Eine 70-jährige Frau aus Uster hat sich entschieden, ihr Leben mit Unterstützung der Sterbeorganisation Exit zu beenden. Laut dem Bericht hat sie die medizinischen und gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt; ein Psychiater bestätigte diese Voraussetzungen. Die betroffene Frau lebt in der Siedlung Sonnental und begründet ihren Entscheid mit unerträglichen Schmerzen und starken Einschränkungen durch Rückenleiden.
Die Entscheidung wurde in enger Absprache mit der Organisation getroffen, die Menschen begleitet, die einen assistierten Freitod wünschen und die dafür erforderlichen Kriterien erfüllen. Exit wurde 1982 gegründet und bezeichnet sich als erste Patientenverfügungs- und Sterbehilfeorganisation der Schweiz. Die Organisation zählt nach eigenen Angaben mehr als 200 000 Mitglieder und begleitete im Jahr 2025 1421 Menschen in den Tod.
Persönliche Motive und Umfeld
Die Frau schildert in ihrem Zuhause, wie sehr sie körperlich eingeschränkt ist. Jeder Schritt wirke sich auf ihr Wohlbefinden aus und mache den Alltag schwer. Sie betont, dass es ihr darum gehe, weiteres Leiden zu vermeiden und die Kontrolle über das Lebensende zu behalten. In einem der berichteten Zitate sagt sie:
«Die Schmerzen sind einfach zu gross»
Gleichzeitig plant sie, die Trauerfeier bewusst als fröhliches Fest zu gestalten. Dieser Wunsch verweist darauf, dass für sie Selbstbestimmung nicht nur den Moment des Todes, sondern auch die anschliessende Art des Abschieds umfasst.
Organisation und Zahlen
Die Rolle von Exit im Fall der Ustermerin ist die einer Begleiterin: Die Organisation überprüft die gesetzlichen und medizinischen Voraussetzungen, nimmt administrative Aufgaben wahr und begleitet die betroffene Person und ihr Umfeld. Die folgenden Eckdaten zu Exit geben Kontext:
| Jahr Gründung | Mitglieder (rund) | Begleitungen 2025 |
|---|---|---|
| 1982 | 200 000+ | 1421 |
- Der Entscheid wurde medizinisch bestätigt (Psychiater).
- Die Frau will die Gedenkfeier als positives Fest gestalten.
- Exit agiert als Begleitorganisation und prüft Voraussetzungen.
Lokale Bedeutung und offene Fragen
Für Uster wirft der Fall mehrere lokal relevante Fragen auf: Wie begleitet die lokale Gesundheitsinfrastruktur Menschen mit chronischen Schmerzen? Welche Beratungs- und Unterstützungsangebote stehen Betroffenen und Angehörigen in der Region zur Verfügung? Und wie geht die Gemeinde mit dem Thema Sterbebegleitung in der öffentlichen Diskussion um?
Der Fall zeigt, dass Sterbebegleitung für einige Menschen in Uster eine konkrete Option ist, wenn Schmerzen und Beeinträchtigungen das Leben unerträglich machen. Er ist auch ein Anlass für die öffentliche Debatte über Selbstbestimmung am Lebensende und die Rolle von Organisationen wie Exit in der Stadt und im Kanton Zürich.
Weitere lokale Behörden- oder Gesundheitsstellen haben sich in der Quelle nicht geäussert. Die Faktenlage beruht auf dem Bericht zur Person und den von Exit publizierten Zahlen. Gespräche mit Angehörigen, mit lokalen Gesundheitsdiensten oder mit der Gemeinde Uster sind in dem vorliegenden Bericht nicht enthalten.