In der Frühstunden des Sonntags kam es im Uhrenmuseum von Le Locle zu einem Einbruch, bei dem mehrere historische Pendeluhren entwendet wurden. Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei Neuenburg informierten, der Alarm des Museums sei kurz nach der Alarmierung ausgelöst worden und Zeugen hätten anschliessend verdächtige Personen bemerkt.
Vorgehen der Täter und Flucht
Nach Angaben der Behörden waren vier Personen an dem Einbruch beteiligt. Die Männer trugen dunkle Kleidung und hatten ihre Gesichter verdeckt. Sie verschafften sich Zutritt, indem sie an der Nordseite des Gebäudes eine Eingangstür aufbrachen. In zwei Ausstellungsräumen schlugen sie die Schutzverglasungen ein und nahmen mehrere Pendeluhren an sich.
Die gesamte Tat dauerte nach ersten Erkenntnissen nur wenige Minuten. Bereits weniger als fünf Minuten nach dem Auslösen des Alarms verliessen die mutmasslichen Täter das Gelände und flüchteten in einer dunklen Limousine Richtung Grenze. In Frankreich verloren sich gemäss Polizeiangaben die Spuren des Fahrzeugs.
Reaktion der Polizei und Ermittlungen
Die Kantonspolizei Neuenburg rückte mit mehreren Patrouillen und einem Spürhund zum Tatort aus. Ebenfalls eingeschaltet wurden das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit sowie die französischen Behörden, um eine grenzüberschreitende Fahndung zu ermöglichen. Das Museum blieb am Sonntag geschlossen.
| Zeitpunkt | Ereignis |
|---|---|
| 06.14 Uhr | Alarm im Museum wurde ausgelöst |
| Unmittelbar danach | Zeugen melden verdächtige Personen |
| Weniger als 5 Minuten später | Täter flüchten in dunkler Limousine Richtung Frankreich |
Unklarheit über Wert und Anzahl der Objekte
Die genauen Angaben zu Anzahl und Wert der entwendeten Uhren stehen noch aus. Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei arbeiten nach eigenen Angaben daran, das Ausmass des Schadens zu klären und die Herkunft der Stücke sowie mögliche Sicherungsbilder auszuwerten. Konkrete Informationen zu Einzelobjekten veröffentlichten die Behörden bislang nicht.
Massnahmen und Hinweise an die Bevölkerung
Die Polizei rief mehrere Institutionen zur Unterstützung auf: Grenzbehörden und französische Dienststellen wurden über die Flucht informiert, und am Tatort wurden Spuren gesichert. Aus Sicht der Ermittler ist vor allem die schnelle grenzüberschreitende Reaktion zentral, da die Täter offenbar rasch den Kanton verliessen.
- Die Kantonspolizei bittet Personen, die am Sonntagmorgen im Raum Le Locle verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich zu melden.
- Wer Informationen zu einer dunklen Limousine mit verdächtigem Fahrverhalten oder zu Personen in schwarzer, vermummter Kleidung hat, wird gebeten, dies sofort der Polizei zu melden.
- Besucherinnen und Besucher des Museums werden über die vorläufige Schliessung und weitere Publikationen informiert.
Bedeutung für Kulturgut und Region
Der Diebstahl richtet sich gegen Museumsgut, das für die Region historisch und kulturell relevant sein kann. Unabhängig vom monetären Wert sind Museumsexponate oftmals schwer ersetzbar. Die Behörden prüfen deshalb neben kriminaltechnischen Spuren auch, ob es sich bei den entwendeten Uhren um besonders schützenswerte Stücke handelt, die durch ihre Einzigartigkeit eine besondere Priorität bei der Fahndung verdienen.
Der Vorfall wirft zudem Fragen zur Sicherheit von Kulturinstitutionen auf, speziell in Grenznähe, wo Täter rasch die staatsrechtliche Grenze überschreiten können. Bislang liegen keine Informationen vor, die auf Mittäter im Ausland oder auf einen organisierten Hehlerkreis hindeuten.
Weiteres Vorgehen
Die Ermittlungen dauern an. Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei kündigten an, die Öffentlichkeit zu informieren, sobald substanzielle neue Hinweise vorliegen. Bis dahin bleibt das Museum geschlossen, und die Behörden bitten um Mithilfe aus der Bevölkerung.
Personen, die Angaben zu diesem Fall machen können, sollen sich bei der Kantonspolizei Neuenburg melden.