Schwer zugänglicher Rohbau: aufwendige Rettung aus dem ersten Stock
Am Mittwochnachmittag kam es in Rankweil zu einem Arbeitsunfall auf einer Baustelle, bei dem ein 15-jähriger Lehrling verletzt wurde. Das Unglück ereignete sich gegen 13:55 Uhr, als ein etwa 80 Kilogramm schweres Schalungselement umkippte und den Jugendlichen am rechten Bein traf.
Nach den bisherigen Informationen war ein Kranfahrer damit beschäftigt, Stahlschalungen auf einer Zwischendecke zu platzieren. Währenddessen reinigte der Lehrling eine bereits aufgestellte Schalung. Dabei touchierte eine vom Kran herabgelassene Schalung das stehende Element, das daraufhin kippte und den Jugendlichen traf.
Feuerwehr holte Verletzten mit Krantrage aus erster Etage
Da sich der Rohbau nur über eine Leiter erreichen ließ, gestaltete sich die Rettung schwierig. Die Feuerwehr Rankweil rückte mit einem schweren Rüstfahrzeug aus und setzte eine Schaufeltrage ein. Der Verletzte wurde in diese Trage gelegt und anschließend mit dem Kran des Rüstfahrzeugs aus dem ersten Stock direkt zum wartenden Rettungsfahrzeug gehoben.
Der Jugendliche wurde mit Verletzungen unbestimmten Grades im Bereich des Fußgelenks in das Landeskrankenhaus Feldkirch gebracht. Während der Rettungsmaßnahmen war die Straße im Bereich der Baustelle gesperrt.
Ermittlungen gegen Kranfahrer eingeleitet
Die Staatsanwaltschaft beziehungsweise die zuständigen Ermittlungsbehörden haben gegen den Kranfahrer Verfahren eingeleitet. In den Meldungen heißt es, dass die Maßnahmen wegen des
„Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung“erfolgen. Näheres zu den Umständen, insbesondere ob Sicherheitsvorschriften eingehalten wurden oder technische Mängel vorlagen, liegt bisher nicht vor.
- Ort: Baustelle in Rankweil (Rohbau)
- Zeitpunkt: Mittwoch, 23. September 2026, ca. 13:55 Uhr
- Betroffene Person: 15-jähriger Lehrling, Verletzungen am rechten Fußgelenk
- Rettung: Feuerwehr Rankweil mit Rüstfahrzeug und Kran, Transport ins LKH Feldkirch
- Ermittlungen: gegen Kranfahrer wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung
| Zeit | Alter | Gewicht Schalung | Zielspital |
|---|---|---|---|
| 13:55 | 15 Jahre | ca. 80 kg | Landeskrankenhaus Feldkirch |
Bedeutung für Baustellenpraxis und Ausbildung
Der Vorfall wirft Fragen zur Baustellensicherheit und zur Betreuung von jugendlichen Lehrlingen auf. In Bauprozessen sind klare Absicherungs‑ und Kommunikationsregeln essenziell, besonders wenn schwere Elemente mit Kranen bewegt werden und sich gleichzeitig Personen im Gefahrenbereich aufhalten. Für Lehrlinge gelten besondere Schutzvorgaben, etwa hinsichtlich ihrer Tätigkeiten und der Aufsicht durch erfahrene Fachkräfte.
Konkrete Empfehlungen und mögliche Konsequenzen lassen sich zum jetzigen Zeitpunkt nur begrenzt ableiten; die Ermittlungen sollen klären, ob Fehler in der Koordination, in der Einhaltung von Sicherheitsabständen oder im Einsatzpersonal vorlagen. Klärung ist auch nötig, ob die Arbeitsabläufe den gesetzlichen Vorgaben für jugendliche Erwerbstätige entsprachen.
Die Straßensperre während des Einsatzes führte kurzzeitig zu Verkehrsbehinderungen im Bereich der Baustelle. Für Anrainer und Verkehrsteilnehmer sei es wichtig, nötigenfalls lokale Verkehrsinformationen zu beachten, wenn Rettungseinsätze laufen.
Die Ermittlungen dürften weitere Details zur Unfallursache, zum Hergang und zu möglichen Pflichtverletzungen liefern. Bis dahin bleiben Fragen offen, wie Arbeitgeber, Ausbildner und Auftraggeber Baustellen besser planen können, damit ähnliche Unfälle verhindert werden.
WE NEWS wird die Entwicklung verfolgen und berichten, sobald weitere Informationen von den Behörden, der Feuerwehr Rankweil oder dem Landeskrankenhaus Feldkirch vorliegen.