Das internationale FIT-Festival kehrt in seiner 35. Ausgabe nach Lugano zurück. Die Veranstaltung, die sich dem Theater, Tanz und den darstellenden Künsten widmet, wird vom 29. September bis 11. Oktober 2026 zahlreiche Kulturorte der Stadt bespielen und lokale wie internationale Künstlerinnen und Künstler präsentieren. Die Organisatoren betonen die internationale Ausrichtung und den Dialog zwischen unterschiedlichen künstlerischen Sprachen.
Programm und thematische Schwerpunkte
Das Festival will inhaltlich aktuelle Fragen verhandeln. Zentrale Themen sind Konflikt, Erinnerung, Identität, Meinungsfreiheit, sozialer Wandel und das Verhältnis zu Macht. Die Veranstalter sehen das Theater als einen Ort, der Realität kritisch betrachten und Zeugnisse sammeln kann. In diesem Sinn heisst es in der Programmankündigung:
«Das Theater als einer der wenigen Orte, die noch immer in der Lage sind, die Realität kritisch zu betrachten, Zeugnisse zu sammeln und in einem zunehmend polarisierten internationalen Kontext Instrumente zur Reflexion anzubieten.»
Das Angebot verbindet Bühnenproduktionen mit Film, Gesprächen und partizipativen Projekten. Laut Programm werden geboten: über dreißig Aufführungen, ein Film, sechs Treffen mit Künstlern sowie redaktionelle Projekte und Initiativen zur kulturellen Teilhabe.
Internationales Teilnehmerfeld und lokale Einbindung
Die 35. Ausgabe bringt Produktionen aus 13 Ländern nach Lugano und stärkt damit die Rolle der Stadt als Plattform für zeitgenössische darstellende Künste. Aufgeführt sind Werke aus Argentinien, Elfenbeinküste, Ägypten, Frankreich, Deutschland, Italien, Libanon, Mexiko, Palästina, Spanien, Südafrika, Schweiz und Tunesien. Das Programm betont zugleich die Einbindung lokaler Kulturorte und Künstlerinnen und Künstler aus der Region.
- Datum: 29. September – 11. Oktober 2026
- Länder: 13
- Formate: über 30 Aufführungen, 1 Film, 6 Künstlergespräche
| Element | Angabe |
|---|---|
| Ausgabe | 35. |
| Zeitraum | 29.9. – 11.10.2026 |
| Teilnehmende Länder | 13 |
Eröffnung und besondere Projekte
Die Eröffnung des Festivals übernimmt eine Produktion der Tessiner Künstlerin argentinischer Herkunft Raissa Avilés. Das Werk mit dem Titel VIELLEICHT EIN KONZERT wird am 29. und 30. September im Teatrostudio LAC gezeigt. Laut Ankündigung bewegt sich das Stück zwischen Popkonzert und theatraler Reflexion; Figuren wie ein Mariachi-Musiker und ein glitzernder Cowboy begegnen einer Auseinandersetzung mit kreativer und persönlicher Autonomie in eingefahrenen Systemen.
Das Festival richtet sich an ein breites Publikum und umfasst neben Hauptvorstellungen auch ein Vorprogramm und partizipative Angebote. Ziel ist, das Theater als Raum für Diskussion und kritische Auseinandersetzung zu stärken und Zuschauerinnen und Zuschauer nicht nur als Konsumentinnen und Konsumenten, sondern als Zeuginnen und Zeugen künstlerischer Erfahrungen einzubinden.
Für Lugano bedeutet die Rückkehr des FIT-Festivals eine erneute Präsenz internationaler künstlerischer Formate und eine Chance für lokale Kulturinstitutionen, sich in einen grenzüberschreitenden Dialog zu stellen. Das Programm will die Stadt über gut zwei Wochen beleben und bietet neben hochkarätigen Produktionen Raum für Begegnung und Reflexion.