Am 29. September nimmt die Klimaaktivistin Greta Thunberg am Zurich Film Festival (ZFF) an einer Podiumsdiskussion zur Westsahara teil. Anlass ist die Weltpremiere des Dokumentarfilms «My Home of Wind and Sand», der die Protagonistin Najla Mohamed Lamin begleitet.
Film begleitet zehn Jahre im Exil
Der Film, unter der Regie von Patrick Wally, porträtiert Najla Mohamed Lamin, die in einem Sahrawi-Flüchtlingslager geboren wurde. Laut Ankündigung des ZFF beobachtet die Dokumentation Lamin über einen Zeitraum von zehn Jahren, in denen sie sich friedlich für die Westsahara engagiert und Familie gründet. In der Festivalankündigung heisst es, der Film zeige, wie sie «angesichts erneut aufkommender Spannungen über ihre Überzeugungen nachdenkt».
«Der Dokumentarfilm unter der Regie von Patrick Wally begleitet Najla Mohamed Lamin – geboren in einem Sahrawi-Flüchtlingslager – über einen Zeitraum von zehn Jahren, während sie sich friedlich in der Westsahara engagiert, Mutter von zwei Kindern wird und angesichts erneut aufkommender Spannungen über ihre Überzeugungen nachdenkt.»
Podium: Aktivismus, Menschenrechte und Klima
Bei der Podiumsdiskussion zum Thema „Widerstand und Aktivismus für die Westsahara“ werden neben Najla Mohamed Lamin und Regisseur Patrick Wally auch Greta Thunberg erwartet. Nach Angaben des Festivals wurde das Programm kurzfristig angepasst, damit Thunberg an der Veranstaltung teilnehmen kann.
Thunberg hatte 2025 bereits ein Sahrawi-Flüchtlingslager besucht und im Anschluss die Zusammenhänge zwischen dem dortigen Kampf, dem globalen Klima und Fragen der sozialen Gerechtigkeit betont. Die Präsenz der schwedischen Aktivistin dürfte die Debatte in Zürich stärker mit globalen Klimadiskursen verknüpfen.
Kontext und Bedeutung
Die Westsahara ist seit Jahrzehnten ein international umstrittenes Gebiet; die Lage dort und in den angrenzenden Flüchtlingslagern zieht internationale Menschenrechtsorganisationen und Aktivistinnen an. Die Verbindung von Filmvorführung und Podiumsdiskussion am ZFF setzt genau an diesem Schnittpunkt an: Es geht um Menschenrechte, aber auch um die Frage, wie regionale Konflikte und Klimafolgen zusammenhängen.
Für das Festival bedeutet die kurzfristige Programmänderung ein Signal: Zum einen wird ein Filmpublikum angesprochen, zum anderen findet eine politische Debatte in einem kulturellen Rahmen statt. Solche Veranstaltungen können die öffentliche Aufmerksamkeit auf wenig beachtete Konflikte lenken, aber auch die Frage nach Verantwortung und Unterstützung in der internationalen Gemeinschaft stellen.
Was an der Diskussion zu erwarten ist
- Persönliche Einblicke: Najla Mohamed Lamin schildert Erfahrungen aus ihrem Leben und Aktivismus über einen Zeitraum von zehn Jahren.
- Regieperspektive: Patrick Wally erläutert den filmischen Zugang zur Thematik.
- Globale Verknüpfung: Greta Thunberg bringt die Verbindung zur Klimagerechtigkeit und zur internationalen Solidarität ein.
Die genaue Zusammensetzung des Podiums und der Ablauf wurden vom Festival über seinen Instagram-Kanal kommuniziert; die kurzfristige Änderung im Programm unterstreicht die Dynamik, mit der Kulturveranstaltungen zu Orten politischer Debatten werden können.
| Element | Angabe |
|---|---|
| Film | «My Home of Wind and Sand» |
| Protagonistin | Najla Mohamed Lamin (geboren in Sahrawi-Flüchtlingslager) |
| Regie | Patrick Wally |
| Beobachteter Zeitraum im Film | 10 Jahre |
| Podiumsdiskussion | 29. September am Zurich Film Festival |
Die Diskussion in Zürich bietet eine Gelegenheit, lokale Festivalbesucherinnen sowie ein internationales Publikum miteinander zu vernetzen und die Debatten zu Westsahara, Menschenrechten und Klimagerechtigkeit sichtbar zu machen. Welche konkreten Forderungen oder Handlungsschritte aus der Veranstaltung hervorgehen, bleibt abzuwarten; der Fokus liegt zum gegenwärtigen Zeitpunkt auf der öffentlichen Sichtbarmachung der Thematik.