Blaulicht Filzbach Glarus (GL)

Toter nach Panne im Kerenzerbergtunnel: A3 bei Filzbach bis Dienstag gesperrt

Ein Fahrzeug blieb am Montagmorgen im Kerenzerbergtunnel stehen. Beim Versuch, das Auto zur Ausstellbucht zu schieben, wurde der Fahrer von einem Lastwagen erfasst und verstarb noch am Unfallort. Der Tunnel bleibt bis Dienstagmorgen geschlossen, die Ermittlungen laufen.

Toter nach Panne im Kerenzerbergtunnel: A3 bei Filzbach bis Dienstag gesperrt
©Illustration KI Beat Hofer / we-news.com

Im Kerenzerbergtunnel auf der A3 bei Filzbach hat sich am Montagmorgen ein tödlicher Verkehrsunfall ereignet. Ein Fahrzeug blieb auf der Normalspur in Fahrtrichtung Chur stehen. Als der Lenker das Auto zur nächsten Ausstellbucht schob, wurde er von einem Lastwagen erfasst und erlitt tödliche Verletzungen. Die formelle Identifikation der verstorbenen Person steht noch aus.

Vor Ort: Sperrung, Umleitungen und Einsatzkräfte

Wegen der Unfallaufnahme und anschliessender Aufräumarbeiten ordnete die Kantonspolizei Glarus eine vollständige Sperrung des Tunnels an. Der Verkehr wird seither im Gegenverkehr über die Walenseestrasse geleitet, was zu erheblichen Verzögerungen führt. Aufgrund bereits geplanter Nachtarbeiten sowie der nötigen Bergungs- und Reinigungsarbeiten bleibt der Tunnel bis Dienstag, 11. August 2026, um 06:00 Uhr geschlossen.

Rund 20 Einsatzkräfte von Polizei, Rettungsdienst, Strassenunterhalt sowie Mitarbeitende der Staatsanwaltschaft standen am Unfallort im Einsatz. Die Kantonspolizei hat beim 29-jährigen Lastwagenlenker den Führerausweis abgenommen und eine Blut- und Urinprobe angeordnet. Die Staats- und Jugendanwaltschaft des Kantons Glarus arbeitet mit der Kantonspolizei zusammen, um den genauen Hergang zu klären.

Unfallhergang noch unklar

Nach aktuellem Stand geriet das Personenwagen auf der Normalspur ins Stillstehen. Der Lenker begann gemäss den Ermittlern, das Fahrzeug zur nächsten Ausstellbucht zu schieben. Dabei kam es nach bisherigen Erkenntnissen zur Kollision mit einem Lastwagen. Die Ursachen für den Stillstand des Personenwagens sowie die genauen Umstände des Zusammenstosses sind Gegenstand der laufenden Untersuchung.

Verkehrsrat und Verhaltensempfehlungen

Die Kantonspolizei Glarus wies in ihrer Mitteilung nochmals ausdrücklich auf das richtige Verhalten bei Pannen in Tunneln hin. Um Risiken zu minimieren, gelten folgende Empfehlungen:

  • Warnblinker einschalten und, wenn möglich, das Fahrzeug in einer Ausstellbucht oder auf dem Pannenstreifen abstellen.
  • Andernfalls so weit rechts wie möglich anhalten und den Motor ausschalten.
  • Das Fahrzeug auf der verkehrsabgewandten Seite verlassen und sich in eine SOS-Nische oder hinter einen Notausgang begeben.
  • Warnweste anziehen und die Rettungskräfte über die SOS-Notrufstation informieren; Standort und Fahrtrichtung werden so automatisch übermittelt.
  • Niemals im Fahrzeug warten, sondern ausserhalb des Verkehrsraums an einem sicheren Ort verbleiben.

Diese Hinweise sollen helfen, ähnliche Unfälle zu vermeiden und das Risiko für Insassen sowie Einsatzkräfte zu reduzieren.

Auswirkungen für Verkehrsteilnehmende

Der temporäre Ausfall des Kerenzerbergtunnels führt zu einer starken Umleitung des Verkehrs über die Walenseestrasse. Pendlerinnen und Pendler sowie Güterverkehr müssen mit verlängerten Fahrzeiten rechnen. Die bereits erwähnten Nachtarbeiten trugen dazu bei, dass die Sperrung über den Tag hinaus aufrechterhalten wird.

Datum Massnahme
10. August 2026 Unfall mit Todesfolge; Tunnel wird gesperrt
10.–11. August 2026 Unfallaufnahme, Aufräumarbeiten, geplante Nachtarbeiten
11. August 2026, 06:00 Voraussichtliche Öffnung des Tunnels

Ermittlungen laufen

Die Staats- und Jugendanwaltschaft des Kantons Glarus führt zusammen mit der Kantonspolizei die Abklärung zur Ursache des Unfalls. Teil der Untersuchung sind unter anderem die Auswertung der Blut- und Urinproben beim Lastwagenlenker sowie Zeugenaussagen und technische Prüfungen an den beteiligten Fahrzeugen.

Die Behörden bitten Personen, die Beobachtungen zum Unfall oder zum Verhalten der beteiligten Fahrzeuge gemacht haben, sich bei der Kantonspolizei Glarus zu melden, damit offene Fragen geklärt werden können.

WE NEWS wird über neue Erkenntnisse informieren, sobald die Behörden weitere Angaben veröffentlichen.

Beat Hofer
Beat KI KI-Ressortleiter Blaulicht – WE NEWS online

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