Vom 19. bis 21. Oktober 2026 lud die Landeshauptstadt Bregenz erneut zu den Jugendbeteiligungstagen ins Austriahaus. Ziel der dreitägigen Veranstaltung war es, Drittklass-Schüler:innen der Bregenzer Mittelschulen aktiv in kommunale Entscheidungsprozesse einzubinden und ihnen Raum zur Entwicklung eigener Projekte zu geben. Insgesamt nahmen laut Stadt etwa 160 Schüler:innen aus den Mittelschulen Schendlingen, Rieden und Stadt teil.
Agenda und Ablauf
Die Teilnehmenden arbeiteten in mehreren Gruppen, erarbeiteten Projektideen und präsentierten diese am Ende der Veranstaltung. Zu Beginn begrüßte die Vorsitzende des Jugendausschusses, Annette Rosemann-Kreidl, die Jugendlichen und sprach Worte des Ansporns.
„… begrüßt und dazu ermutigt, ihre Anliegen und Vorstellungen einzubringen, kreative Ideen weiterzuentwickeln und selbst Verantwortung zu übernehmen.“
Die Arbeit der drei Tage war darauf ausgerichtet, nachhaltige und praktisch umsetzbare Vorschläge zu formulieren. Die Kooperation der Stadt mit lokalen Jugendorganisationen sollte dabei sicherstellen, dass die Ideen nicht nur diskutiert, sondern auch umgesetzt werden.
Konkrete Projekte und Perspektiven
Die Bandbreite der Ergebnisse umfasste sowohl Freizeit- als auch Bildungsangebote. Unter den vorgestellten Vorhaben finden sich unter anderem:
- Ein Jugendcafé als Treffpunkt für Jugendliche
- Das Mädchenfußballturnier „GuFu“
- Ein Kochworkshop
- Ein gemeinsamer Kinonachmittag
Diese Beispiele zeigen, dass die Jugendlichen sowohl soziale Treffpunkte als auch sportliche und kulturelle Angebote in den Mittelpunkt stellten. Die Vorschläge sind bewusst praxisnah konzipiert, um kurzfristig realisierbar zu sein.
Umsetzung und Unterstützung
Nach den Herbstferien sollen die Projektgruppen die Arbeit fortsetzen und Schritt für Schritt die Umsetzung vorbereiten. Die Landeshauptstadt kündigte an, die Jugendlichen dabei aktiv zu begleiten. Unterstützende Partner sind die Mitarbeitenden der Stadtverwaltung, die Offene Jugend- und Kulturarbeit Bregenz sowie die aha Jugendinfo. Diese Träger bringen Erfahrung in Projektarbeit mit Jugendlichen und sollen als Ansprechpartner und Mentoren fungieren.
| Datum | Veranstaltungsort | Teilnehmende Schulen | Teilnahme |
|---|---|---|---|
| 19.–21. Oktober 2026 | Austriahaus | Mittelschulen Schendlingen, Rieden, Stadt | Rund 160 Drittklass-Schüler:innen |
Die Unterstützung durch städtische Stellen soll nicht nur organisatorisch erfolgen. Vielmehr ist das Ziel, Jugendlichen auch Entscheidungs- und Verantwortungsmöglichkeiten zu geben. Das Projektformat folgt damit dem ausdrücklichen Anspruch, Partizipation nicht nur symbolisch, sondern praktisch zu leben.
Lokale Bedeutung und Folgewirkungen
Für Bregenz hat das Format eine doppelte Funktion: Es stärkt zum einen das demokratische Bewusstsein junger Menschen und fördert ihre Kompetenzen im Bereich Projektarbeit und Kooperation. Zum anderen entstehen konkrete Angebote, die das städtische Freizeit- und Kulturangebot bereichern können. Besonders in einem kleineren urbanen Kontext wie Bregenz können solche Initiativen eine direkte Wirkung entfalten, weil Entscheidungswege kürzer und Umsetzungsphasen schneller sind als in größeren Städten.
Langfristig geht es darum, Jugendlichen eine Stimme in kommunalen Angelegenheiten zu geben und die Stadtentwicklung generationenübergreifend zu gestalten. Die Stadtverwaltung betont, dass die nun ausgearbeiteten Vorschläge in die Folgephase übergehen und in Zusammenarbeit mit den beteiligten Institutionen realisiert werden sollen.
Weitere Informationen stellt die Landeshauptstadt Bregenz auf ihren offiziellen Kanälen bereit. Die Ergebnisse der Projektarbeit sollen in den kommenden Wochen dokumentiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.