Die Bildungs-, Kultur- und Sportkommission (BKSK) des Grossen Stadtrats von Luzern hat an ihrer Sitzung vom 20. August dem Bericht und Antrag 18/2026 «Sanierung Leichtathletikanlage Allmend. Sonderkredit für die Ausführung» zugestimmt. Mit 7 zu 0 Stimmen bei zwei Abwesenheiten erteilte die Kommission den politischen Auftrag, die über 40-jährige Anlage zu erneuern. Die bewilligte Summe beträgt 9,32 Mio. Fr..
Warum die Sanierung notwendig ist
Die Allmend-Anlage dient dem Breiten- und Schulsport ebenso wie dem Spitzensport. Regelmässig finden auf der Anlage hochkarätige Wettkämpfe statt, namentlich das internationale Meeting «Spitzen Leichtathletik Luzern» (SLL). In der Kommission bestand Einigkeit darüber, dass der Zustand der Infrastruktur eine umfassende Erneuerung erfordert, um den heutigen Anforderungen an Betriebssicherheit, Trainingsqualität und die Durchführung internationaler Veranstaltungen gerecht zu werden.
Kostensteigerung und Begründung
Die Zustimmung erfolgte trotz deutlicher Mehrkosten gegenüber der ursprünglichen Vorstudie. Während die Vorstudie mit 4,5 Mio. Fr. kalkuliert hatte, liegt der bewilligte Sonderkredit nun bei 9,32 Mio. Fr.. Die Kommissionsmitglieder hinterfragten die Zunahme kritisch, anerkannten aber die Notwendigkeit der Massnahmen.
| Position | Betrag (Fr.) |
|---|---|
| Vorstudie (ursprüngliche Schätzung) | 4,50 Mio. |
| Bewilligter Sonderkredit | 9,32 Mio. |
Als Treiber der Mehrkosten nennt der Bericht vertiefte Abklärungen im Rahmen des Bauprojekts. Dazu zählen unter anderem:
- zusätzliche bauliche Massnahmen, etwa Tiefenfundationen für neue Anlagenteile zur Vermeidung späterer Setzungen;
- höhere Material- und Arbeitskosten im Bauumfeld;
- Erfordernisse für internationale Wettkämpfe, die in der Vorstudie noch nicht ausreichend berücksichtigt worden waren.
Langfristige Bedeutung für Luzern
Die Kommission bewertete die Sanierung trotz der Mehrkosten als notwendig und langfristig sinnvoll. Die Anlage sei ein wichtiger Bestandteil der Luzerner Sportinfrastruktur und trage sowohl zur Sportförderung vor Ort als auch zur Aussenwirkung der Stadt als Austragungsort nationaler und internationaler Leichtathletikveranstaltungen bei. Mit dem Postulat 105 «‹Spitzen Leichtathletik Luzern› soll weiter bestehen» befasste sich die Kommission ebenfalls; dieses wurde mit 7 zu 0 Stimmen bei zwei Abwesenheiten als erledigt abgeschrieben, was die Unterstützung für den Fortbestand des Meetings unterstreicht.
Die Entscheidung zeigt das Ringen zwischen haushälterischer Vorsicht und der Bereitschaft, in öffentliche Infrastruktur zu investieren. Für Sportvereine, Schulen und Veranstalter bedeutet die Sanierung Planungssicherheit; für die Stadtverwaltung stellt sich die Aufgabe, die Kostenkontrolle im weiteren Projektverlauf zu gewährleisten und den Nutzwert der Massnahmen transparent zu machen.
Ausblick
Konkrete Details zu Bauzeitraum, weiteren Etappen und Finanzierungsschritten werden in den kommenden Planungsphasen erwartet. Die Kommission hat mit ihrem Entscheid den Weg frei gemacht für die nächsten Ausführungsarbeiten. Ob und in welchem Umfang weitere finanzielle Anpassungen notwendig werden, hängt von den nächsten Abklärungen, Ausschreibungen und der Entwicklung der Baupreise ab.