Das Drogenrehabilitationszentrum der Stadt Hue hat sich nach Angaben der Leitung schrittweise stabilisiert und verbessert seine Betreuung, Behandlung und die Reintegration der Teilnehmenden in die Gesellschaft. Am 11. August inspizierte Generalmajor Nguyen Thanh Tuan, Direktor der Polizei von Hue City, zusammen mit einer Sondereinsatzgruppe die Einrichtung.
Organisation und Zahlen
Seit dem offiziellen Beginn des regulären Betriebs am 1. März 2025 hat das Zentrum mehr als 200 Teilnehmende aufgenommen, betreut und behandelt. Von diesen haben bislang 78 Personen ihre Rehabilitationsphase abgeschlossen und sind in ihre Heimatgemeinden zurückgekehrt, wo sie weiterhin nachbetreut und bei der sozialen Wiedereingliederung unterstützt werden.
| Masszahl | Zahl |
|---|---|
| Aufgenommene Teilnehmende (seit 1.3.2025) | Über 200 |
| Abgeschlossene Rehabilitation | 78 |
| Teilnehmende in Berufsausbildung (genannt) | 60 |
Behandlung, Prävention und Ausbildung
Die Einrichtung verfolgt einen integrierten Ansatz: Neben medizinischer Behandlung stehen Aufklärung, Gesundheitsvorsorge und berufliche Qualifikation im Fokus. Die Leitung berichtet, dass Prozesse von der Aufnahme über Betreuung und Behandlung bis zur Übergabe in die Nachsorge kontinuierlich optimiert werden, sodass Abläufe «reibungslos» ablaufen.
In Kooperation mit der Politischen Akademie der Volkspolizei und der Politischen Schule Nguyen Chi Thanh bietet das Zentrum Schulungen zu rechtlichen und politischen Themen sowie zu Alltagskompetenzen an. Gleichzeitig koordiniert die Einrichtung mit dem städtischen Zentrum für Seuchenkontrolle medizinische Screenings auf gefährliche Infektionskrankheiten. Getestet wird demnach auf HIV, Hepatitis A, B, C sowie auf Tuberkulose, um gesundheitliche Risiken frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
Berufliche Integration als Kernziel
Ein zentrales Element der Rehabilitationsstrategie ist die berufliche Wiedereingliederung. Die Leitung hat Programme zur Berufsbildung etabliert und arbeitet mit externen Ausbildungsinstitutionen zusammen. So koordinierte das Zentrum mit dem Au Lac Vocational College Ausbildungsangebote für 60 Teilnehmende in den Bereichen industrielles Nähen und mechanisches Schweißen. Diese Massnahmen sollen die Chancen auf eine nachhaltige Beschäftigung nach Abschluss der Rehabilitation erhöhen.
- Medizinische Betreuung und Screening auf Infektionskrankheiten
- Schulung in Recht, Politik und Lebenskompetenzen
- Berufliche Ausbildung (z. B. Nähen, Schweißen) mit externen Partnern
Konsequenzen für Nachsorge und Gesellschaft
Die Betreuenden betonen, dass die erfolgreiche Reintegration nicht mit dem Abschluss der stationären Rehabilitation endet. Die übergebenen Fälle sollen weiterhin in den Herkunftsgemeinden begleitet werden; dies umfasst Nachsorge, Unterstützung bei der Jobsuche sowie weitere gesundheitliche Kontrolluntersuchungen. Die Kombination aus medizinischer Behandlung, Prävention, politischer Bildung und beruflicher Qualifikation zielt darauf ab, Rückfälle zu reduzieren und langfristig die gesellschaftliche Teilhabe der ehemaligen Betroffenen zu fördern.
Die jüngste Inspektion durch den Polizeidirektor signalisiert zudem, dass Sicherheitsbehörden und Gesundheitsverantwortliche die Entwicklung der Einrichtung aktiv verfolgen. Für die Stadt Hue bleibt die Herausforderung, die vorhandenen Strukturen weiter zu stabilisieren, Qualitätssicherung zu betreiben und ausreichende Übergangsangebote in den Gemeinden sicherzustellen, damit die Rückkehr in den Alltag gelingt.
Die vorgelegten Zahlen und Massnahmen geben einen Einblick in ein Modell, das Prävention, Gesundheitsversorgung und ökonomische Perspektiven verknüpft. Ob diese Kombination nachhaltig wirkt, hängt nun entscheidend von der Kontinuität der Nachsorge und der Verfügbarkeit von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen in den Regionen ab.