Partnerschaftsprojekt bringt zentrale Anlaufstelle für Landwirtschaft zurück nach Murau
Die generalsanierte Bezirkskammer in Murau ist offiziell eröffnet worden. Nach Jahren der Planung und Sanierungsarbeiten wurde das Gebäude als ein einmaliges Partnerschaftsprojekt wieder in Betrieb genommen. Zahlreiche Vertretende der bäuerlichen Organisationen, die Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom sowie lokale Mandatare und Funktionäre nahmen an der Feier teil.
Die Sanierung sieht eine klare Aufteilung der Nutzungen vor: Im Erdgeschoss sind die Räumlichkeiten der Bezirkskammer und der agrarischen Verbände untergebracht, inklusive des angebauten Sitzungssaales. Die beiden oberen Stockwerke wurden an einen Wohnbauträger übergeben und enthalten insgesamt sechs zeitgemäße Wohnungen. Während der Bauphase war die Bezirkskammer vorübergehend nach Winklern bei Oberwölz übersiedelt.
- Standortfunktion: Wieder zentrale Treffpunkt der Bauernschaft und landwirtschaftsnaher Verbände.
- Gebäudenutzung: Erdgeschoss für Kammer und Verbände, obere Stockwerke als Wohnraum.
- Zusätzliche Nutzende: Bezirksjagdamt ist im Gebäude vertreten.
„Jetzt ist die Bezirkskammer in Murau wieder der zentrale Treffpunkt der Bauernschaft und der ihr nahestehenden Verbände.“
Die Wiedereröffnung wurde von den Funktionären als ein bedeutender Schritt für die regionale Agrarstruktur gewertet. Martin Siebenhofer, Kammerobmann, sprach vom neuen „agrarischen Kompetenzzentrum des Bezirkes Murau“ und betonte die Absicht, hier die Zukunft aktiv mitzugestalten. Auch LK-Präsident Andreas Steinegger zeigte sich begeistert vom Ergebnis des Um- und Zubaus und erinnerte daran, wie lange um diesen Standort gerungen worden sei.
Bürgermeister Thomas Kalcher und Vizebürgermeister Martin Moser überreichten als Glückwunsch ein Murauer Stadtwappen an die Kammerleitung. Bei der Eröffnungsveranstaltung betonte Kalcher zugleich die Absicht der Gemeinde, dass auch das Bezirksgericht in Murau erhalten bleiben solle.
Weitere Nutzende und regionale Bedeutung
Im Rahmen der Eröffnung wurde auch die Präsenz des Bezirksjagdamtes im Gebäude hervorgehoben. Bezirksjägermeister Johannes Kendlbacher bezeichnete die Rückkehr als Zeichen der Zusammenführung: Die Servicestelle der Jagd betreut 271 Revieren und nahezu 2000 Jäger — ein Hinweis auf die Bedeutung des Standorts für die jagdliche Infrastruktur des Bezirks.
| Bereich | Funktion |
|---|---|
| Erdgeschoss | Bezirkskammer, agrarische Verbände, Sitzungssaal |
| Obergeschosse | 6 Wohnungen (Wohnbauträger) |
| Weitere Nutzende | Bezirksjagdamt (271 Reviere, fast 2000 Jäger) |
Bei der Feierstunde waren auch frühere Führungspersonen der Bezirkskammer anwesend: Kammerobmann Siebenhofer konnte seine beiden Vorgänger Thomas Wirnsberger und Martin Hebenstreit sowie die ehemalige Bezirksbäuerin Erika Güttersberger begrüßen. Die Beteiligung ehemaliger und aktueller Vertreter unterstreicht, dass es sich um ein Projekt mit längerer Vorgeschichte handelt.
Zum Eröffnungstag gehörte zudem ein Tag der offenen Tür; die Besucherinnen und Besucher konnten die sanierten Räumlichkeiten besichtigen. Das Projekt kombiniert damit öffentliche Nutzungen mit Wohnraum und stärkt die Präsenz agrarischer Dienste in der Stadt.
Aus Sicht der regionalen Landwirtschaft stellt die Rückkehr der Kammer an den Standort Murau einen organisatorischen und symbolischen Gewinn dar: Die zentrale Erreichbarkeit für bäuerliche Funktionsträger und Verbände sowie die Bündelung von Serviceleistungen (inklusive Jagdverwaltung) sollen die Zusammenarbeit und Beratung vor Ort erleichtern. Ob und in welchem Ausmaß sich daraus mittelfristig konkrete Verbesserungen für Beratungsangebote, Veranstaltungen und Servicezeiten ergeben, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.
Die Wiederinbetriebnahme markiert jedenfalls das Ende einer längeren Übergangsphase und setzt ein deutliches Zeichen für die Bedeutung Murau als Verwaltungs- und Versorgungsstandort im Bezirk.