Deutschlandfunk Kultur bringt Publikum und Autor zusammen: In einer Live-Sendung aus dem Humboldt Forum in Berlin ist am Vormittag der Schriftsteller Lukas Rietzschel zu Gast. Die Veranstaltung richtet sich an Zuhörerinnen und Zuhörer vor Ort in der Mechanischen Arena sowie an das Radiopublikum in der ganzen Republik.
Ein Gespräch über Gegenwart und Herkunft
Im Zentrum steht Rietzschels jüngster Roman «Sanditz» (2026), in dem er die Geschichte der Familie Wenzel von den 1970er-Jahren bis zur Corona-Zeit nachzeichnet. Der Autor, 1994 in der sächsischen Oberlausitz geboren, hat sich in wenigen Jahren als eine prägnante literarische Stimme des Ostens etabliert. Seine Texte verhandeln Herkunft, Umbruch und Alltagsrealität; nicht zuletzt seine bisherigen Romane «Mit der Faust in die Welt schlagen» und «Raumfahrer» haben ihm Aufmerksamkeit eingebracht.
Das Format verspricht ein unmittelbares, dialogisches Erlebnis: Publikum und Moderatorinnen sollen miteinander ins Gespräch kommen, plaudern, streiten oder laut nachdenken. Rietzschel ist kein Unbekannter auf anderen Bühnen: Er ist auch als Dramatiker erfolgreich gewesen, etwa mit den Stücken «Das beispielhafte Leben des Samuel W.» und «Der Girschkarten». Persönliche und politische Erfahrungen, etwa seine seit 2017 bestehende Zugehörigkeit zur SPD, fließen in die öffentliche Wahrnehmung seines Werks mit ein.
Praktisches zur Veranstaltung
Die Sendung ist kostenfrei zugänglich; der Einlass beginnt vor der Live-Übertragung. Hier die wichtigsten Eckdaten:
- Ort: Mechanische Arena im Foyer des Humboldt Forums, Berlin
- Datum/Zeit: Beginn der Live-Sendung 12.05 Uhr, Einlass ab 11.50 Uhr, Gesamtdauer etwa 70 Minuten
- Sprache: Deutsch
| Programmpunkt | Info |
|---|---|
| Live-Beginn | 12.05 Uhr |
| Dauer | ca. 70 Minuten |
| Einlass | ab 11.50 Uhr |
Deutschlandfunk Kultur beschreibt die Produktion als ein Format, das «Radio ganz nah» erlebbar machen soll: Die Mechanische Arena fungiert als Raum für Begegnung zwischen Publikum, Moderatorinnen und dem Autor, die Sendung wird zugleich in die ganze Republik ausgestrahlt.
Kontext und Bedeutung
Rietzschels Stimme gilt als wichtiger Beitrag zur zeitgenössischen deutschen Literatur, gerade weil sie Verhältnisse in Ostdeutschland aus persönlicher Perspektive reflektiert. Seine Romane und Theaterarbeiten kreisen um das Spannungsfeld zwischen individueller Erinnerung und kollektiver Geschichte. Die Live-Sendung im Humboldt Forum ist damit mehr als eine Buchvorstellung: Sie ist ein Moment, in dem Literatur, Politik und Alltagsgeschichte öffentlich verhandelt werden.
Für Zuhörerinnen vor Ort bietet das Format die Möglichkeit, unmittelbar teilzunehmen und den Autor in einem dialogischen Rahmen zu erleben. Für die radiophone Öffentlichkeit bleibt die Sendung ein Fenster auf aktuelle Debatten in der deutschsprachigen Literatur.
Wer teilnehmen möchte, kann den kostenfreien Eintritt nutzen, die Veranstaltung ist als 70-minütiges Live-Event angelegt und richtet sich an alle, die Interesse an zeitgenössischer erzählender Literatur und an der gesellschaftlichen Verortung von Autoren haben.