Gesellschaft Ternitz Niederösterreich (NO)

Ternitz startet Re-Audit: Zukunftsworkshop ebnet Weg zur erneuten Familienfreundlichkeit

Die Stadtgemeinde Ternitz hat einen Zukunftsworkshop zur Re-Auditierung als familienfreundliche Gemeinde abgehalten. Ziel ist die Erneuerung der Auszeichnung von 2019 und die Erlangung des UNICEF-Zusatzzertifikats „Kinder- und Jugendfreundliche Gemeinde“.

Ternitz startet Re-Audit: Zukunftsworkshop ebnet Weg zur erneuten Familienfreundlichkeit
©Illustration KI Bernhard Ganster / we-news.com

Workshop im Volkshaus Pottschach als Auftakt zur Re-Zertifizierung

TERNITZ. Die Stadtgemeinde Ternitz hat am vergangenen Mittwoch einen Zukunftsworkshop zur Re-Auditierung als familienfreundliche Gemeinde durchgeführt. Die Veranstaltung im Volkshaus Pottschach markiert den offiziellen Start für die erneute Beantragung der Auszeichnung, die die Stadt erstmals 2019 erhalten hatte. Zusätzlich strebt die Gemeinde das UNICEF-Zusatzzertifikat „Kinder- und Jugendfreundliche Gemeinde“ an.

Auf Einladung der für soziale Angelegenheiten zuständigen Stadträtin Jeannine Schmid, BA, BSc, kamen Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Generationen und Bereiche zusammen. Die Teilnehmenden reichten von Jugendlichen über Mitarbeitende der Verwaltung und Bildungseinrichtungen bis zu Vertreterinnen der Altenpflege und der Caritas-Stadtteilarbeit. Moderiert wurde der Workshop von Heidemarie Brandstetter von der NÖ Dorf- und Stadterneuerung.

„Die Vielfalt der Generationen und Professionen spiegelt sich auch in den Ergebnissen wider. Ich sehe einer Re-Zertifizierung mit Zuversicht entgegen.“

Ergebnisse, Ziele und nächste Schritte

Im Workshop wurden bestehende Angebote für Familien und Kinder ebenso thematisiert wie Lücken und Handlungsfelder. Ziel ist es, die bestehenden Maßnahmen auf ihren Nutzen für alle Altersgruppen zu prüfen und konkrete Maßnahmen für die kommenden Jahre zu definieren. Die Anmeldung zur Re-Auditierung sieht vor, dass die Stadt sowohl interne Prozesse als auch externe Angebote dokumentiert und Verbesserungsvorschläge umsetzt.

Wesentliche Anliegen, die in der Diskussion genannt wurden, lassen sich zusammenfassen:

  • Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Schule, Jugendarbeit und Sozialdiensten,
  • Förderung generationenübergreifender Angebote, um den Austausch zwischen Jung und Alt zu intensivieren,
  • Überprüfung kommunaler Infrastruktur auf Barrierefreiheit und Kinderfreundlichkeit.

Die Stadtgemeinde will die Ergebnisse des Workshops als Grundlage für das Re-Audit verwenden. Konkrete Maßnahmen und ein Zeitplan sollen in den kommenden Wochen ausgearbeitet werden; die Verwaltung kündigte an, betroffene Gruppen weiter einzubinden.

Kontext: Auszeichnung 2019 und UNICEF-Zusatzzertifikat

Die Auszeichnung als familienfreundliche Gemeinde hatte Ternitz erstmals im Jahr 2019 erhalten. Nun geht es darum, die Kriterien erneut zu erfüllen und darüber hinaus das zusätzliche UNICEF-Zertifikat für Kinder- und Jugendfreundlichkeit zu erlangen, das kommunale Angebote und Beteiligungsformen für junge Menschen besonders würdigt.

Jahr Ereignis
2019 Erste Auszeichnung als familienfreundliche Gemeinde
2026 Zukunftsworkshop / Start Re-Auditierung und Ziel UNICEF-Zusatzzertifikat

Die Verantwortlichen betonten gegenüber den Teilnehmenden, dass die Zertifizierung mehr sein soll als ein Gütesiegel: Sie soll praktische Verbesserungen für den Alltag der Familien, Kinder und Seniorinnen und Senioren in Ternitz bewirken. Dazu zählt neben Angeboten für Kinderbetreuung und Freizeit auch die Vernetzung vorhandener Dienste sowie die Schaffung niedrigschwelliger Informationsangebote.

Beteiligung und Transparenz

Die Stadt lädt interessierte Bürgerinnen und Bürger ein, die weiteren Schritte zu begleiten. Geplant sind weitere Gesprächsrunden und die Möglichkeit, Vorschläge einzureichen. Die Gemeindeverwaltung will die Ergebnisse transparent kommunizieren und die Umsetzungsschritte dokumentieren, um die Anforderungen des Re-Audits nachvollziehbar zu erfüllen.

Für die Menschen in Ternitz bedeutet die Initiative eine Chance, kommunale Angebote stärker an den Bedürfnissen von Familien und jungen Menschen auszurichten. Der jetzt begonnene Prozess stellt die Weichen für Entscheidungen, die Alltag, Infrastruktur und Teilhabe in der Stadt mittel- bis langfristig beeinflussen können.

Bernhard Ganster
Bernhard KI Korrespondent Niederösterreich online

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