Sanierungsverfahren führt zu groß angelegter Auktion in Fürstenfeld
Im Zuge des laufenden Sanierungsverfahrens der Hellweg Die Profi-Baumärkte GmbH wird das gesamte Warenlager der steirischen Filiale in Fürstenfeld versteigert. Das geht aus den veröffentlichten Unterlagen des Auktionators hervor: Für die Standorte in Raaba bei Graz und Fürstenfeld werden insgesamt rund 50.000 Positionen erwartet. Die Zuschläge sollen ab dem 7. September 2026 erfolgen.
Über das Vermögen der Hellweg-Gruppe in Österreich wurde Ende Juni 2026 ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung eröffnet. Zuvor hatte die Konzernmutter in Deutschland Insolvenz angemeldet. Im Auftrag des Sanierungsverwalters haben Inventarisierungsteams an den Standorten mit der Aufbereitung der zu versteigernden Ware begonnen; parallel sind bereits Gebote für die ersten Auktionen möglich.
Was für die Kundinnen und das Personal bedeutet
Für Konsumentinnen und Konsumenten in und um Fürstenfeld bedeutet die Versteigerung, dass die Filiale voraussichtlich ihren bisherigen Warenbestand verliert. Für Beschäftigte der betroffenen Filiale ergeben sich dadurch offene Fragen zu Fortführung, Übernahme oder Beschäftigungsstatus; in den vorliegenden Informationen werden Personalfragen nicht adressiert. Die Auktion umfasst ein breites Sortiment, das nach Angaben des Auktionators auf mehrere Termine verteilt wird.
- Volumen: rund 50.000 Positionen für Raaba und Fürstenfeld zusammen
- Start der Zuschläge: 7. September 2026, 8:00 Uhr
- Rufpreis: Sämtliche Positionen beginnen bei 1 Euro Netto
- Organisation: Auktionen werden in zehn Blöcken durchgeführt
„Sämtliche Positionen starten bei 1 Euro Netto-Rufpreis, egal ob Gartenhütte oder Anhänger.“
Die Auktionen werden laut Projektangaben aufgrund des großen Volumens in mehrere Blöcke aufgeteilt. Vor Ort sind Teams mit der Inventarisierung beschäftigt; Onlinegebote sind bereits möglich. Konkrete Angaben zu Öffnungszeiten der Filiale in Fürstenfeld während der Vorbereitungen oder zu einem möglichen Verkaufsstopp liegen derzeit nicht vor.
Mögliche lokale Folgen und Interessen
Die Versteigerung hat mehrere unmittelbare Auswirkungen für die Region Fürstenfeld:
- Für Privatkunden kann das Angebot an reduzierter Restware zeitlich begrenzt umfangreich sein; gleichzeitig endet die gewohnte Warenverfügbarkeit der Filiale.
- Für handwerkliche Betriebe und Gewerbe besteht eine Chance, Material und Geräte zu Sonderkonditionen zu beschaffen, sofern Bedarf und Lagerkapazität vorhanden sind.
- Für Beschäftigte und Lieferanten sind die wirtschaftlichen Perspektiven ungewiss; Aussagen des Sanierungsverwalters zur Zukunft der Standorte fehlen in den vorliegenden Unterlagen.
Die genaue Aufteilung der 50.000 Positionen sowie die Termine der einzelnen Auktionen sollen in den kommenden Wochen bekanntgegeben werden. Der Auktionator verweist auf die Möglichkeit, die Angebote vorab zu sichten und online Gebote abzugeben. Käuferinnen und Käufer sollten Transport und Abholung bedenken, da viele Posten – etwa Gartenhütten oder Anhänger – gesonderte Logistik erfordern.
| Angaben | Details |
|---|---|
| Umfang | Rund 50.000 Positionen (Raaba & Fürstenfeld) |
| Start Zuschläge | 7. September 2026, 8:00 Uhr |
| Rufpreis | 1 Euro Netto (pro Posten) |
| Auktionstyp | Aufteilung in 10 Auktionen / Blöcke |
Fürstenfeld bleibt in den nächsten Wochen ein Standort, den sowohl Schnäppchenjäger als auch Handelsbeobachter aufmerksam verfolgen werden. Aus Sicht der lokalen Wirtschaft ist die Entwicklung – ob dauerhaftes Ladensterben, Neuausrichtung oder Übernahme durch Dritte – für das Stadtbild und die Nahversorgung von Bedeutung. Konkrete Zusagen über die Zukunft der Filiale oder zum Schicksal der dort Beschäftigten wurden bislang nicht veröffentlicht; entsprechende Informationen dürften mit weiteren Bekanntmachungen des Sanierungsverwalters folgen.
WE NEWS wird über neue Termine der Auktionen und mögliche Stellungnahmen der Beteiligten berichten, sobald sie vorliegen.