La Chaux-de-Fonds Neuenburg (NE)

Chefarzt der Radio-Onkologie wechselt von La Chaux‑de‑Fonds ans HFR – Nachfolge und Konsequenzen

Berardino De Bari, seit 2020 Chefarzt der Radio‑Onkologie im Réseau Hospitalier Neuchâtelois in La Chaux‑de‑Fonds, wird im Januar 2027 Chefarzt der Radio‑Onkologie am Hôpital fribourgeois (HFR). Er folgt auf Abdelkarim Said Allal, der nach 18 Jahren in den Ruhestand tritt. Die Personalrotation betrifft sowohl die Versorgung vor Ort als auch Kooperationen zwischen Spitälern.

Chefarzt der Radio-Onkologie wechselt von La Chaux‑de‑Fonds ans HFR – Nachfolge und Konsequenzen
©Illustration KI Redaktion / we-news.com

Der bisherige Chefarzt der Radio‑Onkologie am Réseau Hospitalier Neuchâtelois in La Chaux‑de‑Fonds, Berardino De Bari, wird Anfang 2027 die Leitung der Abteilung Radio‑Onkologie am Hôpital fribourgeois (HFR) übernehmen. Dies teilte das HFR in einer Mitteilung mit. De Bari folgt auf Abdelkarim Said Allal, der nach 18 Jahren als Leiter der Abteilung in den Ruhestand tritt.

Beruflicher Werdegang und Spezialgebiete

De Bari hat seine Facharztausbildung in Radio‑Onkologie in Rom abgeschlossen. Anschliessend war er Oberarzt in Lyon und arbeitete als Gastforscher in Brescia. In der Schweiz war er mehrere Jahre als Facharzt und Privatdozent am Centre Hospitalier Universitaire Vaudois (CHUV) in Lausanne tätig. Seit 2020 bekleidet er die Position des Chefarztes der Radio‑Onkologie beim Réseau Hospitalier Neuchâtelois, das die Versorgung in La Chaux‑de‑Fonds umfasst.

In La Chaux‑de‑Fonds war De Bari nach Angaben des HFR massgeblich an der Einführung «modernster Geräte» beteiligt, die nun auch am HFR eingesetzt werden. Seine klinische Forschung fokussiert auf Tumorerkrankungen des Magen‑Darm‑Trakts und des Urogenitaltrakts. Zudem arbeitet er mit hochspezialisierten Bestrahlungstechniken:

  • Stereotaktische Radiotherapie (SBRT)
  • Online‑Adaptive‑Radiotherapie (ART)
  • Oberflächengeführte Strahlentherapie (SGRT)

Daneben ist De Bari als Dozent bei der European Society for Radiotherapy and Oncology (ESTRO) aktiv und führt Weiterbildungen für die Internationale Atomenergie‑Organisation (IAEO) sowie die European School of Oncology durch.

«Es ist eine natürliche Entwicklung, dass ich nun am HFR arbeiten werde», sagte De Bari in der Mitteilung.

Auswirkungen für La Chaux‑de‑Fonds

Der Abgang eines Chefarztes berührt mehrere Ebenen: organisatorisch die Leitung der Abteilung, technisch die Weiterentwicklung der Behandlungsmöglichkeiten und regional die Kooperationen mit anderen Spitälern. Aus der Mitteilung geht hervor, dass Geräte und Techniken, die De Bari in La Chaux‑de‑Fonds eingeführt hat, auch am HFR verwendet werden. Das deutet auf bereits bestehende fachliche Verbindungen zwischen den Einrichtungen hin.

Konkrete Angaben zur Nachfolgeregelung in La Chaux‑de‑Fonds veröffentlichten die Quellen bislang nicht. Solche Wechsel können Übergangsphasen mit sich bringen, in denen die Abteilung interimistisch geführt wird oder Stellen neu ausgeschrieben werden. Für Patientinnen und Patienten bleibt zentral, dass die Kontinuität der Strahlenbehandlungen gewährleistet ist und geplante Therapien wie vorgesehen fortgeführt werden.

Prävention und Zusammenarbeit

De Bari betonte in der Mitteilung die Bedeutung der Früherkennung. Er wolle am HFR gemeinsam mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten die Prävention fördern. Dieser Fokus auf Prävention und Zusammenarbeit mit dem ambulanten Sektor ist für die Region relevant, da Früherkennung massgeblich zur Prognose von Krebserkrankungen beiträgt.

Person Funktion Bemerkung
Berardino De Bari Neu: Chefarzt Radio‑Onkologie am HFR (ab Jan. 2027) Seit 2020 Chefarzt Radio‑Onkologie in La Chaux‑de‑Fonds; Forschung und Lehre
Abdelkarim Said Allal Bis Ende 2026: Chefarzt Radio‑Onkologie am HFR Leitet die Abteilung seit 18 Jahren; tritt in den Ruhestand

Für die Bevölkerung von La Chaux‑de‑Fonds bedeutet der Wechsel zunächst einen Verlust auf Leitungsebene. Zugleich dokumentiert er die fachliche Vernetzung mit anderen Spitälern in der Schweiz. Wichtige Fragen zur konkreten Nachfolge und zur Sicherstellung der Versorgung vor Ort bleiben offen, bis die zuständigen Spitalleitungen weitere Informationen veröffentlichen.

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