In Neuenburg geriet am Samstag, 15. August, ein 58-jähriger Schwimmer beim Baden im Rhein in Schwierigkeiten, nachdem er offenbar von einem Wasserstrudel erfasst wurde. Passanten bildeten daraufhin eine Menschenkette, um den Mann ans Ufer zu bringen. Während des Rettungsversuchs wurden nach Angaben der Polizei vier Helfer ebenfalls von der Strömung mitgerissen und in Richtung des Strudels gezogen.
Ablauf des Einsatzes
Ein Teil der beteiligten Personen konnte sich eigenständig befreien. Für die anderen wurde die Feuerwehr alarmiert, die die Betroffenen aus der Gefahrenzone rettete. Im Anschluss versorgten Einsatzkräfte die Beteiligten vor Ort; alle Betroffenen, sowohl der Schwimmer als auch die Helfer, waren laut Polizei erschöpft, blieben jedoch unverletzt.
| Zeitpunkt | Ereignis |
|---|---|
| Samstag, 15. August | 58-Jähriger gerät in Strudel im Rhein |
| Unmittelbar danach | Passanten bilden Menschenkette, versuchen Rettung |
| Kurz darauf | Vier Helfer von Strömung erfasst, Feuerwehr alarmiert |
| Nach dem Einsatz | Alle Beteiligten erschöpft, aber unverletzt |
Hinweis der Polizei
«Die Polizei weist darauf hin, dass das Schwimmen in fließenden Gewässern erhebliche Risiken birgt.»
In ihrer Mitteilung betont die Kantonspolizei, dass Strömungen und Strudel auch geübte Schwimmer in Gefahr bringen können. Sie mahnt zu Vorsicht an besonders unübersichtlichen Uferstellen und empfiehlt, im Notfall zuerst die Rettungskräfte zu alarmieren, bevor man selbst aktiv wird.
Empfohlene Verhaltensregeln
- Zuerst Notruf wählen (Telefon 112/144 oder lokale Nummer), damit professionelle Hilfe unterwegs ist.
- Nur eingreifen, wenn keine Eigengefährdung besteht – sonst bleibt Abstand und Hilfe von Land aus leisten.
- Auf Strömungen, Strudel und unübersichtliche Ufer achten; Kinder überwachen.
Unüberlegte Rettungsversuche können die Lage verschlimmern und mehrere Personen in Gefahr bringen. Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass das Priorisieren der eigenen Sicherheit die Grundlage für jegliche Hilfeleistung sein muss.
Bedeutung für die Region
Der Rhein führt auf weiten Abschnitten starke Strömungen. In der Region Neuenburg kreuzen sich Badestellen, Bootsverkehr und naturbelassene Uferzonen, was die Gefahrenstellen schwer erkennbar macht. Solche Einsätze verdeutlichen, wie schnell eine Hilfsabsicht zum Einsatz für Rettungskräfte werden kann.
Die Feuerwehr und die Polizei betonen die Bedeutung präventiver Aufklärung: Schilder an Badestellen, lokale Hinweise und Informationskampagnen sollen dazu beitragen, riskantes Verhalten zu reduzieren. Konkrete Massnahmen oder zusätzliche Warnschilder in Neuenburg wurden in der Polizeimitteilung nicht erwähnt.
Was Tun bei Wasserunfällen?
Fachstellen empfehlen zudem einfache Hilfsmittel, die ohne Eigengefährdung helfen können, etwa Wurfsäcke oder lange Stangen von Ufer aus zu reichen. Solche Gerätschaften sollten allerdings nur von Personen eingesetzt werden, die sich damit auskennen. Bei Unsicherheit gilt: Notruf absetzen und Anweisungen der Rettungsleitstelle folgen.
Der Vorfall in Neuenburg endete ohne schwere Folgen. Dennoch dient er als Erinnerung daran, wie gefährlich fließende Gewässer sein können und wie wichtig bedachtes Handeln in Notsituationen ist.