gesetzlichen Vorgaben erfolgen und Verstösse von der zuständigen Stelle weiterbearbeitet werden.
Praktische Hinweise für Verkehrsteilnehmende
Autofahrerinnen und Autofahrer, aber auch Velofahrende und Fussgänger, sollten die Tempolimite an der Richtberg‑Kreuzung beachten. Die Messanlagen arbeiten in beiden Richtungen; ein Unterschreiten der Richtgeschwindigkeit kann insbesondere für Lenkerinnen und Lenker mit Anhänger oder beim Übergang von Landstrasse zu Ortsbereich relevant sein.
- Achten Sie bei Annäherung an die Kreuzung auf die Signalisation und halten Sie sich an Tempo 50.
- Planen Sie etwas mehr Zeit ein, falls Sie zu den Stoßzeiten unterwegs sind, um abruptes Abbremsen und gefährliche Manöver zu vermeiden.
- Bei Unsicherheit über einen möglichen Busseingang kontaktieren Sie die zuständige Bußgeldstelle oder die Verwaltung.
Regionale Einordnung
Die Inbetriebnahme ergänzt bereits bestehende stationäre Messstellen im Verbandsgebiet. Für die Region zwischen Müllheim und Neuenburg hat die Massnahme Signalwirkung: Sie zeigt, dass die verantwortlichen Behörden bereit sind, in technische Mittel zu investieren, um Unfälle zu verhindern. Ob die Massnahme zu einer langfristigen Reduktion schwerer Unfälle führt, wird sich in den nächsten Monaten und Jahren anhand von Unfallstatistiken und Auswertungen zeigen.
Die Kantonspolizei und die Gemeindebehörden bleiben zuständig für die Durchsetzung weiterer Verkehrsvorschriften und für ergänzende Massnahmen, etwa Verbesserungen der Signalisation oder bauliche Anpassungen, falls diese als notwendig erachtet werden.
Für Pendlerinnen und Pendler sowie Anwohnende bedeutet der neue Steuerungsfaktor «stationäre Messung» vor allem Eines: erhöhte Aufmerksamkeit und die voraussichtliche Anpassung des Fahrverhaltens an der Richtberg‑Kreuzung.