Die Stadt Aarau hat ein Baugesuch zur Aufwertung des Spielplatzes Rüchlig eingereicht. Der Platz, der sich in der Telli beim gleichnamigen Kraftwerk befindet und sowohl von Quartierbewohnenden wie auch von Spaziergängerinnen und Sporttreibenden rege genutzt wird, soll vor allem grüner und schattiger werden. Das Baugesuch liegt öffentlich auf und kann noch bis zum 7. September eingesehen werden.
Warum aufwerten?
In der Gesuchsunterlage hält die Stadtentwicklung fest, die bisherige Nutzungsqualität des Spielplatzes sei eingeschränkt. Konkret verweist sie auf fehlende Beschattung und eine zu geringe Begrünung mit negativen Folgen insbesondere an warmen Tagen. Zur Begründung heisst es in der Publikation:
«Die Aufenthaltsqualität ist aufgrund mangelnder Beschattung und einer geringen Durchgrünung eingeschränkt.»
Der Standort am Wasserufer macht den Spielplatz über das Quartier hinaus bekannt. Entsprechend hoch ist die Nutzung durch Erholungssuchende und Passantinnen, wodurch die gestalterische und ökologische Aufwertung zusätzlich an Bedeutung gewinnt.
Geplante Massnahmen
Die Stadt plant eine Kombination aus neuen Spielangeboten und Begrünungsmassnahmen. Vorgesehen sind unter anderem:
- Ein grosser Sandspielbereich
- Ein «facettenreiches» Wasserspiel
- Eine Spielkiste und eine Rutsche für Kleinkinder
- Eine Tischtennisplatte
- Zusätzliche Sitzgelegenheiten: eine Rundbank und eine Sitzbank
- Mehr Veloständer
- Pflanzung von vier Bäumen sowie Anlage naturnaher Mischstaudenflächen, Krautsäume und Wildsträucher
Die vier Bäume sollen mittelfristig durch Kronen und Blätter Schatten spenden. Die zusätzliche Vegetation zielt nicht nur auf Klimaanpassung, sondern auch auf eine höhere Aufenthaltsqualität und eine naturnähere Einbettung des Spielplatzes in die Uferlandschaft.
Kosten und Umsetzung
Im Baugesuch nennt die Stadt einen Kostenrahmen von rund 70'000 Franken für die gesamten Massnahmen. Konkrete Zeitangaben zur Ausführung sind im Gesuch nicht detailliert aufgeführt; das Verfahren sieht die öffentliche Auflage des Baugesuchs vor, danach folgen das Bewilligungsverfahren und die Umsetzung nach Abschluss der Planungsarbeiten.
| Position | Geplante Leistung |
|---|---|
| Spielangebote | Sandspiel, Wasserspiel, Rutsche, Spielkiste, Tischtennis |
| Infrastruktur | Sitzbänke, Rundbank, Veloständer |
| Begrünung | 4 Bäume, Mischstauden, Krautsäume, Wildsträucher |
| Geschätzte Kosten | ~70'000 Fr. |
Auswirkungen für Quartier und Nutzer
Die geplanten Anpassungen reagieren auf konkrete Nutzungssituationen: An heissen Tagen fehlt derzeit Schatten, die Verweildauer leidet darunter. Mit zusätzlichen Bäumen und naturnahen Pflanzungen dürfte das Mikroklima verbessert werden, was längere Aufenthalte und mehr Aufenthaltsqualität erwarten lässt. Die neuen Spielangebote erweitern das Angebot für verschiedene Altersgruppen und können zudem mehr Besucherinnen anziehen.
Gleichzeitig bringt eine Aufwertung Fragen nach Pflege und Unterhalt mit sich. Naturnahe Flächen benötigen oft spezifische Pflegekonzepte, und Bäume bedürfen in den ersten Jahren regelmässiger Pflege und Bewässerung. Solche Aspekte sind für die Langfristigkeit und Wirksamkeit der Massnahmen entscheidend.
Nächste Schritte
Interessierte Einwohnerinnen und Einwohner können das Baugesuch während der Auflagefrist prüfen und gegebenenfalls Einsprachen oder Stellungnahmen einreichen. Nach Abschluss der Auflage und der formellen Bewilligung wird die Stadt die Umsetzungsplanung konkretisieren und den Zeitplan bekannt geben.
Für das Quartier bedeutet das Projekt eine Chance, einen stark genutzten öffentlichen Raum klimaangepasst und attraktiver zu gestalten. Die geplante Kombination aus Schatten, Grünflächen und Spielmöglichkeiten entspricht gängigen Empfehlungen zur Anpassung städtischer Freiräume an wärmere Sommer.