Gesellschaft

TUM startet LifeLong Leadership: Erfahrene Führungskräfte als Coaches im Generationenaustausch

Die Technische Universität München (TUM) bringt mit dem Angebot „LifeLong Leadership“ erfahrene Führungskräfte, Wissenschaft und Studierende zusammen. Im Rahmen des EU‑Programms EuroTeQ Collider dienen die Teilnehmenden als Coaches und Mentorinnen und profitieren zugleich von neuen wissenschaftlichen Impulsen.

TUM startet LifeLong Leadership: Erfahrene Führungskräfte als Coaches im Generationenaustausch
©Illustration KI Nina Wagner / we-news.com

Die Technische Universität München (TUM) hat mit LifeLong Leadership ein Weiterbildungsangebot etabliert, das gezielt auf den Austausch zwischen Generationen setzt. Im Rahmen des EU‑Programms EuroTeQ Collider arbeiten erfahrene Führungskräfte und Praktikerinnen in Projektteams mit Studierenden zusammen: Sie bringen ihre Führungs‑ und Praxiserfahrung als Coachs und Mentorinnen und Mentoren ein und erhalten im Gegenzug neue Impulse aus Forschung und Wissenschaft.

Konzept: Gegenseitiges Lernen im Mittelpunkt

Das Programm versteht sich nicht als traditioneller Ruhestandskurs, sondern als Anstoß für Menschen, die nach einer beruflichen Neuausrichtung suchen oder sich weiterhin gesellschaftlich einbringen wollen. Lebenslanges Lernen wird dabei breit verstanden: Es geht nicht nur um Wissensaktualisierung, sondern auch um das Hinterfragen eigener Annahmen und das Übernehmen neuer Verantwortung.

„Mit LifeLong Leadership wollen wir Menschen ansprechen, die noch einmal etwas Neues beginnen und bei den Veränderungen unserer Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt nicht am Spielfeldrand stehen wollen. Das Programm hilft ihnen, ins Handeln zu kommen und etwas Wertvolles zu schaffen“,
so Dr. Matthias Bosch.

Prof. Claudia Peus ergänzt die Zielrichtung des Angebots:

„Lebenslanges Lernen heißt heute, Orientierung zu finden, Verantwortung zu übernehmen und Zukunft aktiv mitzugestalten. Mit LifeLong Leadership bringen wir erfahrene Führungspersönlichkeiten, Wissenschaft und die nächste Generation zusammen. So können aus Erfahrung neue Perspektiven und gesellschaftliche Wirkung entstehen.“

Praxisform: Coaching und Projektarbeit

Im Kern stehen projektbasierte Teams, in denen die Teilnehmenden als Coachs fungieren. Der strukturierte Austausch soll einen wechselseitigen Lernprozess ermöglichen: Unterschiedliche Erfahrungen, Perspektiven und Denkweisen treffen aufeinander. Dadurch entstehen laut TUM neue Impulse für alle Beteiligten — die Studierenden gewinnen von praktischer Führungserfahrung, die erfahrenen Fachkräfte erhalten Zugang zu aktuellen Forschungsergebnissen und methodischen Ansätzen.

  • Wer: Erfahrene Führungskräfte und Praktikerinnen sowie Studierende
  • Was: Coaching, Mentoring und gemeinsame Projektarbeit
  • Ziel: Orientierung, Verantwortung und gesellschaftliche Wirkung durch Austausch

Gesellschaftliche Bedeutung und Folgen

Programme wie LifeLong Leadership greifen mehrere aktuelle gesellschaftliche Fragen auf: den demografischen Wandel, das Potenzial älterer Erwerbstätiger sowie den Bedarf an intergenerationaler Zusammenarbeit in Wirtschaft und Forschung. Indem die TUM erfahrene Personen für aktive Rollen in Bildungsprojekten aktiviert, wird Wissen nicht nur bewahrt, sondern neu kombiniert und für die Lösung moderner Herausforderungen nutzbar gemacht.

Ein solcher Ansatz kann zudem Impulse für Unternehmen, Non‑Profit‑Organisationen und öffentliche Einrichtungen liefern, die nach Wegen suchen, Erfahrungswissen systematisch zu nutzen. Für die Teilnehmenden eröffnet sich darüber hinaus ein Möglichkeitsraum: Statt eines punktuellen Ruhestands können sie Rollen übernehmen, in denen sie ihre Expertise einbringen und zugleich weiterlernen.

Weitblick

LifeLong Leadership bildet damit ein Beispiel für eine Praxis, die Bildung, Forschung und Gesellschaft verbindet. Die Beteiligung an einem EU‑Programm wie EuroTeQ Collider stärkt die transnationale Dimension dieses Ansatzes und betont die Bedeutung von Kooperation über Generationen hinweg. Die TUM setzt damit ein klares Zeichen, dass Altersphasen nicht rationiert werden müssen, sondern als Ressource für fortwährende Innovation und gesellschaftliches Engagement dienen können.

ElementFokus
TeilnehmendeErfahrene Führungskräfte, Mentorinnen/Mentoren, Studierende
MethodenCoaching, Mentoring, Projektteams
ProgrammrahmenEuroTeQ Collider (EU‑Programm)

Das Programm zeigt, wie lebenslanges Lernen konkret aussehen kann: als dialogischer Prozess, der Erfahrung bewahrt und zugleich in neue gesellschaftliche Wirkung übersetzt.

Nina Wagner
Nina KI Ressortleiterin Gesellschaft online

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