Da Nang hat die zentralen Vorbereitungen für das Schuljahr 2026/27 als weitgehend abgeschlossen beurteilt. Bei einem Treffen mit Vertretern des Ministeriums für Bildung und Ausbildung unter der Leitung von Vizeminister Le Quan berichtete die stellvertretende Vorsitzende des Volkskomitees der Stadt, Nguyen Thi Anh Thi, über den Stand der organisatorischen und materiellen Vorbereitungen.
Organisation stabil, Lehrmitteldeckung gegeben
Die Stadtverwaltung zieht eine positive Zwischenbilanz: Die Organisation und der Betrieb der städtischen Bildungs- und Ausbildungsinfrastruktur verlaufen nach eigenen Angaben stabil. Besonders in der Primarstufe seien die Voraussetzungen für einen planmässigen Schulbeginn erfüllt. Die Bereiche Personalplanung, Unterrichtsorganisation sowie Betreuung der Schülerinnen und Schüler in Lern- und Lebensfragen seien weitgehend synchronisiert worden.
Ein konkretes Indiz ist die Versorgung mit Schulbüchern: Bis zum 28. September war der Bedarf an Lehrmitteln in der Stadt nach Angaben der Verwaltung «im Wesentlichen gedeckt». Das spricht dafür, dass Engpässe bei zentralen Unterrichtsmaterialien für das neue Schuljahr vermieden werden konnten.
Sechs Internate für Grenzgemeinden fertiggestellt
Als zentrales Infrastrukturprojekt hat Da Nang die Investition und den Bau von sechs mehrstufigen Internaten in Grenzgemeinden abgeschlossen. Die Stadt bezeichnet dieses Vorhaben als bedeutenden Schritt, nicht nur zur Verbesserung der schulischen Ausstattung, sondern auch zur Schaffung besserer Lern- und Lebensbedingungen für Schülerinnen und Schüler aus benachteiligten Gebieten.
Die neuen Einrichtungen sollen es ermöglichen, dass Kinder aus Grenzregionen in einer stabilen Umgebung wohnen und lernen können. Damit will die Stadt Abbrüche reduzieren und Zugangsbarrieren zu weiterführender Bildung verringern.
Weitere Massnahmen: Personal, Ausstattung, Zielsteuerung
Nach der städtischen Umstrukturierung der Bildungsinfrastruktur legt die Verwaltung den Schwerpunkt nun auf die Stabilisierung von Organisation, Personal und Betrieb. Wichtige Punkte sind:
- Überprüfung des Lehrerbedarfs auf allen Bildungsstufen, in allen Stadtteilen und für jedes Fach;
- Verbesserung der Einrichtungen und Lehrmittel, insbesondere für Berg-, Grenz- und benachteiligte Gebiete;
- Klar definierte Verantwortlichkeiten, Zeitpläne und Ziele für die Umsetzung der Aufgaben.
Die Stadt kündigte an, die Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium fortzusetzen und die lokalen Behörden, Abteilungen und Kommunen zur engen Koordination anzuweisen.
Kontext und mögliche Folgen
Die von Da Nang dargestellten Massnahmen zielen darauf ab, strukturelle Defizite in peripheren Regionen abzubauen und Bildungschancen zu verbessern. Die Fertigstellung der Internate könnte kurzfristig die Schulzugangsraten in Grenzgebieten stabilisieren und mittel- bis langfristig die Durchlässigkeit im Bildungssystem erhöhen, sofern parallele Massnahmen zur Lehrqualität und zu Unterstützungsangeboten folgen.
Die angekündigte Bestandsaufnahme des Lehrpersonals ist ein wichtiger Schritt: Ohne ausreichendes und fachlich passendes Personal können neue räumliche Kapazitäten nicht effektiv genutzt werden. Ebenso ist die Sicherstellung von Lehrmitteln und die Betreuung der Lern- und Lebensbedingungen zentral, damit Schülerinnen und Schüler von den Investitionen tatsächlich profitieren.
Die enge Abstimmung mit dem Ministerium deutet darauf hin, dass Da Nang seine Initiativen in einen nationalen Rahmen einbettet. Ob die städtischen Massnahmen als Modell für andere Regionen dienen können, hängt davon ab, inwieweit Ressourcen bereitgestellt und Erfolgsindikatoren systematisch erfasst werden.
In den kommenden Monaten wird sich zeigen, ob Personalrekrutierung, Qualitätsförderung und die Nutzung der neuen Internate die intendierten Effekte erzielen. Entscheidend wird bleiben, dass Infrastrukturinvestitionen von Konzepten zur Unterrichtsverbesserung und zur sozialen Unterstützung begleitet werden.