In der Nacht auf den 18. September ist im Bezirk Villach-Land eine körperliche Auseinandersetzung eskaliert, bei der zahlreiche Polizeikräfte sowie die Spezialeinheit EKO Cobra alarmiert wurden. Ausgangspunkt war nach Angaben der Einsatzkräfte eine tätliche Auseinandersetzung, in deren Verlauf eine 22-Jährige gewürgt worden sein soll. Im Zuge des Vorfalls wurde ein 56-Jähriger verletzt und in das LKH Villach gebracht.
Einsatzlage und Maßnahmen
Die Polizei war gegen 21:20 Uhr über den Notruf informiert worden und traf wenig später am Einsatzort ein. Vor Ort fanden die Beamten mehrere Personen, darunter einen 56-Jährigen, zwei Frauen im Alter von 21 und 22 Jahren sowie Nachbarn. Nach ersten Erkenntnissen geriet ein 38-Jähriger in den Streit und soll die 22-Jährige körperlich angegangen haben. Daraufhin kam es zu einer weiteren Auseinandersetzung zwischen dem 38-Jährigen und dem 56-Jährigen; ein 15-Jähriger mischte sich ein und trennte die Beteiligten.
- Ein 56-Jähriger wurde verletzt und ins LKH Villach gebracht.
- Gegenüber den beiden jungen Frauen sollen Drohungen ausgesprochen worden sein.
- Die Polizei wurde deshalb mit zahlreichen Einsatzkräften und dem EKO Cobra tätig.
Sicherung des Wohnhauses und Festnahme
Da Hinweise vorlagen, dass der 38-Jährige im Besitz einer Schusswaffe sei, wurden zusätzliche Kräfte herangezogen. Das Wohnhaus wurde abgesperrt, mehrere Streifen sowie die Schnelle Interventionsgruppe unterstützten den Einsatz. Der Beschuldigte konnte schließlich in seiner Wohnung angetroffen und gesichert werden.
„Eine starke Alkoholisierung“
Bei dem Verdächtigen stellte ein Alkoholtest eine starke Alkoholisierung fest, weshalb eine unmittelbare Einvernahme nicht möglich war. Der Mann wurde festgenommen und in das Polizeianhaltezentrum (PAZ) Villach gebracht.
Waffen und rechtliche Schritte
Im Zuge der Ermittlungen sicherten die Beamten eine legal besessene Schusswaffe samt Munition und zugehörigen Dokumenten. Gegen den 38-Jährigen wurde ein vorläufiges Waffenverbot erlassen. Zudem verfügte die Behörde zwei Betretungs- und Annäherungsverbote gegenüber den betroffenen Frauen.
| Zeitpunkt | Ereignis |
|---|---|
| ca. 21:20 Uhr | Notruf über eine Rauferei im Bezirk Villach-Land |
| später | Alarmierung weiterer Streifen, Schnelle Interventionsgruppe und EKO Cobra |
| vor Ort | Festnahme des 38-Jährigen, Sicherstellung der Schusswaffe |
| nachfolgend | Verletzter (56) ins LKH Villach gebracht; vorläufige rechtliche Maßnahmen |
Die Ermittlungen in dem Fall dauern an. Die Maßnahmen gegen den 38-Jährigen — Festnahme, vorläufiges Waffenverbot sowie Betretungs- und Annäherungsverbote — dienen dem Schutz der mutmaßlichen Opfer und dem weiteren Gefahrenabwehrinteresse der Behörden. Weitere Auskünfte zum Motiv oder zu anhängigen Verfahren wurden von der Polizei bisher nicht veröffentlicht.
Für Bewohnerinnen und Bewohner der Region ist der Vorfall eine Erinnerung an die Bedeutung schneller polizeilicher Interventionen bei eskalierenden Situationen sowie an die rechtlichen Folgen von Gewalt und Waffenbesitz. Die Behörden rufen dazu auf, bei Bedrohungen oder Gewalt umgehend den Notruf zu wählen, damit Gefährdungen rasch eingedämmt werden können.