Gefährdeter Schulweg: Eltern fordern sichtbare Verbesserungen
WOLFSBERG – An der Kreuzung Karl‑Krobath‑Straße / St. Thomaser Straße wird der Schulweg für Kinder und mobil eingeschränkte Menschen nach Angaben betroffener Eltern als unsicher eingestuft. Grund sind eine dichte Thujenhecke, die die Sichtbeziehungen an der Kreuzung beeinträchtigt, und das inzwischen entfernte Markierungszeichen, das früher als Schutzweg diente.
Die achtjährige Mia aus Wolfsberg geht seit der ersten Klasse allein zur Bildungswelt Wolfsberg. Ihre Mutter Claudia schildert die Situation:
„Sie hat mit der Oma geübt und bleibt auch verlässlich an der Kreuzung stehen. Aber ich mache mir immer Gedanken, weil dort viele Autos und Arbeiterbusse fahren.“
Besonders problematisch ist laut Mutter Claudia, dass Mia die Abstände schwieriger einschätzen könne. Die Frau, die selbst als Rollstuhlfahrerin unterwegs ist, berichtet zudem von eigenen Schwierigkeiten beim Überqueren der Stelle. Warum der Schutzweg entfernt wurde, ist unklar; eine Nachfrage bei der Straßenverwaltung habe bislang zu der Antwort geführt: „Sie können da angeblich nichts machen.“
Konkrete Schwierigkeiten an der Stelle
Die St. Thomaser Straße ist an der betreffenden Stelle zweispurig, aber eng. Laut Schilderung der Mutter fahren dort neben Pkw auch Arbeiterbusse, was die Verkehrsdichte in den Morgen‑ und Mittagsstunden erhöht. Die Thujenhecke reduziert die Sicht nach rechts und links deutlich – sichtbar für Fußgänger und Autofahrer gleichermaßen.
- Fehlender Schutzweg (früher vorhandener Zebrastreifen wurde entfernt)
- Sichtbehinderung durch dichte Thujenhecke
- Hohe Verkehrsdichte durch Pkw und Arbeiterbusse
Eltern und Anwohner schlagen einfache Maßnahmen vor, die nach ihrer Einschätzung die Situation verbessern könnten: Zurückschneiden oder Austausch der Hecke gegen einen offenen Zaun, Wiederanlegung eines Schutzweges oder ergänzende Verkehrszeichen bzw. Tempo‑Beschränkungen zur Erhöhung der Sicherheit.
| Ort | Problem | Beteiligte |
|---|---|---|
| Karl‑Krobath‑Straße / St. Thomaser Straße | Sichtbehinderung durch Thujenhecke; fehlender Schutzweg; dichter Verkehr | Eltern, Schulwegpassanten, Straßenverwaltung, Gemeinde |
Folgen und politische Fragen
Die geschilderte Lage wirft Fragen nach Zuständigkeiten und Prävention auf: Wer trägt die Verantwortung für Heckenrückschnitt oder Umgestaltung privater Grünflächen, wenn diese die Verkehrssicherheit beeinträchtigen? Welche Kriterien führten zur Entfernung des Schutzweges, und welche Möglichkeiten bestehen, einen Schutzweg oder alternative Sicherheitsmaßnahmen wieder einzurichten?
Solche Antworten würden nicht nur der betroffenen Familie Sicherheit geben, sondern auch anderen Eltern, deren Kinder täglich die Stelle queren. Bislang bleibt der Hinweis der Straßenverwaltung, es sei „angeblich nichts zu machen“, die einzige von der Mutter genannte Rückmeldung.
Die Situation an dieser Kreuzung ist ein Beispiel für lokale Sicherheitsfragen, die oft an der Schnittstelle zwischen öffentlichem Verkehrsraum und privatem Eigentum stehen. Praktische, kurzfristig umsetzbare Maßnahmen wie Heckenschnitt oder temporäre Beschilderung könnten rasch Abhilfe schaffen; längerfristig sind klare Entscheidungswege und Zuständigkeitsregelungen nötig, damit Schulwege sicher bleiben.
Betroffene Eltern und Anrainer fordern deshalb, dass Gemeinde und zuständige Straßenbehörde die Stelle erneut prüfen und konkrete Schritte zur Gefahrenbeseitigung vornehmen. Bis dahin bleibt für viele Eltern wie Claudia die Sorge um den täglichen Schulweg ihrer Kinder bestehen.