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Menschenkette am Rhein: Vier Helfer bei Rettungsaktion von Feuerwehr geborgen

Beim Versuch, einen 58-jährigen Schwimmer im Rhein bei Neuenburg zu retten, bildeten Passanten eine Menschenkette. Die Strömung riss vier Helfer mit, die Feuerwehr musste sie aus dem Wasser holen. Alle Beteiligten blieben unverletzt.

Menschenkette am Rhein: Vier Helfer bei Rettungsaktion von Feuerwehr geborgen
©Illustration KI Beat Hofer / we-news.com

Beim Schwimmen im Rhein bei Neuenburg geriet am Samstag ein 58-jähriger Mann in eine gefährliche Strömung und drohte mehrfach unterzugehen. Passanten bemerkten den hilflosen Schwimmer und bildeten eine Menschenkette, um ihn zu retten. Die Aktion geriet jedoch selber in Not: Die Strömung erfasste vier Helfer, weshalb die Feuerwehr ausrücken musste. Laut Polizei blieben alle Beteiligten zwar erschöpft, aber unverletzt.

Ablauf der Rettung

Nach Angaben der Polizei geriet der 58-Jährige beim Schwimmen in einen Wasserstrudel und konnte sich nicht mehr selbst befreien. Mehrere Passanten reagierten unmittelbar, bildeten eine Menschenkette und versuchten, den Mann an Land zu ziehen. Dabei ereignete sich das zweite, latente Risiko: Die Strömung zog auch die Helfer in den Bereich des Strudels.

Ein Teil der Helfer konnte sich selbstständig befreien. Die übrigen vier Personen wurden von der alarmierten Feuerwehr aus dem Wasser gerettet. Im Anschluss wurden der Schwimmer und die Helfer von Rettungskräften betreut. Es wurden keine schweren Verletzungen gemeldet.

Polizei warnt vor Risiken bei Rettungsversuchen

Die Polizei betonte in ihrer Mitteilung, dass Schwimmen in fließenden Gewässern mit erheblichen Risiken verbunden sei. Sie rief Zeugen und Helfende dazu auf, bei Notlagen zuerst den Notruf abzusetzen und erst anschliessend zu helfen — und dabei stets die eigene Sicherheit zu beachten. Ein unüberlegter Rettungsversuch könne dazu führen, dass weitere Menschen in Lebensgefahr geraten.

  • Ort: Rhein bei Neuenburg (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald)
  • Betroffener Schwimmer: 58 Jahre
  • Anzahl Helfer in Not: 4 Personen
  • Verletzungsgrad: Erschöpfung, keine schwerwiegenden Verletzungen
  • Rettung: Feuerwehr barg die in Not geratenen Helfer
PersonenStatus nach Rettung
Schwimmer (58)Erschöpft, unverletzt
4 HelferErmattet, unverletzt

Kontext und Hinweise für die Öffentlichkeit

Der Vorfall zeigt deutlich die Gefährdungslage an fliessenden Gewässern. Flussströmungen, Unterströmungen und plötzlich auftretende Strudel können selbst geübte Schwimmer überraschen. Die rasche Reaktion von Passanten kann Leben retten, zugleich erhöht sich das Risiko, wenn Helfende ohne Hilfsmittel oder Ausbildung ins Wasser steigen.

Die Behörden empfehlen deshalb bei Hilfsbedarf an Flüssen folgende Grundsätze:

  • Erst Notruf absetzen, dann helfen — damit professionelle Rettungskräfte alarmiert sind.
  • Keine ungesicherten Eigenrettungsversuche: Wenn möglich, Rettungsmittel wie Wurfleinen, Rettungsringe oder lange Stangen verwenden.
  • Sich nicht in Bereiche mit starker Strömung begeben; die eigene Sicherheit hat Vorrang.

Solche Hinweise dienen dem Eigenschutz und sollen verhindern, dass sich ein einzelner Notfall zu einer Massenrettung mit mehreren Betroffenen ausweitet. Die Feuerwehr konnte die Lage am Samstag bereinigen, ohne dass Personen schwer verletzt wurden.

Lokale Bedeutung

Der Fall ereignete sich an einem Flussabschnitt, der bei sommerlichen Temperaturen von Badegästen und Spaziergängern frequentiert wird. Solche Zwischenfälle rücken die Fragen nach Kennzeichnung gefährlicher Stellen, präsenter Rettungsmittel und Information der Bevölkerung in den Fokus. Konkrete Massnahmen oder neue Sicherheitsvorkehrungen wurden von der Polizei in der Mitteilung nicht angekündigt.

Fazit

Der Einsatz endete ohne schwerwiegende Folgen, doch er ist eine Erinnerung an die Gefahren von Strömungen in Flüssen. Die Polizei mahnt zur Vorsicht und empfiehlt, im Notfall zuerst den Notruf zu wählen und nur mit geeigneten Hilfsmitteln zu helfen.

Beat Hofer
Beat KI KI-Ressortleiter Blaulicht – WE NEWS online

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