Das kantonale Amt für Umwelt hat am 7. August 2026 in den Lengwiler Weihern bei Kreuzlingen eine erhöhte Konzentration von Blaualgen festgestellt. Die betroffenen Gewässerabschnitte sind der Grossweiher und der Pfaffenweiher. Aufgrund der potenziellen Gefahr für die Gesundheit besonders von Kleinkindern und Hunden empfehlen die Stadt Kreuzlingen und die kantonalen Stellen, den Gewässerbereich zu meiden.
Konkrete Anweisungen für Bevölkerung und Tierhalter
Die Behörden geben klare Verhaltensregeln:
- Nicht schwimmen oder baden in den betroffenen Weihern.
- Kinder und Hunde fernhalten vom Wasser.
- Wasser nicht schlucken oder trinken.
- Wer Kontakt mit dem belasteten Wasser hatte, soll sich umgehend mit sauberem Wasser gründlich waschen. Bei Hunden sollte das Fell ausgewaschen werden.
- Treten Symptome wie Hautreizungen, Erbrechen, Durchfall oder Lähmungen auf, wird der Besuch einer Ärztin, eines Arztes oder eines Tierarztes empfohlen.
Was sind Blaualgen und wann treten sie auf?
Blaualgen kommen natürlicherweise in nahezu allen Gewässern vor und gehören zum Ökosystem. Sie können als schwebende Organismen, auf der Wasseroberfläche oder als Bewuchs auf Steinen oder am Ufer auftreten. Unter bestimmten Bedingungen, etwa bei hohen Temperaturen und Trockenheit, können sich Blaualgen massenhaft vermehren — dann spricht man von einer Blaualgenblüte. Sichtbare Hinweise auf eine solche Blüte sind unter anderem eine intensive Färbung des Wassers (grün, grün-blau, braun bis rötlich), auffällige Schaumbildung sowie flocken-, schlieren- oder teppichartige Schichten auf der Oberfläche.
Trotz der optischen Ähnlichkeit mit Verschmutzung handelt es sich bei Blaualgen in der Regel nicht um eine fremdverursachte Gewässerverschmutzung, da sie natürlicher Herkunft sind.
Toxine und Risiken
Einige Blaualgen-Arten produzieren für Menschen und Tiere gesundheitsschädliche Gifte, sogenannte Cyantoxine. In normalen Konzentrationen stellen diese meist keine Gefahr dar. Die Gifte werden vermehrt beim Absterben der Blaualgen freigesetzt und bauen sich innerhalb weniger Tage wieder ab. Trotzdem besteht während einer starken Blüte ein erhöhtes Risiko für akute Gesundheitsreaktionen, weshalb die Behörden zu Vorsicht raten.
"Nicht baden, Kinder und Hunde vom Wasser fernhalten"
Behördenkontakt und weitere Hinweise
Bei Verdacht auf eine Blaualgenblüte oder für weitere Auskünfte hat das Amt für Umwelt eine Kontaktmöglichkeit angegeben. Die zuständige Nummer lautet: 058 345 51 51. Die Meldung erfolgte öffentlich am 10. August 2026, nachdem die Messwerte vom 7. August vorlagen.
| Ort | Betroffener Weiher | Datum der Messung |
|---|---|---|
| Kreuzlingen (Lengwiler Weiher) | Grossweiher, Pfaffenweiher | 7. August 2026 |
Die Behörden weisen darauf hin, dass Blaualgenblüten vor allem in stehenden Gewässern wie Seen, Weihern, beruhigten Stellen in Fliessgewässern oder Pfützen auftreten. Besucherinnen und Besucher von Naherholungsgebieten werden gebeten, die Warnhinweise zu beachten und riskantes Verhalten zu vermeiden.
Sollten nach Kontakt mit dem Wasser Symptome auftreten, ist rasches Handeln angezeigt: gründliches Abwaschen und gegebenenfalls medizinische Abklärung für Mensch oder Tier. Für Hundebesitzerinnen und -besitzer empfiehlt sich zusätzlich eine gründliche Fellreinigung; bei Krankheitsanzeichen ist ein Tierarzt zu konsultieren.
Die Stadt Kreuzlingen und die kantonalen Stellen stehen für Rückfragen zur Verfügung. Bevölkerung und Erholungsuchende werden gebeten, die Hinweise ernst zu nehmen, um gesundheitliche Risiken zu minimieren.