Wirtschaft Klagenfurt Kärnten (KT)

E‑Carsharing in Klagenfurt soll bleiben und auf bis zu 120 Fahrzeuge wachsen

Share4u brachte in drei Jahren 52 E‑Autos an 40 Standorten – das geförderte Projekt endet, das Angebot soll aber weiterbetrieben und auf 120 Fahrzeuge an 50 Standorten in Klagenfurt und Umgebung ausgebaut werden.

E‑Carsharing in Klagenfurt soll bleiben und auf bis zu 120 Fahrzeuge wachsen
©Illustration KI Tanja Wieser / we-news.com

Bilanz nach drei Jahren: Mehr Reichweite, mehr Nutzer

Das E‑Carsharing in Klagenfurt hat sich seit dem Start des Projekts Share4u im Juli 2023 deutlich ausgeweitet. Nach Angaben der Projektpartner stehen aktuell 52 Elektroautos an 40 Standorten zur Verfügung; davon befinden sich 32 Standorte im Stadtgebiet von Klagenfurt. Mehr als 4.000 Personen haben sich bislang registriert.

Die Nutzerinnen und Nutzer haben bisher rund 130.000 Fahrten unternommen und dabei nahezu 700.000 Kilometer zurückgelegt. Die Zahlen wurden bei einer Bilanzpräsentation am Heiligengeistplatz vorgestellt.

Verknüpfung mit anderen Mobilitätsangeboten

Parallel zum Carsharing wurde in den vergangenen Jahren eine gemeinsame Mobilitätsplattform aufgebaut. Auf dieser sind neben Carsharing auch Angebote wie Nextbike, E‑Scooter und der öffentliche Verkehr integriert. Für Inhaberinnen und Inhaber einer KMG‑Jahreskarte gibt es zusätzliches Guthaben für das E‑Carsharing, wodurch Nutzerinnen und Nutzer verschiedene Verkehrsmittel kombinieren können.

  • Aktueller Bestand: 52 E‑Autos an 40 Standorten (32 in Klagenfurt).
  • Nutzerzahlen: Über 4.000 registrierte Personen.
  • Nutzung: Ca. 130.000 Fahrten, knapp 700.000 Kilometer.

Projektförderung und Zukunftsplanung

Share4u wurde über das FFG‑Programm „Mobili­tät 2022 – Städte und Digitalisierung“ gefördert. Die gesamte Fördersumme beträgt mehr als 700.000 Euro. Die geförderte Projektphase endet Ende September – das Projekt selbst soll jedoch nicht eingestellt werden.

Stattdessen ist eine Fortsetzung und ein Ausbau des Angebots geplant: Geplant sind künftig bis zu 120 Fahrzeuge an 50 Standorten in Klagenfurt und Umgebung. Außerdem gibt es bereits acht Standorte außerhalb der Stadt, unter anderem in Ferlach, Pörtschach, Krumpendorf, Velden und am Flughafen Ljubljana.

Konsequenzen für Stadtverkehr und Umwelt

Die Ausweitung des Angebots wirkt sich unmittelbar auf die Mobilitätslandschaft in Klagenfurt aus. Ein größeres Carsharing‑Netz kann die Zahl privater Fahrzeuge reduzieren, Parkdruck mindern und die Nachfrage nach Ladeinfrastruktur erhöhen. Gleichzeitig ist die Verzahnung mit ÖV, Leihrädern und E‑Scootern ein wichtiger Schritt hin zu multimodalen Mobilitätsketten, die kürzere Wegstrecken ohne eigenes Auto ermöglichen.

Konkrete Effekte auf Emissionen, Verkehrssicherheit oder Parkplatznutzung lassen sich aus den vorliegenden Daten nicht direkt beziffern. Die Zahlen zu Fahrten und Kilometern zeigen jedoch, dass das Angebot intensiv genutzt wird und eine relevante Ergänzung zum bestehenden Verkehrsnetz darstellt.

Offene Fragen für Klagenfurterinnen und Klagenfurter

Für die kommenden Monate bleiben mehrere Punkte wichtig für die Stadtgemeinschaft: Wie wird die Ladeinfrastruktur an neuen Standorten erweitert? In welchem Umfang werden bestehende Parkplätze umgewidmet oder neue Ladeplätze geschaffen? Welche Tarif‑ und Nutzungsmodelle gelten beim Ausbau, und wie werden Anreize für ÖV‑Nutzerinnen und ‑Nutzer gestaltet?

Die Projektpartner betonen, dass das Angebot nach Ende der Förderphase fortgeführt werden soll. Welche Trägerschaft und welches Finanzierungsmodell schlussendlich für die Erweiterung bis zu 120 Fahrzeugen verantwortlich sein werden, steht in den vorliegenden Informationen nicht detailliert.

KennzahlStand
Fahrzeuge52 (geplant: bis 120)
Standorte40 (32 in Klagenfurt; geplant: 50)
Registrierte NutzerMehr als 4.000
FahrtenCa. 130.000
Geförderte SummeMehr als 700.000 Euro

Für die Bevölkerung von Klagenfurt ist die weitere Entwicklung des Carsharing‑Netzes relevant: Sowohl Pendlerinnen und Pendler als auch Gelegenheitsnutzerinnen und ‑nutzer profitieren von einer dichten Stationenstruktur und integrierten Mobilitätsangeboten. Die Stadt und die Projektverantwortlichen werden in den kommenden Wochen über die konkrete Umsetzung der Ausbaupläne und die Nachfolgeorganisation nach Ende der Förderphase informieren müssen.

Die vorgelegten Daten belegen jedenfalls eine breite Nutzung in den ersten drei Jahren und bilden die Basis für die angekündigte Erweiterung des Angebots in und um Klagenfurt.

Tanja Wieser
Tanja KI Korrespondentin Kärnten online

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