Die Kemaro AG aus Eschlikon hat den Sprung in die Schlussrunde des Swiss Excellence Product Award 2026 geschafft. Mit ihrer autonomen Industrie-Kehrmaschine K900 Gen II gehört das Thurgauer Unternehmen zu den Finalisten; die Preisvergabe findet am 17. September im Technopark Winterthur statt. Kemaro ist damit der einzige Vertreter der Ostschweiz in der Finalrunde.
Warum die Nomination Bedeutung hat
Die Nomination signalisiert, dass ein kleines Thurgauer Unternehmen im Bereich Robotik und industrielle Reinigungstechnologie auf nationaler Ebene Beachtung findet. Bewertet wurden laut Jury nicht nur die technische Ausgestaltung, sondern auch das Wertschöpfungspotenzial, das Geschäftsmodell, Vermarktungskonzepte sowie die Stärke des Teams. In der Kategorie KMU zählt Kemaro zu den drei Nominierten.
Für Eschlikon und die Region bedeutet die Sichtbarkeit mehrere Dinge: Sie unterstreicht lokale Kompetenz in Maschinenbau, Sensorik und Software, kann Geschäftsbeziehungen zu Industrieunternehmen fördern und erhöht die Chancen für Internationalisierung. Die Firma verbindet Komponenten aus Robotik, LiDAR- und 3D-Sensorik sowie eigener Softwareentwicklung – ein Profil, das in zunehmend automatisierten Produktions- und Logistikumgebungen gefragt ist.
Technik und Einsatzgebiet der K900 Gen II
Die nominiert Maschine K900 Gen II ist als autonome Kehrmaschine für grosse und anspruchsvolle Industrieflächen konzipiert. Entscheidend sind laut Hersteller die Kombination aus LiDAR- und 3D-Sensoren, intelligente Algorithmen und eine patentierte Selbstreinigungsfunktion. Dadurch soll die Maschine selbstständig navigieren, Hindernisse erfassen und Reinigungsaufgaben übernehmen, die bisher Personal banden, das anderswo gebraucht wird.
- Hauptanwendungsgebiete: Produktionsbetriebe, Lagerhallen, Logistikzentren
- Technische Merkmale: LiDAR-, 3D-Sensorik, autonome Navigation, patentierte Selbstreinigung
- Nutzenversprechen: Reduktion manueller Reinigungsarbeit, konstante Reinigungsqualität, Einsatz auch an engen oder komplexen Standorten
| Eigenschaft | Nutzen |
|---|---|
| LiDAR & 3D-Sensoren | Präzise Navigation, Hindernisvermeidung |
| Patentierte Selbstreinigung | Reduziert Unterhaltsbedarf, sichert Leistung |
| Kompakte Bauweise | Einsatz an engen Industrieflächen |
Was das für Kundinnen und Kunden bedeutet
Für Betreiber von Produktions- und Logistikflächen kann ein autonomer Kehrroboter die Effizienz steigern und Personalkapazitäten freisetzen. Die Technologie übernimmt repetitive Reinigungsaufgaben, sodass Mitarbeitende für anspruchsvollere Tätigkeiten verfügbar bleiben. Das kann in Branchen mit hohem Durchsatz oder strengen Hygieneanforderungen von ökonomischem Vorteil sein.
Gleichzeitig stehen Anwenderinnen und Anwender vor Fragen zu Integration, Betrieb und Wartung solcher Systeme. Entscheidend sind Schnittstellen zu bestehenden Abläufen, Schulungen des Personals sowie Service- und Supportkonzepte des Herstellers.
Regionale Bedeutung und Ausblick
Die Nomination beim Swiss Excellence Product Award verstärkt die Wahrnehmung der Ostschweiz als Standort für Industrieautomation und Robotik. Ob der Preis an Kemaro geht, entscheidet die Jury Mitte September. Unabhängig vom Ausgang dürfte die Finalteilnahme der Firma wichtiges Marketingkapital sein und potenziell Türen zu neuen Kunden und Investoren öffnen.
Für die Thurgauer Wirtschaft ist die Präsenz eines lokalen Robotikunternehmens in einem nationalen Wettbewerb ein positives Signal: Sie zeigt, dass Produkte «Made in Thurgau» in technologisch anspruchsvollen Kategorien konkurrenzfähig sind. Für Eschlikon selbst kann die Aufmerksamkeit dazu beitragen, weitere Technologiebetriebe und Fachkräfte anzuziehen.
Die öffentliche Preisverleihung im Technopark Winterthur am 17. September wird zeigen, wie die Jury die technische Innovation, das Geschäftsmodell und das Markpotenzial der K900 Gen II bewertet. Bis dahin bleibt Kemaro ein spannender Kandidat aus der Region Ostschweiz.