Vielfältiges Programm an mehreren Standorten
Am 3. Oktober 2026 lädt die Lange Nacht der Museen dazu ein, Bregenz aus unterschiedlichen Perspektiven zu entdecken. Zahlreiche Einrichtungen in der Stadt beteiligen sich mit Führungen, Ausstellungen und Sonderprogrammen. Als besonderer Ausgangspunkt genannt wird der Martinsturm, wo historische Themen in den Mittelpunkt rücken.
Im Martinsturm bietet die Ausstellung „Bregentz. Stadt am Bodensee“ unter dem Titel „True Crime in Bregenz!“ thematische Führungen an. Die Archivarin Birgit Heinzle‑Zirnwald führt durch die Schau und beleuchtet eine Epoche, in der Stadtherren weitreichende Gewaltbefugnisse hatten. Die Führungen sind für 18.30, 19.30 und 20.30 Uhr angesetzt und behandeln Aspekte wie Folter, Pranger‑ und Todesstrafen, die damals zum Strafsystem gehörten.
Zeitgenössische Kunst und Performance
Der Bildraum Bodensee widmet sich der zeitgenössischen Kunst. Gezeigt wird die Ausstellung „Hubert Blanz | Stadt‑Land‑Cyberspace“, die Übergänge zwischen realen und digitalen Lebenswelten thematisiert. Ergänzend läuft eine Auswahl von Animationsfilmen aus der Reihe „Tricky Women / Tricky Realities“.
Im Künstlerhaus Bregenz werden auf vier Stockwerken mehrere Ausstellungen zeitgenössischer Kunst präsentiert. Detaillierte Programmpunkte für diese Schau sind in der Ankündigung genannt, ebenso wie Aktivitäten im Kunsthaus Bregenz, das die Museumsnacht unter anderem mit einer Silent Disco zur Tanzfläche macht. Dort gibt es stündliche Kurzführungen und ein offenes KUB‑Atelier für Familien.
Galerie und Industriegeschichte
Die Galerie Lisi Hämmerle zeigt den Künstler Albert Mayr alias Jonny Hawaii in seiner zweiten Einzelausstellung „How to Hide on Stage“. Gezeigt werden Videoprojektionen aus den vergangenen Jahren; der Künstler wird während der Langen Nacht anwesend sein.
Das IV‑Haus der Zukunft bietet eine interaktive Erlebniswelt zur Frage, wie Innovation entsteht und welche Rolle die Industrie in Vorarlberg spielt. Besucherinnen und Besucher können dort Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Vorarlberger Industrie erkunden. Ergänzend sind stündliche Kurzführungen geplant, die tiefer in die Welt der Betriebe führen.
Programmübersicht
- Martinsturm: Führungen „True Crime in Bregenz!“ um 18.30, 19.30 und 20.30 Uhr.
- Bildraum Bodensee: „Hubert Blanz | Stadt‑Land‑Cyberspace“ und Animationsfilme „Tricky Women / Tricky Realities“.
- Galerie Lisi Hämmerle: Albert Mayr (Jonny Hawaii) – Videoprojektionen; Künstler ist anwesend.
- IV‑Haus der Zukunft: Interaktive Ausstellung zur Industrie; stündliche Kurzführungen.
- Kunsthaus Bregenz: Silent Disco, stündliche Kurzführungen, offenes KUB‑Atelier für Familien.
- Künstlerhaus Bregenz: Vier Stockwerke mit Ausstellungen zeitgenössischer Kunst.
„True Crime in Bregenz!“
| Ort | Hauptprogramm | Besonderheit |
|---|---|---|
| Martinsturm | Führungen zur Stadtgeschichte | Fokussiert auf Strafpraxis (Folter, Pranger, Todesstrafe) |
| Bildraum Bodensee | Ausstellung Hubert Blanz | Tricky Women Animationsfilme |
| Galerie Lisi Hämmerle | Jonny Hawaii – Videoprojektionen | Künstler anwesend |
| IV‑Haus der Zukunft | Interaktive Industrie‑Erlebniswelt | Stündliche Kurzführungen |
| Kunsthaus Bregenz | Silent Disco, Atelier, Kurzführungen | Familienprogramme |
Was Besucherinnen und Besucher in Bregenz erwartet
Die Veranstaltungen geben Einblick in lokale Geschichtsschwerpunkte, aktuelle künstlerische Positionen und die Bedeutung von Industrie und Innovation für das Bundesland. Die Kombination aus historischen Führungen, multimedialen Projektionen und interaktiven Angeboten richtet sich an ein breites Publikum: von kulturinteressierten Erwachsenen über Familien bis zu jenen, die zeitgenössische Kunst erleben möchten.
Konkrete Hinweise zu Öffnungszeiten, Eintrittspreisen oder Ticketmodalitäten nennt die vorliegende Ankündigung nicht. Interessierte sollten sich vor dem Besuch über die jeweiligen Häuser informieren, da einzelne Programmpunkte zu festen Zeiten stattfinden und die Teilnahmeplätze beschränkt sein könnten.
Die Lange Nacht der Museen bietet in Bregenz somit eine Gelegenheit, vertraute Orte neu zu sehen und verschiedene Zugänge zu Stadtgeschichte, Kunst und Industrie zu erleben.