Die Reformierte Kirche Kanton Luzern und die Spitex Stadt Luzern starten ein gemeinsames Projekt zur Gesundheitsseelsorge. Die Kirche beschäftigt neu einen spezialisierten Seelsorger, der in die Strukturen der Spitex eingebunden ist und Patientinnen und Patienten zusätzlich zur Pflege spirituell begleitet. Das Angebot steht Menschen aller Konfessionen offen.
Seelsorger in den Brückendienst integriert
Der eingesetzte Spezialseelsorger, Markus Naegeli, ist gemäss Mitteilung in den Brückendienst der Stadtluzerner Spitex integriert. Damit kann die Seelsorge parallel zu pflegerischen Einsätzen angeboten werden. Die Kooperation nennt explizit Lebens- und Sinnfragen in schwierigen Übergangssituationen als zentrale Aufgabenfelder und legt einen besonderen Schwerpunkt auf Palliative Care.
Neben Naegeli werden in der Mitteilung auch Lilian Bachmann und Caroline Kriemler als Beteiligte an der Kooperation genannt. Konkrete Rollenbeschriebe für Bachmann und Kriemler nennt die Quelle nicht.
Regionale Abdeckung und Laufzeit
Der Brückendienst der Spitex ist in der Stadt Luzern sowie in 15 weiteren Gemeinden der Region tätig. Das Projekt «Reformierte Gesundheitsseelsorge» ist zunächst befristet und auf die Jahre 2026 bis 2028 angelegt. Wie die Finanzierung über die Projektlaufzeit erfolgt, wird in der Mitteilung nicht detailliert aufgeführt.
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Träger | Reformierte Kirche Kanton Luzern in Kooperation mit Spitex Stadt Luzern |
| Seelsorger | Markus Naegeli |
| Geografische Abdeckung | Stadt Luzern + 15 Gemeinden |
| Schwerpunkt | Palliative Care, Lebens- und Sinnfragen in Übergangssituationen |
| Projektlaufzeit | 2026–2028 (vorerst) |
Konfessionsübergreifendes Angebot
Das Angebot richtet sich ausdrücklich an Menschen unabhängig von ihrer Konfession. Damit verfolgt die Reformierte Kirche einen inklusiven Ansatz: Spirituelle Begleitung soll ergänzend zur medizinisch-pflegerischen Versorgung verfügbar sein, ohne konfessionelle Schranken. Konkret heisst das: Personen in palliativen Situationen, Angehörige in Abschieds- und Trauerphasen oder Menschen in existenziellen Übergängen können das Angebot nutzen.
Solche Dienste sind in der Praxis häufig gefragte Ergänzungen zur medizinischen Betreuung. Seelsorgerinnen und Seelsorger können Gespräche über Sinnfragen, religiöse Rituale, Abschiedsrituale oder einfach Präsenz und Begleitung anbieten – je nach Bedürfnis der Betroffenen.
Praktische Hinweise und Wirkung
- Das Angebot läuft vorerst bis Ende 2028 und wird im Rahmen des Projekts erprobt.
- Es wird parallel zu Spitex-Einsätzen angeboten und ist damit mobil in der Region verfügbar.
- Adressaten sind Patientinnen und Patienten, deren Angehörige sowie weitere Menschen in schwierigen Übergängen.
Wie stark die Nachfrage ausfallen wird und ob das Projekt nach 2028 fortgeführt oder ausgeweitet wird, hängt von Projektbewertungen und der Regionalkonzeption ab. Die Mitteilung nennt keine Zahlen zur Einsatzdauer pro Patientin oder Patient, zur Finanzierung oder zu personellen Ressourcen ausser der Nennung der beteiligten Personen.
Bedeutung für Luzern
Für Luzern ist die Zusammenarbeit zwischen Kirche und Spitex ein Beispiel für die Vernetzung sozialer und gesundheitlicher Angebote. In einer Zeit, in der palliative Angebote und Begleitung in der direkten Lebensumgebung an Bedeutung gewinnen, schafft das Projekt eine strukturierte Anlaufstelle für spirituelle Begleitung ausserhalb eines Spitals. Das kann die Versorgungsqualität am Lebensende verbessern und Angehörigen zusätzliche Unterstützung bieten.
Die kommenden Monate werden zeigen, wie das Angebot angenommen wird und welche konkreten Bedürfnisse in den Gemeinden bestehen. Die Reformierte Kirche Kanton Luzern und die Spitex Stadt Luzern haben mit dem Projekt eine Grundlage gelegt, um spirituelle Begleitung systematisch in die haus- und wohnortnahe Versorgung zu integrieren.